Sebastian Kurz: “Wir wirken satt, selbstzufrieden und träge”

“…..Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hält die EU international nicht mehr für wettbewerbsfähig. „Wir wirken satt, selbstzufrieden und träge, haben leider oft nicht mehr den Willen, an der Spitze zu sein“, schreibt Kurz in einem Gastbeitrag für die „Welt“ (Donnerstagsausgabe). Viele Debatten drehten sich in Europa „nur mehr darum, wie der bestehende Wohlstand noch weiter umverteilt werden kann, statt darum, wie wir Innovation und Wachstum fördern können“.

Als Beispiel nennt der österreichische Bundeskanzler den „utopisch erscheinenden“ europaweiten Mindestlohn oder die Schaffung neuer Behörden. Der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer sei daher „bei ihrer Warnung vor einer europäischen Sozialunion nur beizupflichten“.

Er halte die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron „mit angestoßene“ Debatte für „sehr wichtig“, schreibt Kurz. Während man in Europa bis heute globale Standards setze, was Freiheit und Demokratie betreffe, „so setzen wir heute nicht mehr die Standards, was Innovation und Wachstum betrifft. China als neue Supermacht wächst zur größten Volkswirtschaft der Welt heran. Zugleich entwickeln sich gerade auch kleinere Staaten wie etwa Singapur oder Israel mit einer Geschwindigkeit, die wir in Europa schon lange nicht mehr kennen“, so Österreichs Bundeskanzler weiter. mehr hier

13 comments

  1. Dieuetmondroit

    Mit solchen Ideen gewinnt man in Österreich keine Wahlen. Schon seit fast 50 Jahren nicht mehr.

  2. Herbert Manninger

    Kurz übersieht aber unfairerweise unsere boomende Asylindustrie, die so viele Jobs schafft, ob für Betreuer, Anwälte oder Justizwachebeamte.
    Moralische Hochtechnologie, weltweit führend.

  3. nattl

    Eine typische pauschalierende Beleidigung des Soros-Bürscherls, wie vor ein paar Jahren die Aussage, die Zuwanderer wären gebildeter als die durchschnittlichen Österreicher.

    Gerade die Besitzstandswahrer- und Oberblockiererpartei ÖVP hat es notwendig von sowas zu sprechen. Das Beste Beispiel hierfür ist der aktuelle Umgang mit Uber…

    Ich persönlich (und ich nehme an viele andere die ähnlich denken) verwehre mich gegen diese Beleidigung. Ich bin weder satt, noch selbstzufrieden, noch träge. Das ist die Beamten-, Funktionärs- und Politikerkaste, der nur wichtig ist, hochdotierte Posten zu erwerben und der arbeitenden Bevölkerung mit Reglementierungen und Einschränkungen und sinnlosen Vorgaben (DSGVO, Artikel 13, Registrierkasse etc.) Kosten und Mehraufwände zu schaffen, während sie selber rotweinschwenkend auf Tagungen und Symposien die Eier schaukeln.

    Ich bin letztens wieder zufällig meine Firmenunterlagen zur Firmengründung durchgegangen und war schockiert, wieviele Anträge und Bewilligungen ich damals brauchte. Dabei habe ich mich wieder daran erinnert, wie die schwarze “Wirtschafts”-kammer mir bei der Unternehmensgründung krampfhaft auszureden versuchte, mich selbstständig zu machen.

    Eines der systemischen Probleme der EU und Österreichs ist die ÖVP. Der Herr Kurz hat lediglich den verrosteten schwarzen Bestattungswagen, der nur vom eigenen Rost und Dreck zusammengehalten wird, türkis lackiert und verkauft diesen jetzt als spritzigen neuen Sportwagen. Leider hat er mit diesem Scam bei vielen Österreichern Erfolg.

  4. Sokrates 9

    Das jetten rund um die Welt zeigt Wirkung bei Kurz! Bravo!Besuche im Silikon Valley,China,Israel sind doch nicht spurlos an ihm vor über gegangen!Jetzt soll er nur noch Überlegenheit was die EU die letzten Jahre positives gebracht hat!Themen Eurorettung,Griechenland,Brexit,Sanktionen,Energiewende,Streit mit USA,Russland,China,Türkei,Nahostpolitik,Verhinderung von Zusammenschlüssen ,(Siemens/Ahlstroem) usw..Ob ihm da der Visionär Karas weiter hilft darf bezweifelt werden!

  5. Nattl

    @Sokrates9

    Kurz’ Vorteil ist, dass er eine zerstrittene, unfähige Opposition hat und eine Partei voller Unfähiger als Koalitionspartner. Der ÖVP-Spitzenkandidat für die EU-Wahl könnte eine Vogelscheuche sein, die ÖVP würde dennoch haushoch gewinnen…

  6. humanist

    Kanzler Kurz meint doch nicht Sie, werte Nattl, sondern die europäischen Apparatschiks Merkel, Macron, Juncker und weitere linke Etatisten und Nutznießer satter Umlagefinanzierungen. Er hat mit ALLEM, was er hier sagt, völlig Recht, und betritt “europäisches Neuland” (abgesehen von Salvini und anderen Lichtgestalten) damit. Er macht das halt nicht mit der Brechstange, sondern mit Feinheit. und fortune. Dafür danke ich ihm. M.E. einziger Fehler: Orban gegen des linken Apparatschiks Weber dumme Agitation (Belohnung: eine Anne Will Einladung! …wie billig) NICHT zu verteidigen. Bravo Kurz! weiter so. …schneller immer gern, der frust sitzt bei jedem Nichtumlagefinanzierten wie Nattl und mir tief, aber Hauptsache, daß!!!

  7. Falke

    Kramp-Karrenbauer wird mir übrigens fast sympathisch: Grenzt sich immer mehr von Merkels Willkommenspolitik ab, lehnt die roten milliardenschweren Sozialforderungen ab, ebenso wie Macrons Träume von einem EU-Bundesstaat, und vor allem: macht sich – ganz politisch unkorrekt – über die Berliner rot-grünen Gender- und Drittgeschlechtsidiotien lustig, was ihr natürlich bei den geist-, witz- und humorbefreiten Deutschen einen richtigen Shitstorm eingetragen hat.

  8. Cora

    Kurz hat mit allem Recht. Und er ist auf dem Titelblatt der “Welt”, es kommt ihm damit eine Aufmerksamkeit zuteil, die einem österreichischen Bundeskanzler seit langem nicht mehr geschenkt wurde. Merkel, Macron und Juncker können einpacken.

  9. nattl

    @humanist Kurz ist eine Mogelpackung. Dabei bleibe ich. Und er wird alle, die an ihn glauben, enttäuschen. Punkt. Ich habe wegen ihm 2012 der ÖVP den Rücken gekehrt. Erist nach wie vor in der Europa-NGO von Herrn Soros Mitglied, auch wenn man das auf der Website zu verstecken versucht: https://www.ecfr.eu/council/members

    Ich möchte wirklich niemanden beleidigen, aber wer daran glaubt, dass Kurz ein Verbündeter ist, der ist furchtbar naiv. Kurz ist ein Globalist und wird uns alle verkaufen.

  10. Der Realist

    Nicht wir, sondern jene, die sich schon jahrelang in Brüssel ihren Speck anfressen. Wie ich schon lange prophezeie, irgendwann wird die EU von ihrem eigenen Gewicht erdrückt werden.

  11. Gerald Steinbach

    nattl
    Sie haben zT. Recht, aber man kommt dann nicht herum, sich dann die Alternativen anzusehen und daraus zu wählen in späterer Folge

    Die Alternativen sind SP,,Neos, Grüne, Jetzt,! Und was jetzt? Nicht zu wählen wäre ein kapitaler Fehler, das politische Feld wird den linken überlassen und diese sind ideologisch einzementiert(siehe Silberstein)

  12. Johannes

    Wenn ein, aus meiner Sicht, unschuldiger Landwirt zu einer Strafe verurteilt wird die er in seinem ganzen Leben mit ein paar Kühen und diesen Milchpreisen nie erwirtschaften kann dann ist das bezeichnend für die ganze Situation in der sich Europa befindet.
    Wir sind Weltmeister im Reglementieren im Abwürgen, im zu Tode strafen. Jeder Unternehmer steht bei gewissen Parteien und Vertretungen im Generalverdacht und das größte Vergnügen scheinen viele dabei zu haben einen Unternehmer in den Ruin zu treiben.
    In der EU sind die Lobbyisten zu Hause, ich glaube das ist unbestreitbar, das ist keine Verschwörungstheorie.
    Ich glaube kaum das es dieses teure Heer an Einflußnehmern geben würde wenn sie keinen Erfolg hätten.

    Zu spüren bekommen es dann sehr oft die kleinen und mittleren Unternehmer die nicht wissen warum sie mit Bürokratie zugeschüttet werden, mit Vorschriften und Aufzeichnungspflichten die mehr Zeit beanspruchen als die eigentliche Arbeit und letztlich ist es oft jene Zeit ist die man nach einem schweren Unternehmertag mit der Familie verbringen sollte.

    Unternehmertum braucht keine unsinnigen Vorschriften aus einer europäischen Zentrale die im Rasenmäherprinzip alles gleich machen will.
    Das ist auch der größte Fehler der EU. Die EU kann wunderbar funktionieren wenn sie aufhört sich in alles und jedes einzumischen. Standards sind natürlich notwendig aber ich habe den Eindruck da schießt man schon weit über das Ziel.

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