Schweizer Notenbank mit Mega-Verlusten

“Tiefrot wie erwartet: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat 2015 einen Verlust von 23,3 Milliarden Franken geschrieben. Sie hat bereits Anfang Januar einen Verlust in der Grössenordnung von 23 Milliarden Franken angekündigt. Der Löwenanteil des Verlustes geht auf die Fremdwährungspositionen zurück. 19,9 Milliarden Franken betrug dieser Verlust, wie die SNB am Freitag die angekündigten Zahlen vom Januar präzisierte. Der Gewinn auf den Frankenpositionen betrug 1,2 Milliarden. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 4,2 Milliarden Franken nach einem Plus von 4,1 Milliarden Franken im Vorjahr.” (hier)

One comment

  1. gms

    Wer glaubt, nur FED und EZB hätten mit QE1 bis QEx die Welt geistekrank mit buntem Papier beklebt (rund 85 bzw. 60 Mrd pro Monat), der möge einen Blick auf den Chart der SNB werfen und dabei den 10 Jahres- oder gar den maximal mögliche Zeitbereich auswählen. [1]
    Unmittelbar nach 2008 wurde in der Schweiz die Währungsmenge M0 (Noten und elektronisches Zentralbank’geld’) verdoppelt, sie fiel danach kurz tiefer und schnellte danch bis heute zum Achtfachen (8x) des Vorkrisenniveaus. Das wirkt — und es kostet Wohlstand!

    Die Erklärung dafür ist simpel: Im monäteren Race to the bottom mit den USA, Japan und Europa hatten es die Schweizer verdammt schwer, ihren Franken niederzuprügeln, zuerst im krampfhaften Halten der 1,20.- zum Euro und danach im Verhindern von echten Kursen weit unter Parität. ECB und FED, die davor schon konstant die Schleußen offen hielten und damit die Sache mit den Subprimes evozierten, reichten von 2008 bis heute eine Vervierfachung (4x) von M0.

    Wozu hat das gereicht? – Alles was eine Banklizenz hat oder in der Nähe einer solchen residiert, wurde mit Lappen vollgestopft bis unter den Plafond. Zeitgleich ging Giraldgeld durch die Begleichung privater Schulden zurück, die Gesamtmenge aber wurde durch gigantische Quantitäten von M0 mehr als überkompensiert.

    Das ist der einzige Grund, warum wir bei aktueller ökonomischer Flaute dennoch selbst künstlich tief geschönte Teuerungsraten über Null erleben, die von den Hampelmännern der Eliten krampfhaft in Richtung einer orwell’schen Kaufkraftwahrung inform von knapp unter 2% Verlust fürs Volk getrieben wird.

    Eliten drücken dem Rest der Welt absichtlich einen Neo-Keyensianismus auf. Der dummen Masse wird über die Gatekeeper der Unis und Medienorgeln eingetrichtert, ein Patient würde gesunden, so man das Thermometer anheizt oder kühlt und ihm mit Anlauf hinten hinein rammt.
    Wenn man nur lange genug so tut, als wäre das Opfer gesund, und gesund ist der Propaganda nach ein konstanter Kaufkraftverlust, dann steht es auch irgendwann wieder genesen auf.

    Stimmt schon, der Patient klebt noch immer am Bett, aber morgen läuft er wieder. Morgen war in der Rückschau der Neo-Keynesianer die Prognose nicht vollkommen korrekt, aber heute weiß man schon, wonach der noch heftigere Einlauf das Unheil gewiß verscheucht. Wenn Irsinn, den jeder 5Jährige als Betrug durchschaut, nur intensiv genug betrieben, wird, dann, ja dann wird alles gut. Versprochen – eure Zentralbanker.

    Daß in diesem Ratrace nun sogar die kreuzbraven Schweizer 23,3 Milliarden Franken in einem Jahr versemmelten, sollte ihnen eine Lehre sein. Die anderen lernen es garantiert nicht mehr.

    “It is better to be alone than in bad company.” — George Washington
    [1] tradingeconomics.com/switzerland/money-supply-m0

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