6 Gedanken zu „Schweiz: Volksabstimmung über Erbschafts-Steuern

  1. FDominicus

    Das nennt sich Demokratie. Wo andere entscheiden was nach dem Tod mit dem gehaltenen Eigentum passiert. Erstaunlich, daß es darüber eine Abstimmung gibt. In diesem Fall gehe ich jedoch davon aus, daß es abgelehnt wird. Ansonsten würde wäre die Schweiz nur wie jedes andere Land auf dieser Erde, nur ein Räuber….

  2. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Das ist der! Wesenszug der Demokratie; andere entscheiden über einen selbst; und! die Mehrheit hat ja bekanntlich in der Demokratie immer “recht” 🙁

  3. FDominicus

    @Thomas Holzer
    Es ist noch etwas schlimmer. Es muß nicht einmal eine Mehrheit sein. Gegenbeispiel: Bei uns in D sind es gerade mal etwas über 600 die “nach eigenem Gewissen” entscheiden. Und das hat mit dem Wunsch der Mehrheit der Wähler (auch sehr zweifelhaft wenn nur noch unter 50% zum Wählen gehen)

    Somit ist Demokratie die Herrschaft von wenigen die dazu noch von einer Minderheit gewählt wurden, und bei denen die Wenigen keinerlei Möglichkeit haben auf die Gewählten Einfluß zu nehmen.

    Wenn es denn noch wirklich die Mehrheit wäre, wäre es zwar genauso Unterdrückung aber im Vergleich gerade dazu noch annähernd das für was Demokratie wirklich steht. Wir kombinieren derzeit das schlechteste an Demokratie mit dem schlechtesten an Eingriffsmöglichkeiten für jeden Einzelnen hier Lebenden…

  4. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Verzeihung, aber Sie sind ein hoffnungsloser Optimist 😉
    Demokratie ist per se eine sehr schlechte Regierungsform.
    Würde in Österreich “direktdemokratisch” darüber abgestimmt werden, ob es Erbschafts- und Vermögenssteuern geben soll, gäbe es eine überwältigende Mehrheit bei einer hohen Wahlbeteiligung.
    Das vulgus populus, welches eben (leider) die Mehrheit darstellt, würde alle anderen so lange schröpfen, bis diese Anderen auch nichts mehr haben; sprich bis alle gleich arm sind.

  5. Reinhard

    Immer wieder putzig sind die Argumentationsschnörkel derjenigen, die Demokratie nur als Werkzeug zur Durchsetzung ihrer Ideologie akzeptieren.

    Krähten sie lauthals bei der Ablehnung der minarettgekrönten Moscheebauten, dass es ein Unding sei, wenn Leute, die gar keine Moslems wären, darüber bestimmen würden, an welche Regeln sich diese zu halten haben, so fordern sie jetzt vollmundig dazu auf, dass Leute, die selbst nichts erben werden darüber bestimmen, welche Strafzahlungen jemand für das offensichtliche Verbrechen zahlen muss, vorsorgende Eltern gehabt zu haben.

    In einem System, in dem eine ganze Generation sich auf Kosten ihrer Nachfahren gemästet hat, ist die Weitergabe von Gut an jene Nachfahren wahrlich eine schwere Straftat. Die folgenden Generationen haben gefälligst den Schuldenberg für die Fettlebe der Vergangenheit abzuarbeiten, da kann es nicht sein, dass Einzelne noch von den Essensresten der Wohlstandsgelage profitieren.

  6. Christian Weiss

    Naja, wenn man die Ergebnisse aller in der Menschheitsgeschichte ausprobierten Herrschafts- und Regierungsformen analysiert, wird man wohl zum Schluss kommen, dass die direkte Demokratie die Eigentums- und Persönlichkeitsrechte noch am besten schützt. Monarchien, Aristokratien, Diktaturen und repräsentative Demokratien erheben Steuern und greifen in die Privatsphäre ein, ganz wie es den jeweiligen Fürsten, Duces und Präsidenten beliebt. In der direkten Demokratie wird man wenigstens noch gefragt, ob man einverstanden ist. Immerhin ein psychologischer Vorteil.

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