Schwarzenberg: “Ukraine mit Waffen helfen!”

“……Ja, wir müssen der Ukraine auch mit Waffen helfen. Sonst hat das Land gegen die bestens ausgerüsteten und trainierten russischen Truppen keine Chance, und Putin wird die Ukraine scheibchenweise auffressen….” (Karl Schwarzenberg, hier)

12 comments

  1. cmh

    Natürlich muss gegen Russland eine Drohkulisse aufgebaut werden. Ganz klar.
    Allerdings sollte man sich dabei immer eines möglichen damn shooting war bewusst sein. Nicht nur einen, den die anderen mit gelieferten Waffen für uns austragen, sondern einen in den wir selber von einem Augenblick auf den anderen hineingezogen sein könnten. Für diesen Fall ist die Formulierung von Kriegszielen erforderlich und das sollte man schon vor der ersten Waffenlieferung an den Stellvertreter erledigt haben.

    Haben wir aber nicht! Daher sollte das rasch nachgeholt werden. Und auf dieser Basis kann dann eine Verständigung mit Russland (nicht mit Putin) erzielt werden.

    Die Aufrechterhaltung der Demokratie in der Ukraine ist als Vorwand für europäisches Handeln vorzuflunkern, ist lächerlich und wird von Putin auch so verstanden. Denn es wäre die Demokratie nach dem korrupten europäischen Vorbild. Und eine korrupte DEmokratie haben die Ukrainer schon selber.

  2. FDominicus

    Nach der Pest von 1348/1349 verlor Norwegen seinen “Staatsstatus” die Dänen übernahmen. Warum sollte Rußland mit der Ukraine nicht dasselbe machen? Die Ukraine ist pleite, und wird nur dank Geldpsritzen aus den USA, EU und auch Rußland erhalten.

  3. Thomas F.

    Wir sollten ihn zum Bundespräsidenten wählen. Seit langem einer, für den man sich nicht schämen müsste.

  4. Der Realist

    hoffentlich frisst Präsident Putin bald die ganze Ukraine, wir würden dadurch Milliarden sparen. Im Inland fehlt das Geld an allen Ecken, beim Verteilen ins Ausland sind unser Politiker und die EU-Heinis jedoch Weltmeister.
    Russland müssen wir ja auch ewig dankbar sein, haben sie uns doch1945 befreit. Niemals vergessen!!!

  5. Thomas Holzer

    @Der Realist
    Und die Gasversorgung wäre für die EU-Staaten auch gesichert 😉

  6. Thomas Braun

    Na sicher. Russland-Russen und ukrainische Russen haben sich in der Wolle und wir müssen Waffen schicken. Wohl verrückt geblieben!!!!

    Wir tun ja geradezu so, als wären die Russen in Finnland oder Schweden einmarschiert.

  7. Mourawetz

    Ja natürlich, wären die Russen in Schweden oder Finnland einmarschiert, wäre das was Anderes. Ist doch nur Wasser, wenn ein Ukrainier weint.

  8. Thomas Braun

    Es muss toll sein, ein dermaßen GUTER Mensch zu sein. Ich nehme aber an, Waffen und Soldaten sollen andere schicken. Sie oder Ihre Kinder gehen nicht in die Ukraine kämpfen, um die Tränen der Ukrainer zu trocknen, oder?

    Übrigens:
    Schon ein paar syrische Flüchtlinge daheim aufgenommen? Oder ist es nur Wasser, wenn Syrer weinen?

  9. Leitwolf

    Waffenlieferungen (alleine) sind inkonsequent. Letztlich geht es um eine Frage: will die Ukraine eine Intervention durch die Nato, und ist die Nato bereit diese durchzuführen?

    Falls ja, kann die Krise umgehend einer vollständigen, und rechtlich einwandfreien Lösung zugeführt werden. Die russischen Interessen haben dabei naturgemäß außen vor zu bleiben.

  10. Mourawetz

    Kinder oder Waffen in die Ukraine schicken oder Syrer zu Hause aufnehmen, was solls, alles das Gleiche, ist doch die selbe Leier. Aber zwischen Finnland und Schweden und andererseits der Ukraine, da gibts freilich einen Unterschied: den einen hilft man. Den anderen nicht. Das ist, auf den Punkt gebracht, Ihre Denkweise. Dafür dürfen Sie sich jetzt mal richtig schämen.

  11. Thomas Braun

    @mourawetz
    Ja, ja, jetzt soll man sich schon dafür schämen, weil man Menschen eher hilft, die einem emotional näher stehen als völlig Fremde! Für Sie macht es keinen Unterschied, ob ein Mitglied Ihrer Familie in Not ist oder ein wildfremder Mensch auf der Straße? Geh bitte…!

    Und Schweden und Finnen sind seit Jahrzehnten (politische) Westeuropäer und uns daher emotional 10x näher als Ukrainer oder Russen! Wenn das für Sie keinen Unterschied macht, müssen Sie die ganze Welt retten. Viel Spaß dabei! Sofern Sie als echter Gutmensch überhaupt einen Finger krumm machen, wenn es wirklich darum geht zu helfen.

  12. gms

    Mourawetz,

    “Ja natürlich, wären die Russen in Schweden oder Finnland einmarschiert, wäre das was Anderes. Ist doch nur Wasser, wenn ein Ukrainier weint.nicht.”

    Diese falsche Fährte verschleiert einen kleinen aber entscheidenden Unterschied: In der Ukraine herrscht ein *Bürger*krieg und die Bewohner des Donbas’ sind nicht minder Ukrainer. Wie Schwarzenberg diesen Umstand mit seiner Forderung nach Waffenlieferungen berücksichtigen will, bleibt im Interview ungeklärt.

    Den Vogel aber schießt Schwarzenberg ab wenn er meint: “Für Putin ist der Zerfall der Sowjetunion die größte Tragödie des 20. Jahrhunderts. Ich glaube, er ist fest entschlossen, die Sowjetunion wieder aufzurichten – wenn auch unter anderem Namen, anders organisiert und ideologisch neu ausgerichtet.”

    Was der Zerfall tatsächlich bedeutete (Chaos, Oligarchie, Verlust der Ersparnisse, Staatsbankrott), wurde bereits ausreichend oft durchdekliniert, ebenso die Tatsache, wonach ausgerechnet Putins Gegenspieler in Russland der Sowjetnostalgie anhängen.
    Geht es nach der Propaganda, dann will Obama bloß den Weltfrieden und Freibier für jeden über 21. Mit dem Streben nach Hegemonie, Einflußzonen und Rohstoffen, das mit einem glasklaren Masterplan umgesetzt wird, hat sein Engagement in der Ukraine selbstredend nichts zu tun.

    Just for the records: Ginge es nach Russland, wäre die Ukraine millitärisch bündnisfrei und wirtschaftlich als Drehscheibe in allen möglichen Wirtschaftszonen gleichzeitig. Vor so einer “Sowjetunion”, die dann tatsächlich “unter anderem Namen, anders organisiert und ideologisch neu ausgerichtet” daherkommt, muß man sich schon verdammt fürchten. Welch ein Theater.

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