Schweizer Drogenbeauftragter für völlige Drogen-Freigabe

“….Die Provokation sitzt. Michael Herzig, bis im Juni dieses Jahres Drogenbeauftragter der Stadt Zürich, kritisiert, die Drogenpolitiker seien hierzulande bequem und denkfaul geworden. Er will deshalb die Drogenfrage neu denken und schlägt vor, die Betäubungsmittelliste abzuschaffen und alle Drogen, egal, ob hart oder weich, ob Kokain oder Cannabis, zu legalisieren. …” (Gute Analyse in der NZZ)

13 comments

  1. rubens

    Man schaue sich die Reingefallenen an, die Drogensüchtigen, die haben von einer Legalisierung gar NICHTS. Diese sind arme Kreaturen mitsamt den Familien, die darunter leiden, mitsamt der Volkswirtschaft, die geschwächt ist.

    Menschen brauchen Grenzen. Das gibt Sicherheit. Auch wenn Liberale keine Grenzen wollen, sollten auch Liberale bedenken, dass eine Volkswirtschaft nicht nur aus starken festen Charakteren besteht.

  2. Christian Weiss

    “Man schaue sich die Reingefallenen an, die Drogensüchtigen, die haben von einer Legalisierung gar NICHTS -”
    Und was haben diese Leute von einem Verbot? NICHTS. Sie sind trotzdem drogensüchtig, arme Kreaturen mitsamt Familien, die darunter leiden. Der Unterschied ist nur, dass die Drogensüchtigen – Drogenverbot sei Dank – jahrzehntelang für schlechten Stoff viel Geld bezahlt haben und kriminelle Organisationen finanziert haben.

  3. DNJ

    Am besten wär glei a Diktatur, die den Leuten sagt, was richtig ist net woar, Rubens? Ich vermute, Sie sind irgendwie im staatlichen Justizapparat oder dessen Profiteure zu verorten.

  4. Thomas Holzer

    @DNJ
    Nein, Rubens ist eine stramme TS-Anhängerin; nur das Problem bei denen ist: sie haben keine Ahnung von libertärem Gedankengut 😉

  5. rubens

    Herr Holzer
    Wahrscheinlich haben wir mehr Ahnung, als Sie denken. Wir sind Praktiker.
    Christian Weiss
    Oh Gott, jetzt haben sie auch noch zu viel bezahlt, na sowas. Vielleicht sollte man eine Restitutionsbehörde aufmachen. 😉
    DNJ
    Ich bin überhaupt kein Profiteur, weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und sehe die Tragik der Betroffenen und des Umfelds.

    An alle
    Ich sehe schon, Sie haben zwar wenig Argumente – nur Vorwürfe -, dreschen einfach los. Das ist bestimmt nicht libertär was Sie allesamt hier machen. Motschgern und wenn es schief gegangen ist, weiter laufen lassen, das wird nicht ausreichen, meine Herren.

  6. Christian Peter

    Wer nimmt das linksliberale Drogenliberalisierungsgewäsch noch ernst ? Beim Drogenkonsum verhält es sich wie bei der Tauben- und Rattenplage : ohne Abwehrmaßnahmen ufern die Probleme aus, Städte würden sich sukzessive in unbewohnbare Drogen-Kloaken verwandeln.

  7. Christian Weiss

    @ rubens

    Tatsache ist, dass Drogen wie Kokain, Cannabis, MDMA, LSD, Heroin, usw. – mit wenigen Ausnahmen bei Cannabis – auf der ganzen Welt verboten sind. Trotzdem werden sie konsumiert. Das Verbot ist also wirkungslos. Die, die das Verbot zu schützen vorgibt, kann es nicht schützen. Es gibt stattdessen Erfahrungswerte und Indizien, die nahelegen, dass sich das Verbot negativ auf die soziale Situation und die physische und psychische Gesundheit auswirkt.

    Den am besten dokumentierten Vergleich zwischen Drogenlegalisierung und Drogenverbot hat man beim Alkohol. Während diese – übrigens recht schädliche und mit hohem Abhängigkeitspotenzial versehene – ausserhalb des islamischen Raums legale Droge heute zu bezahlbaren Preisen und in guter Qualität von allerlei Brauereien, Kellereien und Brennereien produziert wird, starben während der amerikanischen Prohibition rund 10’000 Personen an Vergiftungen durch schlechten Alkohol. Die organisierte Kriminalität griff um sich und konnte bis zum heutigen Tage nicht mehr richtig eingedämmt werden.
    Auch interessant: In New York gab es anfangs der 1920er-Jahre 32’000 illegale Kneipen. Das waren mehr als doppelt so viele, wie es vor der Prohibition legale gab. Das durch die Illegalität der Geschäfte entstandene Schwarzgeld liess übrigens auch die politische Korruption explodieren.

    Die schlechten Erfahrungen, die man mit dem Verbot des Alkohols gemacht hat, sind so enorm, dass eine schrittweise Legalisierung anderer psychoaktiver Substanzen mit der Beobachtung der Auswirkungen sicher nicht dümmer ist, als am Verbot festzuhalten.

  8. Christian Weiss

    @ Christian Peter: Der Bahnhof Zoo in Berlin war eine Drogenkloake. Der Platzspitz und der Bahnhof Letten in Zürich waren Drogenkloaken. War in einer dieser Städte der Konsum oder der Vertrieb von Heroin jemals legal?

  9. Enpi

    Die Frage ist doch eher, wieviel Prozent der Bevölkerung vermehrt zu Koks, Opium, Meth oder Heroin greifen würde, wenn alle Drogen legal erhältlich sind? Wieviel Prozent werden heutzutage durch das Verbot, und den hohen Preis, einfach abgeschreckt, es zu konsumieren?

    Warum sollte ich die Rehas einer durch die leichte Erhältlichkeit erst entstehenden Heerschaar an Methabhängigen bezahlen?

    Falls diese Fragen zufriedenstellend geklärt sind, kann man finde ich durchaus über eine liberalere Drogenpolitik nachdenken. Jeder freie Bürger ist hier selbst für seine Konsumvorlieben verantwortlich.

  10. Christian Peter

    @Christian Weiss

    Sie sagen es. Trotz Verbote gibt es genügend Drogenkloaken, wie etwa in manchen Bezirken in Paris, wo man keine Mieter für Geschäftslokale mehr findet, weil alles abwandert. Wie würde die Welt ihrer Meinung nach ohne Drogenverbote aussehen ?

  11. Thomas Holzer

    Wer nimmt eigentlich noch diesen verunglückten Zwangsbeglücker namens Christian Peter ernst?!
    Wes es nach ihm ginge, und alle von ihm geforderten Verbote durchgesetzt worden wären, gäbe es nur noch solche Heilige wie ihn in diesem Land und auf der ganzen Erde, und alles wäre Friede, Freude Eierkuchen

  12. Wernervt

    Hat sich eigentlich schon einmal jemand überlegt, wie es nach einer Legalisierung aller Drogen mit den Punkten “Konsumentenschutz” oder “Produkthaftung” aussieht? Der Beipackzettel für Heroin oder Meth ist sicher nicht kurz!

  13. Christian Peter

    @Wernervt

    aber bitte. Drogen gibt es auf Kosten der Steuerzahler gratis in Apotheken und in der Verfassung wird ein bedingungsloses Grundrecht auf Drogenkonsum verankert.

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