Schulz-Hype: Der Trump aus Würselen

“….Das Faible für Pleiteprojekte, Flüge im Privatjet, die Inszenierung als Außenseiter: Ist an Schäubles Vergleich von Martin Schulz mit Donald Trump doch mehr dran, als man auf den ersten Blick meinen sollte?….” (hier)

14 comments

  1. Thomas Holzer

    “Dann gab es 2014 eine unschöne Geschichte wegen der Tagegelder, die Schulz als EU-Parlamentspräsident auch noch während des Europawahlkampfs kassierte”

    Und wenn dieser zumindest halbseidene Umgang mit Steuergeld thematisiert wird, sprechen SPD-“Granden” von einer Schmutzkübelkampagne………..

    Wie schon an anderer Stelle hier getippt; man muß anscheinend nur auf der linken Seite der Politik stehen, dann wird entweder alles unter Applaus unter den Teppich gekehrt und/oder totgeschwiegen

  2. sokrates9

    Schulz ist der typische Sozialist: Perfekt im Geldausgeben anderer Leute! Aber Leute, die die einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht kapieren und glauben es genügt wenn die EZB genügend Geld druckt, sind von diesem Arbeiterparadies tief beeindruckt

  3. Christian Peter

    Ich sehe das entspannter. Nach einer aktuellen Umfrage befürwortet die Mehrheit der Deutschen Rot – Rot – Grün. Das hat auch seine Vorteile : Die Schreckensherrschaft Angela Merkels als Bundeskanzlerin wäre vorüber.

  4. Manninger

    Schulz hat Charme, rheinischen Humor, ist leutselig.
    So beschreiben ihn viele deutsche Journalisten, die ernst genommen werden wollen! Und ich dachte, die alternativlose Vergötterung Merkels wäre schon der Marianengraben journalistischer Verdrehungen und unterwürfigster Kriechereien gewesen….

  5. aneagle

    sehe das wie @Christian Peter- 10:54. Mehr noch:
    Schulz ist genauso schlecht oder noch schlechter für Deutschland wie Angela Merkel. Endlich eine ebenbürtig schlechte Alternative in einer bisher alternativlosen politischen Situation. Aber Schulz hat zwei unschlagbare Vorteile:
    1.) Er befreit die CDU/CSU vom Würgegriff der eisernen Vorsitzenden und Deutschland vor dem schleichenden Freiheits- und Eigentumsverlust durch die ewige, unabwählbare, Großkanzlerin.
    2.) Er sorgt zuverlässig dafür, dass nach seiner Amtszeit seine Partei nicht mehr existiert, dabei leistet der Mann ganze Arbeit (siehe Würselen)
    Fazit: Jemand der nur kurzfristig, einige wenige Jahre, katastrophal am Ruder ist, aber Deutschland, ein an Talenten und Möglichkeiten reiches Land, von der Blase an Hofschranzen und politischen Bücklingsgünstlingen befreit und zum Abschluss sich selbst und seine Partei sorgfältig entsorgt, ist ein Deal für jeden CDU-, CSU-, AFD- und die wenigen FDP- Wähler. Auch wenn er, oder gerade weil er, aussieht, wie der Opa von Conchita Wurst und politische Ansichten hat , die sogar Beppe Grillo vor Neid erblassen lassen ( Siehe Abbas-Rede vor der EU, Schulz und die reduzierte Wassermenge für Palästinenser, u.a.)

  6. mariuslupus

    Wieder ein spiegelscher Schwachsinn. Und wieder mit den üblichen Populismen garniert.
    Eins stimmt, Schulze ist ein Populist, ein Linkspopulist. Das, hat er mit seiner linkspopulistischen Ideologiegenossin, Merkel gemeinsam. Das deutsche Volk wollte es so ! Eine fantastische, fast alternativlose, Auswahl an Kandidaten.
    Übertroffen nur von der “Wahl” des bundesdeutschen Präsidenten. Gespenstische Veranstaltung, diese “Wahl”.
    Rote Zombies unter sich, wie im Obersten Sowjet. Dort wurde auch ein moribunder Tschernenko gewählt.
    @Manninger
    Schulzens “Charme” ist auf youtube zu besichtigen. Präsident der EU Volkskammer, Seine Selbstherrlichkeit in Person.

  7. Marcel Elsener

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen Trump und Schulz besteht darin, dass ersterer für seine Extravaganzen selbstverdientes Geld ausgegeben hat, während letzterer den Steuerzahler hat bluten lassen. Wie Trump sein selbsterarbeitetes Geld ausgibt, ist seine Privatsache, auch wenn man darüber die Nase rümpfen mag. Wenn Schulz hingegen öffentliche Gelder zum Fenster hinauswirft, dann ist das auch eine öffentliche Angelegenheit. Nur Sozialisten können zwischen beidem keinen Unterschied erkennen, denn für Sozialisten gibt es so etwas wie Privateigentum nicht wirklich.

    Was die Aussenseiterrollen der beiden anbelangt, so hatte Trump tatsächlich eine inne. Er war auch in der republikanischen Partei ziemlich umstritten und wurde von deren Establishment bekämpft. Wenn es in den USA nicht das System der Vorwahlen gäbe, in dem die Wähler den Präsidentschaftskandidaten einer Partei bestimmen, dann hätte Trump bei reinen parteiinternen Ausmarchungen keinerlei Chance auf die repulikanische Kandidatur gehabt.

    Schulz hingegen ist als jahrzehntelang tätiger Berufspolitiker kein Aussenseiter sondern ein in der SPD gut etablierter und vernetzter Parteiapparatschik. Er wurde vom SPD-Establishment auf den Schild der Kanzlerkandidatur gehoben und wird nun sowohl von der SPD selbst als auch von der wohlwollenden Presse als aussichtsreicher Gegenkandidat hochgejubelt. Gerade auch der mediale Zuspruch zu Schulz ist ein grundlegender Unterschied zu Trump, welcher von den US-Leitmedien ziemlich schlecht behandelt wurde.

    Trump kauft man den Volkstribun bis zu einem gewissen Grad ab, eben gerade weil er ein Politneuling ist und sich demzufolge politisch noch nicht allzusehr (dis-)qualifiziert hat. Schulz hingegen kaufe zumindest ich den Volkstribun nicht ab. Hier versucht die wohlwollende Presse ein solches Bild eines populären Politikers herbeizuschreiben. Wirklich populär ist Schulz aber im Volk nicht, dazu war er mit seinen EU-Mandaten einfach viel zu weit weg von der deutschen Politik und der deutschen Lebensrealität.

    Während Trump in seinen Wahlversprechen in vielen Bereichen eine Änderung angekündigt hat (ob er all diese Änderungen auch wirklich durchzieht, werden wir noch sehen), hat Schulz hier so gut wie keine Aussagen gemacht, was er denn nun wesentlich anders machen will als Merkel. Das ist auch schlecht möglich, denn die SPD hat die Merkel-Politik als Koalitionspartner ja mitgetragen, auch wenn sie jetzt so tut, als sei das gar nicht der Fall gewesen. Ob die deutschen Bürger nun Merkel oder Schulz wählen ist so gut wie einerlei. Beide würden eine sehr ähnliche Politik betreiben, wenn sie als Kanzler gewählt bzw. wiedergewählt würden.

    Fazit: Der Vergleich dieser beiden Männer mag oberflächlich betrachtet in einigen wenigen Bereichen eine Übereinstimmung zeigen. Ansonsten sind die beiden recht unterschiedlich. Auf die grundlegend verschiedenen politischen Ansichten der beiden, muss man noch nicht einmal eingehen.

  8. Christian Peter

    Man kann von Schulz halten, was man möchte, eines ist aber klar : Martin Schulz ist die einzige Hoffnung, Angelas Merkels Schreckensherrschaft nach den Bundestagswahlen 2017 zu beenden.

  9. Marcel Elsener

    @Christian Peter
    Mit Schulz mag man die Person Merkel abschiessen können; die Chancen stehen recht gut dafür. Aber die Merkelsche ‘Schreckensherrschaft’ würde dann einfach durch eine gleichwertige (oder vielmehr gleich minderwertige) Schulzsche ‘Schreckensherrschaft’ ersetzt. Was wäre also damit gewonnen?

    Ich fürchte jedoch, dass die Deutschen tatsächlich glauben, dass mit Schulz eine Verbesserung einherginge ohne die Politik wirklich ändern zu müssen. Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

    Derzeit sähe ich zwei ernstzunehmende Parteien in Deutschland, die tatsächlich gewisse substantielle Änderungen bringen könnten:

    1. Die Linken. Die würden eine deutlich härtere Form des Sozialismus einführen.

    2. Die AfD. Die würde eine deutlich konservativere Politik betreiben, mit einigen wenigen liberalen Einsprengseln.

    Beide Parteien sind derzeit viel zu schwach, um eine realistische Chance auf das Kanzleramt zu haben. Bei allen anderen Parteien und deren Koalitionen bleibt es weitgehend so, wie es ist. Alternativlos halt…

    Liberale Parteien haben in Deutschland sowieso keine Chance. Liberalismus war in Deutschland noch nie eine starke Bewegung.

  10. CE___

    Ich finde zuviel der Worte sind zuviel der Ehre für diesen Typen.

    Es schrieb hier schon einmal ein anderer Mitposter sehr richtig:

    Die einzige “Qualität” dieses Mannes ist es den richtigen Riecher für den Zeitpunkt zu haben von einem sinkenden Schiff von Bord zu gehen und woanders, gleich an der Kommandobrücke, anzuheuern.

    Merkel und Schulz – höchstens ein Gleichgewicht des Schreckens.

  11. Christian Peter

    @Marcel Elsener

    ‘Schreckensherrschaft Schulz’

    Das wird man erst im Nachhinein beurteilen können. Immerhin war Rot – Grün unter Schröder die beste Regierung Deutschlands in den vergangenen Jahrzehnten. Auch ein Bundeskanzler von den Grünen oder Die Linke wäre Angela Merkel vorzuziehen.

  12. mariuslupus

    @Christian Peter
    Eine gewagte Behauptung, ein Grüner oder eine Linke an der Macht. Na ja, viel schlimmer, als Schulz + Merkel wäre schwierig, fast unmöglich.
    Die beste Regierung Rot-Grün unter Schröder, war deswegen die beste Regierung, weil Schröder hauptsächlich die Interessen von VW Konzern vertreten hat, so zu sagen, ein Arbeitgebervertreter im Rotpelz.

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