Schwedens Countdown zum Bargeldverbot

Von | 19. März 2016

“..in short, no cash means no effective lower bound and with no lower bound, the economy can be completely centrally planned – for all intents and purposes. Consumers not spending? No problem. Just tax their excess account balance. Economy overheating? Again, no problem. Raise the interest paid on account holdings to encourage people to stop spending. So with Citi, Harvard, Denmark and Peter Bofinger, member of the German Council Of Economic Experts, all onboard, we’re surprised to hear that Sweden (already one of the leaders in the cashless society movement) is looking to phase out a series of new bank notes it just introduced last year and moved ever closer to the cashless utopia….”(hier)

Ein Gedanke zu „Schwedens Countdown zum Bargeldverbot

  1. gms

    Zerohedge: ‘So with [the usual suspects] we’re surprised ..” — Ironie über die Bande.

    Schweden ist ein erfolgreiches Freilufexperiment, wie sich eine Gesellschaft gezielt in eine totalitäre Gesellschaft umbauen läßt, wenn Globalisten alle relevante politischen Entscheidungsträger in einem Land stellen, die wiederum demonstrativ einen Kurs zwischen Kapitalismus und Sozialsmus fahren analog zu Tony Blair’s New Labor.
    Sicherlich hat man dabei auch einiges richtig gemacht, wie etwa die Reform des Rentensystems oder die fiskalisch-organisatorische Autonomie der Regionen, allein diese vorbildhaften Taten fanden null Echo anderswo in Europa, obwohl sie den Crash des Landes verhinderten.

    Was in Schweden an negativen Weichenstellungen betreffend Zerstörung der Kultur abseits medialer Präsenz anderswo im Westen gelang, wurde danach in Europa und insbesondere Deutschland unter Merkel nachvollzogen. Rechts blinken und links abbiegen, solange, bis irgendwann die Schwerkraft den Rest erledigt.

    Wie es unserer notorische Geldsozialistin Gertrude Tumpel-Gugerell mit SEPA und der ‘cashless society’ in Europa hält, durfte sie 2006 schon darlegen [1], wohlweislich mehrfach mit Bezugnahme auf den Säulenheiligen der Linken, Keynes. Selbst wenn sie sich damals ‘auf lange Licht’ nicht für die Abschaffung von Münzen und Noten ausspricht, so sieht sie dennoch die EZB in einer wichtigen Rolle, die Untertanen vom Verzicht auf Bargeld zu überzeugen: —
    Let me therefore come back to John Maynard Keynes whose three purposes of money opened my speech. Keynes said: “The difficulty lies, not in the new ideas, but in escaping the old ones, which ramify, for those brought up as most of us have been, into every corner of our minds.”
    I encourage you to continue modernising the payments landscape: be creative in developing new products, efficient processes and attractive services and help your customers to overcome their reluctance, to change their payment habits and to embrace new payment methods. —

    Plutokraten agieren langfristig. Zuerst konnten sie der Masse eintrichtern, Geld ohne Deckung sei ein solches, die nächste Stufe besteht in der Narrativbildung, es bedürfte überhaupt keiner Physik mehr zur Repräsentierung von Geld. Sogar der Heizwert von Banknoten wird noch eliminiert.

    Daß der Euro kein Geld sondern einzig eine Währung ist, hätte die eigentümlich irrlichternde Tumpel-Gugerell selbst erkennen können, ist dieses Voodoo-Geld angesichts der von ihr und ihren Priesterschwestern herbeigebeteten und herbeigeführten Inflation definitiv kein ‘store of value’.
    Selbst beim esentiellen Kriterium — dem Wert ansich — scheitern schon alle Währungen seit der Aufhebung noch der kleinsten Deckung im Jahr 1971 (offiziell 1973). Jeder Taschentuchproduzent könnte daher Währungen emittieren, so er gestattet, man dürfe jederzeit ein zerfleddertes Kleenex aus seiner Fabrik bei ihm gegen ein frisches eintauschen.

    Wir haben also eine Währung ohne Wert, dessen Wert darüber hinaus inflationsbedingt sowieso nicht bewahrt werden kann. Und als wäre das nicht skurril genug, soll in der Endausbaustufe der individuelle Zugriff auf den Pseudowert-Pseudospeicher begrenzt werden, und der Propaganda nach möge das Absurde immer noch ‘Geld’ genannt werden.

    ‘Gold Is Money, everything else is credit’ – John Pierpont Morgan, Dezember 1912, ein Jahr vor Gründung der Fed. Diejenigen, die das Volk seit über einem Jahrhundert von oben über Zentralbanken hinab veraschen und das globale Kreditwesen innehaben, haben das Wesen des Geldes tatsächlich verstanden; sie nutzen zu ihrem eigenen Vorteil aus, daß sie die breite Masse in die Irre führen und demgemäß dauerhaft abkochen konnten.

    [1] ecb.europa.eu/press/key/date/2006/html/sp060920.en.html

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