Schweiz: Grenzsicherung mit Wachtürmen und Zäunen?

“…..Das Wort wirkt wie aus der Zeit gefallen: Grenzbefestigungsanlagen. Der Bundesrat, so fordert SVP-Nationalrat Heinz Brand …., soll die gesetzlichen Grundlagen schaffen, damit Grenzbefestigungsanlagen erstellt werden können. Und er soll es ohne Verzug tun. Die Anlagen sollen aber nicht wie im Zweiten Weltkrieg feindliche Panzer stoppen, sondern Personen, die illegal in die Schweiz einreisen wollen. «In erster Linie Flüchtlinge. Es können aber auch Kriminaltouristen sein», sagt Brand. Unter Grenzbefestigungsanlagen versteht er alles, was hilft, «Menschenströme zu kanalisieren, zu überwachen und umzuleiten». Das können Beobachtungsanlagen wie Türme sein, aber auch Zäune und Mauern. Damit will Brand aber nicht die ganze Schweizer Aussengrenze von 1852 Kilometern umgeben, sondern sie dort einsetzen, wo sie notwendig sind. Er denkt dabei vor allem an die Schweizer Südgrenze, aber auch an die Region um Kreuzlingen….” (hier)

14 comments

  1. wbeier

    Wie wirksam technische Sperren angesichts eines organisierten Massensturms bleiben, ist fraglich. Aufwändig und teuer in Errichtung und Betrieb sind sie allemal. Konsequent zu Ende gedacht, wird man um den scharfen Schuss nicht herumkommen angesichts einer halben Milliarde Afrikanern, die auf ihren gepackten Koffern sitzen. Mag sich halt keine(r) ausmalen, aber wird darauf hinauslaufen, WENN man sich für ein robustes Grenzregime entscheidet.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/migranten-stuermen-grenzzaun-zu-spanischer-exklave-14600872.html

  2. Gerald Steinbach

    “””SP-Nationalrätin Chantal Galladé hingegen erachtet solche Aufbauten als einen komplett falschen Ansatz in der Flüchtlingspolitik: «Wenn man den Flüchtlingen die Reise erschwert, unterstützt man nur Schlepperbanden», sagt sie. “”

    Die Kritik der SP Nationalrätin kann man, wen man weltfremd genug ist, einiges abgewinnen
    Im Umkehrschluss hieße das ja, dass Grenzen unnötig sind und ein Welcome Taferl den Weg der Schutzbedürftigen weist und die Schlepper haben keine Arbeit mehr, toll

  3. Hanna

    @wbeier: Es gibt viele Leute, die bereits auf einen Massenansturm hoffen. Denn nur, wenn wir (= EinwohnerInnen von Einwanderungsländern) erleben, wie hunderttausende Kulturfremde ohne lebensbedrohlichen Fluchtanlass bei uns eindringen wollen und erwarten, dass wir sie finanziell einfach so erhalten, dann werden die Stimmen laut werden, die das Ende der “Flüchtlings”-Migration fordern werden, und diese Stimmen werden dann siegen und die Politik zwingen, scharf durchzugreifen. Allerdings könnte die Politikelite sich weigern und darauf warten, dass das Volk selber Maßnahmen setzt. Und das war’s dann mit Europa. Denn wenn es weiter solche Ungerechtigkeiten und solche Diskriminierung der Einheimischen gibt, dann wird sich der berechtigte Hass nicht mehr bremsen lassen. Wer keine Perspektive auf das Leben hat, das er/sie sich erarbeitet hat, hat auch nichts zu verlieren. Politiker und Linksgrüne Junge vergessen eines immer wieder: Wir MitteleuropäerInnen haben in unserer nahen Generationsverwandtschaft Menschen, die schwer traumatisiert aus dem 3. Weltkrieg hervorgegangen sind und, emotional und mental geschädigt oder krank, ihre Länder wieder aufgebaut haben. Das sind Traumen, die nie richtig verheilt sind, denn emotional kranke Eltern bringen emotional nicht wirklich funktionale Kinder hervor, die Mütter und Väter der heutigen Demo-StudentInnen. Also ist die Entwicklung wie wir sie heute sehen, dieses “Liebe und Grießschmarren-Denken” der Jungsozis vielfach auf mangelnde Nestwärme zurückzuführen. Aber unsere Leute wurden und werden wegen ihrer Kriegstraumen nie behandelt, ergo … Nichtgleichbehandlung und unbewusster Gram deswegen. Auch wenn das jetzt Pauschalierend ist, es gibt genug Studien weltweit, welche die Auswirkungen von Kriegstraumen über Generationen beschreiben. Wir werden mit Leuten überflutet, die uns einfach nicht guttun können, und die in den Kindern der “verlorenen Generation der Kriegskinder” (siehe Buch von Sabine Bode) alte Probleme wieder aufleben lässt. Daher kommt es auch, dass die Kinder der Kriegskinder-Kinder, die heutigen linksgrünen Demonstranten, kaum Verständnis für die “älteren Generationen” aufbringen und für “rechts” halten, was eigentlich ganz normal landes- und kulturverbunden ist. In diesem Sinne tobt ein Kampf der eigenen Generationen in unserem Land, die “Flüchtlinge” sind die Katalysatoren im negativen Sinn. Sie müssten alle raus, alle und Asyl in ihren eigenen Kulturkreisen suchen. Nur das wäre fair.

  4. Christian Weiss

    «Wenn man den Flüchtlingen die Reise erschwert, unterstützt man nur Schlepperbanden», sagt sie. Ach Madame Naiv wieder mal. Klar. Darum hohlt man ja inzwischen die Flüchtlinge praktisch vor der afrikanischen Küste ab. Das ist unglaublich mühsam für die Schlepperbanden, wenn sie jetzt noch weniger als vorher seetaugliche Boote bereitstellen müssen. Jetzt reichen schon Flosse.

  5. Fragolin

    @Gerald Steinbach
    Genau das ist ja die kranke Logik dieser Figuren.
    Man nimmt den Schleppern die Geschäftsgrundlage, wenn der Staat einfach alle gratis über offene Grenzen transportiert.
    Man nimmt den Dealern die Geschäftsgrundlage, wenn der Staat alle Drogen frei in den Trafiken verkauft.
    Man nimmt den Beutelschneidern die Geschäftsgrundlage, wenn der Staat gleich von allen Leuten alles Bargeld einzieht.
    Mit der gleichen Logik nimmt man Auftragsmördern die Geschäftsgrundlage, indem der Staat eine Atombombe draufhaut.
    Auf die Idee, den angeblich bösen rechten Hetzern die Geschäftsgrundlage entzieht, indem man alle kriminellen, amtsbekannten, beobachteten Eindriglinge zeitnah und nachhaltig des Staatsgebietes verweist, ist allerdings noch keiner gekommen.

    Da fällt mir gerade ein: Die armen Schlepper sind selbst nur arme Leute, die eine Geschäftsidee umsetzen, die hochriskant und daher auch bei Erfolg recht gut bezahlt ist (Angebot, Nachfrage und Risiko eben). Diesen armen Menschen aus der Dritten Welt wollen diese Rassisten also ihr bisschen hart erkämpftes Lohn und Brot neiden, ihre Existenz vernichten und ihre Kinder Not und Elend ausliefern?! Haben wir nicht gelernt, dass der Kampf gegen Rechts viel wichtiger ist und die größte Kraftanstrengung dem dienen soll, rechtspopulistischen Hetzern ihre Basis zu entziehen? Nun, eine Grenze, die es kriminellen Schatzsuchenden und sprenggläubigen Surensöhnen erschwert, im Windschatten hilfsbedürftiger Geflüchteter, die man bei sich daheim sowieso viel besser (nur eben nicht so medien- und propagandawirksam) schützen und versorgen könnte, in unsere Gesellschaft einzusickern, würde den achsobösen fremdenfeindlichen Hetzern ihre Argumente nehmen. Also, betrachtet Grenzzaun und Wachturm als antifaschistischen Schutzwall, dann fällt es euch nach historischer Erfahrung viel leichter, euch damit abzufinden, sogar dann, wenn dort als ultima ratio von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden muss. Geschickte Schlepper machen noch immer ein Geschäft, von dem sie ihre Kinder ernähren können (vielleicht auch als Bäcker oder Fahrradmonteur in einer von unseren Armeen geschützten Flüchtlingsstadt) und unsere politische Landschaft kann sich wieder geschlossen und von abweichenden Meinungen unbelästigt im linken Winkerl zusammenkuscheln.
    Na?

  6. Fragolin

    Übrigens würde man illegalen Waffenhändlern auch die Geschäftsgrundlage entziehen, wenn man einfach Waffenbesitz und freien Waffenhandel erlaubt. Komisch, dass die ihrer eigenen Logik nicht einmal stringend folgen können.
    Wahrscheinlich, weil die keine Logik haben sondern nur so daherplappern, postfaktisch aus dem Bauch heraus.
    Und solche Witzfiguren bekleiden politische Ämter und bekommen Geld dafür, statt am Rummelpatz zu sitzen und den Leuten für ein Almosen aus der Hand zu lesen…

  7. Thomas Holzer

    “SP-Nationalrätin Chantal Galladé………zudem habe sich gezeigt, daß die meisten Flüchtlinge gar nicht in die Schweiz, sondern nach Deutschland wollen”

    Mit dieser Erkenntnis sollte sie den Mut besitzen, Korridore durch die Schweiz für die “Flüchtlinge” zu fordern 😉

  8. Fragolin

    @Gerald Steinbach
    Putzig, wie in altbewährter Manier immer das Gegenteil von dem behauptet wird, was wirklich abläuft.
    Es sind nicht die Rechten, die in die Mitte rücken, sondern das System ist soweit nach links gedriftet, dass selbst die Mitte weit rechts davon liegt. Es gibt auch keinen Rechtsruck sondern eine Linksflucht (Dank an Hadmut Danisch, ich hätte sonst das richtige Wort nicht gefunden.) Die Leute kehren zur normalen Mitte zurück und finden sich plötzlich weit rechts der Deutungshoheiten.
    Was für eine Schmierenkomödie.

  9. mariuslupus

    Eine gute Idee. Heinz Brand kennt die Probleme, war lange Polizeidirektor des Kantons Graubünden. Es geht nicht darum Mauern zu bauen, sondern um durch mehr Grenzkontrollen mehr Ordnung und Sicherheit zu schaffen.
    Si vis pacem, para bellum.
    Zu der SP Politikerin, was die Schlepper betrifft. Soll sich doch bei ihren roten Kollegen in Brüssel erkundigen, wie sie ihre Schlepperorganisation im Mittelmeer, Frontex genannt, betreiben und mit welchen Auftrag sie arbeitet.

  10. Christian Peter

    @Fragolin

    ‘Besser Zäune und Maschinengewehrt an den Grenzen als auf jedem Volksfest’

    Damit ist alles gesagt. Es ist völlig verantwortungslos, an den Grenzen auf Zäune und Waffen zu verzichten, wenn dadurch der Einsatz von Waffen im Inneren erforderlich wird. Jeder Parksünder, der seine Strafe nicht bezahlt, wird letztendlich mit Androhung von Waffengewalt inhaftiert, warum sollten für illegale Einwanderer ganz andere Regeln gelten ?

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