Schweizer müsste man sein…

Warum die Franken-Aufwertung die Schweiz reicher gemacht hat – und der weiche Euro uns ärmer macht. hier.

7 comments

  1. H.Trickler

    Ob die Aufwertung nicht nur einzelne superreiche Schweizer noch reicher gemacht hat, wird sich noch weisen müssen.
    Für die Exportindustrie ist es ein harter Schlag und es könnte sich sehr wohl auf den Beschäftigungsgrad und dann auch senkend auf die Löhne auswirken!

  2. Rennziege

    Lassen wir die glücklichen Schweizer, die zu allen Zeiten kluge Entscheidungen getroffen haben, einmal außer Betracht. Was uns wuschig machen sollte, ist …
    (a) Eichenbergers Fazit, dass abgewertete Währungen für Armut der relevanten Bevölkerung sorgen;
    (b) dass der Euro (nicht nur wegen der levantinischen Gauklerbanden und deren willfähriger Alimentierung) vor unseren Augen geradezu schwindsüchtig dahinwelkt,
    (c) .. dass Draghis EZB sowie die Brüsseler Kaviar- und Champagner-Eliten sich für diese absaufende Währungspolitik auch noch als Rettungsschwimmer aufspielen.
    (d) Last but not least: Die europäischen Medien, mit Ausnahme der britischen, wollen oder dürfen diese Schmierenkomödie nicht bemerken.

  3. FDominicus

    Die SNB hat nicht alles richtig gemacht. Es war ein Fehler diesen 1,2 Deckel zu ziehen. Sie hat den Firmen für 3 Jahre die Zeit genommen mit einem stärkeren Franken umzugehen. Und natürlich hat sie 3 Jahre die Bürger der Schweiz vor günstigeren Einkäufen abgehalten.

  4. Rennziege

    Wie Sie zu meinen geruhen, Meister D.
    Die Finanzwelt erlaubt sich, das anders zu sehen als Sie. Ich tu’ das auch, submissest.

  5. Christian Weiss

    “Ob die Aufwertung nicht nur einzelne superreiche Schweizer noch reicher gemacht hat, wird sich noch weisen müssen.
    Für die Exportindustrie ist es ein harter Schlag und es könnte sich sehr wohl auf den Beschäftigungsgrad und dann auch senkend auf die Löhne auswirken!”

    Na wie es ausschaut, fallen die Preise der Konsumgüter bereits und das real verfügbare Einkommen und Vermögen steigt für alle Schweizer.
    Abgesehen davon, dass die Schweizer Exportindustrie schon weit gewaltigere Aufwertungen des Franken erlebt hat, sind die Kassen der Unternehmen allgemein gut gefüllt und der starke Franken ermöglicht genau jetzt Investitionen in modernere Produktionsmittel, welche die Produktivität der Schweizer Unternehmen verbessern. Die Produktivität – in den letzten Jahren wegen der Personenfreizügigkeit und der dadurch verfügbaren günstigen Arbeitskräfte eher stiefmütterlich behandelt – war seit jeher das Steckenpferd der Schweizer Exportindustrie und einer der zentralen Gründe, warum in der Schweiz die tiefen und mittleren Einkommen um 100 und mehr Prozente höher liegen als im EU-Raum.

    Die Gleichung “schwache Währung = starker Export” wird immer wieder bemüht, doch hält sie der Realität überhaupt nicht stand. Länder mit schwacher Wettbewerbsfähigkeit entwerten ständig ihre Währungen und senken so den Reformdruck. Die Folge sind geringe Produktivität und die vordergründig fürstlichen Gehaltserhöhungen, welche die parasitären und mafiösen Gewerkschaftsstrukturen durchgesetzt haben, werden einfach per Abwertung wieder auf ein normales Mass zurück gestutzt.
    Die Exportstärke der Schweizer Wirtschaft mit ihrer im internationalen Vergleich stahlharten Währung spricht klar gegen die These, dass weiche Währungen irgendwie gut wären für den Export.

  6. Christian Weiss

    Bezüglich Reformdruck noch eine Anmerkung: Ich bin vorsichtig optimistisch, dass die Aufwertung des Frankens und die damit verbundene Steigerung der Lohnkosten in der Politik Reformdruck bzw. Kosteneinsparungsdruck auslöst, der schwachsinnige Experimente wie die “Energiewende” oder die vorgesehenen “Lenkungsabgaben” (Im Bürgerstaat sowieso ein staatspolitisches No-Go) auf Brennstoffen und Strom vom Tisch fegt. Endlich werden auch wieder mit mehr Nachdruck die Probleme in der öffentlichen Verwaltung angesprochen, die inzwischen ohne jeden Nutzen für die Einwohner der Schweiz irrwitzig aufgebläht wird.

  7. FDominicus

    @Rennziege:
    “Die Finanzwelt erlaubt sich, das anders zu sehen als Sie.”

    Ja deren Nutzen haben sie ja eindrucksvoll bewiesen. Und da wir der “Finanzindustrie” erlauben Ihre Sichtweise durchzubringen, stecken wir genau in dem Schlamassel in dem wir eben sind. Geld aus dem Nichts, Zinsen für Nichts, mehr verleihen als man hat und dazu noch die unglaublich positiven Auswirkungen der Banken der Banken.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .