Schwedens verschwundenes Militär

Von | 21. August 2015

“Nach Angaben von Schwedens Oberkommandierendem Sverker Göransson können wir uns – bestenfalls und in fünf Jahren – an einer Stelle eine Woche lang verteidigen……Man muss immer darauf vorbereitet sein die Hauptstadt des Landes, lebenswichtige Infrastruktur, Stromversorgung und Telekommunikation, wichtige Flughäfen, wichtige Grundbedürfnisse und militärische Befestigungen zu verteidigen. … Heute Schweden hat diese Fähigkeit nicht. … Der Konsens war, dass kein Staat in Europa jemals wieder einen anderen angreifen würde. Aber gerade hatte jemand es getan und das war nicht irgendjemand. Es war Russland.” (hier)

20 Gedanken zu „Schwedens verschwundenes Militär

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Der letzte Absatz im Beitrag kann, cum grano salis, auch auf Österreich übertragen werden.
    Ich höre noch namhafte Sozialisten (die ÖVPler haben es nicht getraut zu sagen), wir brauchen keine Panzer mehr, weil im Marchfeld wird sicher nicht mehr geschossen usw…
    Dass es aber längst andere Bedrohungsszenarien gibt, wird ignoriert. Und wer glaubt, dass Polizei o. ä. Institutionen den Objektschutz in ausreichendem Maße garantieren können ist ein Träumer.
    In unserer geografischen Lage wäre das – inzwischen zugrundegerichtete (danke Herr Platter)- Milizsystem das einzig wirkungsvolle Instrument.
    Aber der Herr Klug fährt um teures Steuergeld nach Mali weil dort an die fünf BH Angehörige werken.
    Sinnerfassendes Lesen der vorhandenen Unterlagen über ein mögliches Blackout in Österreich etc wäre notwendig – aber kann er das der Herr BMK?

  2. Herr Superg'scheit

    Bitte!!!!!
    Hört endlich mit dem Märchen auf, RUS wäre in bester US-Manier einfach in der Ukraine einmarschiert. In der Ukraine gab es einen selbst verursachten Putsch, danach bürgerkriegsähnliche Zustände in denen die russischen Ukrainer ziemlich zum Handkuss kamen und daraufhin hat Putin Unterstützung geschickt, um die Landsleute nicht vollends niedermetzeln zu lassen.

    Kurz vor dem Putsch war in der Ukraine noch die Fußball-EM zu Gast. Das war ein ganz normales Land mit Raiffeisen-Filialen, ShoppingCentern und sexy Mädels in den Fußgängerzonen. Dem Putin war die Ukraine schnurz-egal.

  3. sokrates9

    Die Militärs sollten sich endlich von der Militärdoktrin des 19. Jahrhunderts lösen! Heute werden keine Panzerschlachten mehr geführt, und ein Land ist nicht erobert wenn man den König gefangennimmt!
    Elegant machen es die Russen: Wie viel Tote hat die” Okkupation” der Krim gefordert??
    ( Mal davon abgesehen, dass 85% der Krimukrainer zu Rußland wollten und das sicher auch heute noch nicht bereuen??)

  4. cppacer

    @Herr Superg’scheit
    Danke für die klaren Worte.
    Zum Artikel: auch in Schweden gibt es Leute mit Absichten.
    Die Waffenindustrie will auch leben.

  5. Thomas F.

    Wenn sich die Schweden mit einigen Reaper-Drohnen und Patriot-Raketen eindecken, werden sie der russischen Sauftruppe immer noch weit mehr entgegenzuhalten haben als wir mit unserer Wehrpflicht.

  6. gms

    cppacer

    “auch in Schweden gibt es Leute mit Absichten. Die Waffenindustrie will auch leben.”

    Im Anlaßfall stimmt das nicht nur generell, sondern sogar speziell und mit Nachdruck.

    Aus der Neuen Zürcher vom zweiten März 2014:

    | Die Schweden scheinen ihre Lektion gelernt zu haben. Aus «Respekt für die demokratischen Prozesse»
    | in der Schweiz nehmen Politiker, Behördenmitglieder und Experten mittlerweile nicht mehr Stellung zur
    | Gripen-Abstimmung oder zum Wirbel, den die unangebrachten PR-Versuche des Kampfjet-Herstellers
    | Saab ausgelöst haben sowie die «geheimen» Briefe des schwedischen Botschafters in Bern mit äusserst
    | undiplomatischen Passagen.

    Im Mai 2014 hatten die Schweizer den Ankauf von 22 Saab-Gripen per Volksentscheid abgelehnt, worauf die ansich schon Büten treibende Rhetorik wider Rußland zusätzlich einen Nachbrenner erhielt.
    Saab als Konzern und dessen Divisions krachten wie die sprichwörtlichen Semmeln, doch ein Deal mit Brasilien Ende 2014 über 36 Jets, lieferbar zwischen 2018 und 2020, brachte Linderung.

    Ist das ganze in trockenen Tüchern? — Nope! => Welt-Online vom 20.08.15: “Der verheerende wirtschaftliche Abstieg Brasiliens. Brasilien ist im Ausnahmezustand: Das Land kämpft mit dem stärksten Abstieg seit drei Jahrzehnten, die Preise steigen rasant. Die Lage dieser großen Volkswirtschaft kam mit langer Ankündigung.”

  7. Christian Weiss

    “Herr Superg’scheit
    Bitte!!!!!
    Hört endlich mit dem Märchen auf, RUS wäre in bester US-Manier einfach in der Ukraine einmarschiert. In der Ukraine gab es einen selbst verursachten Putsch, danach bürgerkriegsähnliche Zustände in denen die russischen Ukrainer ziemlich zum Handkuss kamen und daraufhin hat Putin Unterstützung geschickt, um die Landsleute nicht vollends niedermetzeln zu lassen.”

    Wie die Amerikaner haben es die Russen tatsächlich nicht gemacht. Jene pflegen nämlich in ein Land einzumarschieren und den Diktator wegzubomben und dann wieder zu gehen. Russland hat die Krim annektiert. Die dazugehörige Volksabstimmung war eine 100%ige Farce. Und mit dem Märchen, Russland wolle nur seine Landsleute unterstützen, kann dann der Despot von Moskau natürlich demnächst auch im Baltikum einmarschieren. Wenn ein paar NATO-Radschützenpanzer durch ein Estnisches Dorf rollen, ist das ja “Provokation” genug.

    Die Putinjünger sind wohl nicht erst seit Putins Oben-ohne-auf-Pferd-Bildern erotisch etwas aufgeladen und hoffen darauf, dass der neuer harte Mann mit strafender Hand und Rute den dekadenten Westen züchtigen möge. Der Hintern wird gern hingehalten. Es reicht wohl nicht, dass ihr grosses Idol schon in die Ukraine einmarschiert ist, Georgien angegriffen, in Tschetschenien gewütet hat und Syriens Diktator Assad unterstützt. Da muss noch was mehr gehen. Statt mal kleinere Brötchen backen und mal gucken, dass man allenfalls die Lebensgrundlagen des europäischen Volkes mit der geringsten Lebenserwartung etwas aufwerten könnte, will man halt immer noch im Konzert der Grossen mitspielen, obwohl man mit dieser maroden Stümpervolkswirtschaft, die in umgekehrt proportionalem Verhältnis zu den 18 Millionen Quadratkilometern und den 10’000 Atomwaffen steht, dort nichts verloren hat.

  8. Christian Weiss

    “Im Mai 2014 hatten die Schweizer den Ankauf von 22 Saab-Gripen per Volksentscheid abgelehnt, worauf die ansich schon Büten treibende Rhetorik wider Rußland zusätzlich einen Nachbrenner erhielt.”

    Anti-Russland-Rhetorik war weder während noch nach dem Abstimmungskampf zu hören. Und der Entscheid des Schweizer Volks ist und bleibt ein Fehler. Die Luftwaffe braucht dringend neue Kampfflugzeuge, will man eine glaubwürdige Luftverteidigung haben und keine Flugshowtruppe wie Österreich.

  9. cppacer

    @Christian Weiss
    Ihre Argumentation ist einseitig.
    Jeder würde sich wehren, wenn man ihm die Muttersprache verbieten wollte
    Tschetschenien ist ein Land mit Mohammedanern. Die Russen sind Orthodoxe Christen.
    In Syrien hat Russland geopolitische Militärinteressen.

  10. gms

    Christian Weiss,

    > Russland hat die Krim annektiert. Die dazugehörige Volksabstimmung war eine 100%ige Farce.

    Na das überrascht doch mal positiv, bekommt man in analogen Fällen argumentativ zumeist irgendwas jenseits der 100% aufgetischt und denkt dann sofort an Wald und Pfeifen.

    [“Im Mai 2014 hatten die Schweizer den Ankauf von 22 Saab-Gripen per Volksentscheid abgelehnt, worauf die ansich schon Blüten treibende Rhetorik wider Rußland zusätzlich einen Nachbrenner erhielt.”]

    > Anti-Russland-Rhetorik war weder während noch nach dem Abstimmungskampf zu hören.

    Das mag für die Schweiz gelten, deren Interna Sie mutmaßlich korrekter als ich zu beurteilen wissen. In der Waagschale allerdings liegt die Propaganda in Schweden, deren Obertanen eine eigentümlich anders gelagerte Sichtweise betreffend Rußland vertreten, als die Mehrheit der dortigen Bürger.

    Vergegenwärtigt man sich die Archive, hatte der veröffentlichten Darstellung folgend Rußland in der zweiten Hälfe 2014 mächtigen Appetit nicht nur auf die Ukraine, sondern auch auf das Baltikum und notabene Schweden. Wäre nicht ausgerechnet ein Schwede Nato-Generalsekretäre gewesen, müßten die Schweden wohl heute alle zwangsweise Wodka saufen.

  11. Fragolin

    @Christian Weiss
    Wer die westliche Gangart kritisiert ist also gleich ein “erotisch aufgeladener Putinjünger”.
    Da finden Sie sich im gleichen Club wie jene Keulenschwinger, für die jeder, der die Asylpolitik kritisiert ein nationalistischer Fremdenhasser und jeder, der sich nicht freudig dem Islam in die Arme wirft ein islamophober Rassist ist. Leider kann man mit Menschen, die bei jeder von ihrer eigenen abweichenden Meinung gleich die Keule auspacken, nicht argumentativ diskutieren. Schade eigentlich.

  12. Enpi

    Auf Stichwort kommen die Putintrolle ja alle wieder aus ihren russischen Höhlen gekrochen. Na welche Temperatur haben wir denn in St. Petersburg? Heute schon in der Warteschlange für den tollen orginal russischen Käse gestanden? (die ganz üblen französischen habt ihr in einem Anfall von Vaterlandsliebe ja unlängst plattgewalzt, hehe)

  13. sokrates9

    Christian Weiss@ Warum sollen die Russen in der Ukraine, einem korrupten Land, ärger wie Griechenland einmarschieren?Wegen ihrer Bodenschätze? wegen ihres Öl und Gasreichtums? So eine Blödheit lkann man Putin sicher nicht unterstellen ! Auch die baltischen Mickymousestaaten sind doch für den russischen Bären sicherlich kein Häppchen weswegen er sich bewegen wird! dass wenn die US 6 MRD in der Ukraine investiert um Rußland zu schaden, einen Putsch insziniert und den in der Ukraine lebenden Russen die Sprache verbieten will, der (richtige) Schutzreflex Putin´s aufwacht ist nachvollziehbar!

  14. Fragolin

    @Enpi
    Heute die getrockneten Froschpillen vergessen?

  15. Zoya Kosyanenko

    @empi
    Geht`s noch? Wann waren sie zuletzt in Petersburg?

  16. Enpi

    Dieser Thread hier scheint ein Sammelbecken für minderbemittelte Diktatorenfreunde allen Coleurs zu sein. Wenn Euch Gesindel unsere Demokratie nicht paßt, dann packt Eure Koffer und schleichts eich nach Moskau. Islamisten und Putinfreunde in den eigenen Reihen braucht der Westen nicht.

  17. Christian Peter

    @Enpi

    von ‘Demokratie’ kann in unseren Breitengraden doch keine Rede sein. Die politischen Systeme Russlands und Österreich unterscheiden sich weit weniger, als landläufig angenommen.

  18. Fragolin

    @Enpi
    Dachte ich mir doch. Froschpillen vergessen. Na dann nicht vergessen am Montag beim Therapeuten vorbeizuschauen. der kann zwar auch nix mehr rettten, aber neue Pillen verschreiben.
    Mahlzeit!

  19. cppacer

    @enpi
    Wenn Leute sie Sie der “Westen” sind, dann gute Nacht.Übrigens: Petersburg ist mir lieber als Moskau.
    PS: den Rat von Fragolin beherzigen!!

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