Schweizer Aussenminister befürchtet Untergang der EU

«Potenzielle Implosion der europäischen Konstruktion»: Laut einem vertraulichem Protokoll ist der (schweizer, Anm.) Aussenminister pessimistisch, was die Zukunft der EU betrifft.” (hier)

11 comments

  1. Thomas Holzer

    Warum “befürchten”?
    Ein Untergang der EU in der gegenwärtigen Form würde zu einer positiven “Entfesselung” der Bürger und der Wirtschaft auf dem Kontinent Europa führen! 🙂

  2. world-citizen

    Ein “Untergang” der EU würde ein Absinken Europas in die Bedeutungslosigkeit nach sich ziehen und davon wäre zwangsläufig auch die Schweiz betroffen. Der Untergang eines großen Schiffes zieht naturgemäß auch die kleinen Boote in dessen naher Umgebung mit in die Tiefe. Und man kann die Schweiz nicht einfach aus Europa herausschneiden und anderswo platzieren.

  3. Thomas Holzer

    @WC
    Verzeihung, aber Blödsinn
    Nicht die Größe ist entscheidend, sondern Flexibilität, Innovationskraft. Schnelligkeit

  4. world-citizen

    Flexibilität? Die Schweizer sind nicht gerade für ihre Flexibilität bekannt, sondern eher für die Einzementierung von altgewohntem.
    Aber langsam beginnen auch sie zu behirnen, daß sie im selben Boot sitzen, wie alle anderen Europäer.

  5. Rennziege

    Nach eingehender Lektüre des zitierten Artikels der “Basler Zeitung”, auch zwischen den Zeilen lesend, könnte die Titelzeile dieses Threads auch lauten:
    “Schweizer Aussenminister erhofft Untergang der EU”

  6. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>> “Schweizer Aussenminister erhofft Untergang der EU” <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Wenn das so wäre, warum haben die es dann so eilig mit einem neuen Vertrag? Das ist doch ein Widerspruch.

  7. Rennziege

    21. Dezember 2013 – 15:51 — world-citizen
    “Das ist doch ein Widerspruch”, vermuten Sie.
    Ist es aber nicht. Alle, die aus eigener Kraft ein Rettungsboot zu Wasser bringen konnten, sahen dem Untergang der “Titanic” naturgemäß etwas gelassener zu als die leider Ertrinkenden. Um so mehr, wenn die Penunzen der EU-Admiräle eh längst an Bord der “Helvetia” in Sicherheit gebracht wurden.

  8. Reinhard

    @wc
    Ihr hinkender Vergleich illustriert den großen Irrtum, auf dem die ganze Argumentation der glühenden EU-Befürworter basiert. Oder auch die Durchsichtigkeit der Scheinargumentation, die sich einer Ausrede bedient um die unbequeme Wahrheit zu verschleiern.

    Erstens: “Ein “Untergang” der EU würde ein Absinken Europas in die Bedeutungslosigkeit nach sich ziehen…”
    “Europa” als Einheit gibt es nicht und die “EU” ist nur eine Institution, aber kein Kontinent. Einige Staaten Europas nutzen die geografische Nähe zu enger Zusammenarbeit, daraus kann von innen heraus eine starke Staatengemeinschaft entstehen, die auch den großen Wirtschaftsmächten die Stirn bieten kann. Interessanterweise konnte z.B. Deutschland dies auch, ohne zwangsfusioniert zu werden mit Staaten der südlichen Peripherie.

    Zweitens: “Der Untergang eines großen Schiffes…” Und politisch ist die EU absolut bedeutungslos; Lady Ashton das Nummerngirl für einen Diplomatenapparat, der parallel zu den nationalen Diplomatien sein Schattendasein führt.
    Die EU ist kein großes Schiff sondern eine Flotte einzelner Schiffe, die sich vertraglich aneinandergebunden haben. Anstatt aber grundsätzlich den gegenseitigen Nutzen als Grundlage eines Vertragswerkes zu definieren, wurde Fusionierung zum Selbstzweck des Wachstums betrieben; aus dem Mantel, der um die europäischen Staaten gelegt werden sollte, um den Organismus vor der Kälte zu schützen, wurde ein Korsett, dass ihn heute abschnürt.

    Wie es eine imaginäre “Wirtschaftskraft Europas” stärken soll, wenn man die wenigen wirklich wirtschaftsstarken Länder in der Nachbarschaft gezielt schwächt, soll mir mal irgendeiner der präpotenten “”wirtschaftsweisen” schlüssig darlegen. Wie man die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines ganzen Kontinentes stärken will, indem man intern ganz offen den letzten halbwegs laufenden Motor abwürgt und seine Exportstärke rüffelt, ist nicht nachvollziehbar.

    Wenn die EU untergeht, geht nicht Europa unter, sondern das Korsett um die Wirtschaftskraft der starken Staaten wird gelöst. Aber da offenbart sich der eigentliche Sinn der EU; es geht nämlich niemals (und ging es nie, denn das war der erste Sinn der Montanunion, aus der EG und EU entstanden) um Europas Bestehen am globalen Markt sondern um die Knebelung Deutschlands, das nie und niemals wieder so groß werden darf, dass es so etwas wie Stolz oder Selbstvertrauen entwickeln darf.

  9. Thomas Holzer

    @WC
    wären z.B. die Schweizer Uhrenmanufakturen durch ähnliche Verträge geknebelt worden, wie z.B. die Wirtschaft generell in EU-Europa, wäre dieser Teil der Wirtschaft in der Schweiz wirklich an die Wand gefahren worden; wie es die Kommission bewußt jeden Tag in EU-Europa “tut”, obwohl man “Tunwörter” tunlichst vermeiden sollte.

  10. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>> “Europa” als Einheit gibt es nicht und die “EU” ist nur eine Institution, aber kein Kontinent. Einige Staaten Europas nutzen die geografische Nähe zu enger Zusammenarbeit, daraus kann von innen heraus eine starke Staatengemeinschaft entstehen, die auch den großen Wirtschaftsmächten die Stirn bieten kann. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Ja, und was ist ein Staat? Eine Verwaltungszone und sonst nichts. Wenn man in der Steiermark (längst überfällig) Bezirke und Gemeinden fusioniert ist nicht gesagt, dass man nicht dasselbe mit Staaten machen kann. Neben der wirtschaftlichen und politischen Stärker werden dadurch auch noch Unmengen an Verwaltungskosten eingespart. Es ist nichts anderes als eine Neuorganisation Europas.

    Die Mauern wurden bereits geschliffen, nun muss man sie eben auch aus den Köpfen der Menschen raus bringen. Ein neues Betriebssystem ist vonnöten.

    http://3.bp.blogspot.com/-z1oW9c5SNow/UkCaUySB3gI/AAAAAAAAB-k/Fy2qNcG-b4E/s1600/DSCN7772.JPG

  11. Stefan Wehmeier

    Bevor sie demnächst wieder aufgelöst wird, ist der einzige Zweck der “Europäischen Währungsunion” – dessen sich die “hohe Politik” am allerwenigsten bewusst ist – die Verwirklichung der echten Sozialen Marktwirtschaft (Natürliche Wirtschaftsordnung) in der Bundesrepublik Deutschland:

    Persönliche Freiheit und Sozialordnung

    Mit dem Ersatz der vorherigen Landeswährungen durch den Euro und damit auch der Eliminierung freier Wechselkurse wurde die Zinsumverteilung zwischen den europäischen Staaten soweit erhöht, dass die wirtschaftlich schwächsten in die Zinssklaverei und an den Rand des Staatsbankrotts getrieben wurden, während vor allem die deutsche Volkswirtschaft davon profitierte. Die unbewussten und eigentlich irrationalen Handlungen der europäischen Politiker, die zu dieser Situation geführt haben, erweisen sich im Nachhinein als überaus vorteilhaft für die schnellstmögliche Durchsetzung der Globalen Sozialen Marktwirtschaft, die allerdings nicht mehr von der “hohen Politik”, sondern vom arbeitenden Volk initiiert wird.

    Sobald die globale Liquiditätsfalle evident wird (voraussichtlich im Frühjahr 2014), werden überall auf der Welt immer mehr Geldersparnisse aus der langfristigen Anlage abgezogen und sowohl auf Girokonten als auch in Bargeld liquide gehalten, während ein Teil dieser internationalen Ersparnisse zum letzten “sicheren Hafen” fließt, d. h. nach Deutschland. Die deutsche Volkswirtschaft wird sich also noch für eine gewisse Zeit über Wasser halten können, während im Rest der Welt immer mehr Massenentlassungen zu fortschreitendem Zerfall der öffentlichen Ordnung führen und in einigen Ländern bereits “The Mob Rules”.

    Nicht die Vernunft, sondern Angst – in der es zumindest in Deutschland noch möglich ist, den eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen – wird die Masse des deutschen Volkes zu der einen Erkenntnis bringen: Wenn auch bei uns das Geld nicht mehr umläuft, verlieren wir alles, also brauchen wir eine konstruktive Geldumlaufsicherung! Alles Weitere ergibt sich von selbst:

    Der Wille zur Macht

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