Sehr beruhigend das…

Von | 3. April 2013

“…Im Oktober 2008 gab es in Deutschland erstmals seit den 1920er Jahren wieder erste Anzeichen eines realen Bank-Runs: Daraufhin garantierte Angela Merkel die Sicherheit der Spareinlagen. Ihr damaliger Kanzleramtsminister, Thomas de Maizière, räumt nun ein: Die Bundesregierung hatte nicht die geringste Ahnung, was sie eigentlich garantiert….” (DWN)

14 Gedanken zu „Sehr beruhigend das…

  1. Christian Peter

    Jetzt schreien Markliberale plötzlich nach dem Staat ? Beunruhigend ist es, den Staat
    für Verbindlichkeiten von Privaten mittels Staatsgarantien (Einlagensicherungen) haf-
    ten zu lassen, denn dies ist Sozialismus in Reinkultur.

  2. Christian Peter

    Jetzt schreien Marktliberale plötzlich nach dem Staat ? Beunruhigend ist, den
    Staat für Verbindlichkeiten von Privaten mittels Staatsgarantien (Einlagensi –
    cherungen) haften zu lassen, denn dies ist Sozialismus in Reinkultur.

  3. FDominicus

    Ich weiß zwar nicht was Sie daraus oben lesen, aber ich kann nichts von marktliberal erkennen. Das wäre auch ein Wiederspruch in sich wenn von “Staatsdienern” die Rede ist 😉

    Und klar ist die “Garantie” ein Märchen. Nicht märchenhaft sind hingegen die Enteignungen von Sparern als erstes Mittel der Wahl. Die Reihenfolge bei einer Bankenpleite ist immer noch:
    1) EK Geber
    2) expliziter Gläubiger

    und dann am Ende erst der Sparer.

    Wobei es sich hier auch um einen grundlegenden Fehler handelt. Die Einlagen der Kunden dürften einer Bank zu gar nichts dienen. Weder zum Verleihen noch als “Sicherheit”. Ist aber auch nur da Sahnehäubchen auf dem Betrugsystem namens Zellullosezwangszahlungsmittel. Aber gut, davon wollen ja die Gutmenschen gar nicht lassen. Denn nichts ist hartnäckiger als der Glaube mit mehr Geld drucken wird man wohlhabender.

    Was da passiert kann man bei der Commerzbank sehen:
    http://www.rottmeyer.de/machs-noch-einmal-coba/

    Als Geldgeber kann man sich da “ein ganz klein wenig” verschaukelt vorkommen…

  4. Mercutio

    @FDominicus
    Wer in einer Bank Bargeld (Tagesgeld, Giro etc.) bunkert, ist wohl selber schuld. Die Verzinsung ist derart niedrig, dass man es am besten unter der Matraze oder im Safe hat bzw anderweitig (Aktien, Gold) investiert ist.

  5. FDominicus

    Mercutio :
    @FDominicus
    Wer in einer Bank Bargeld (Tagesgeld, Giro etc.) bunkert, ist wohl selber schuld. Die Verzinsung ist derart niedrig, dass man es am besten unter der Matraze oder im Safe hat bzw anderweitig (Aktien, Gold) investiert ist.

    Ist noch lange kein Grund diese Kunden zu enteignen. Es geht auch nicht ums “bunkern” sondern darum eben statt Schulden, einen Überschuss zu haben.

    Ob Sie in Aktien besser investiert sind oder nicht, kommt ganz auf die Situation an. Da wir uns im crack-up boom befinden, ist es nur noch eine Frage der Zeit wann die Aktien den Abschwung nachvollziehen.

    So ähnlich war es ja auch 1922. Geschichte mag sich vielleicht nicht wiederholen, aber möchten Sie darauf wetten.

    Es ist für jeden durchaus eine vernünftige Aufteilung von Allem etwas zu haben und wer eben insgesamt mehr hat dürfte auch mehr “Bargeld” haben, und ich kann durchaus verstehen, daß man das nicht unbedingt in Riesenmengen zu Hause herumliegen haben möchte.

    Und von Schuld zu reden verbietet sich, denn diese Kontoinhabern haben alles nur keine Schulden….

    Es steht Ihnen auch frei Ihr Barmittel in Anleihen zu stecken, warum man aber alles auf nur eine Karte setzen sollte, erschließt sich mir nicht…

  6. Mercutio

    @FDominicus
    Ich bleibe dabei, wer mehr als 100k Euro in bar auf einem(!) Konto einer(!) Bank hat, bei dem fragt man sich schon, wie er überhaupt zu seinem Geld gekommen ist, aus finanzieller Gewieftheit heraus sicher nicht. Natürlich ist es nicht(!) rechtens ihn zu enteignen, aber auf ein gerüttelt Maß an Selbstverschulden würde ich dann schon plädieren.
    Wer sagt, was von auf eine Karte setzen, ich in für Diversifizierung.
    Warum Geld zuhause unsicherer als auf der Bank sein sollte, wenn man es nicht herumtrompetet und nicht in einem palastähnlichen Gebäude lebt, erschließt sich mir nicht. Wer einer Bank mehr vertraut als sich selbst und einer Glock 17 ist m.E. auch selber schuld.

  7. Lodur

    @Mercutio
    “Ich bleibe dabei, wer mehr als 100k Euro in bar auf einem(!) Konto einer(!) Bank hat, bei dem fragt man sich schon, wie er überhaupt zu seinem Geld gekommen ist, aus finanzieller Gewieftheit heraus sicher nicht. Natürlich ist es nicht(!) rechtens ihn zu enteignen, aber auf ein gerüttelt Maß an Selbstverschulden würde ich dann schon plädieren.”

    Das Problem ist dabei die Risikoumkehr. Eigentümer von Bankanleihen und Bankaktien haben in bestimmten Phasen eine höhere Rendite als andere Wertpapiereigner, da die Zinsen bzw. Dividenden dieser höher sind, primär deshalb, da das Risiko auch höher als bei anderen Anlageprodukten ist. Während die normalen Bankkunden, relational betrachtet, viel weniger Habenszinsen bekommen als die vorhin genannte Gruppe. Sie tragen ja auch weniger Risiko, da sie ja keine Teileigentümer von Banken oder deren Anleihegläubiger sind. Im Krisenfall wurden sie ja auch deshalb geschont. Jetzt ist es aber im Fall von Zypern so, dass die Anleihengläubiger und Aktionäre, die in der Boomphase der jeweiligen Bank enorm profitierten, zu Gunsten der Bankkunden geschont werden, die in diesen Boomphasen weitaus weniger davon profitierten. Das zeigt, dass die Krise des Kapitalismus schon so tiefgreifend ist, dass das System mit seinen eigenen Regeln, Normen, Konventionen brechen muss, um es überhaupt noch irgendwie mit Ach und Krach retten zu könnnen bzw. den totalen Zusammenbruch zu verschieben. In dieser Krise kann nur mehr das Großkapital gerettet werden, und das auf Kosten des kleinen Kapitals.

  8. Lodur

    Das Absurde ist, dass Liberale wie FDominicus, jetzt nach noch mehr Markt bzw. Liberalisierungen schreien, obwohl gerade diese Liberalisierungen der Finanzmärkte die jetzige Krise mitverursacht haben.

    “Die Einlagen der Kunden dürften einer Bank zu gar nichts dienen. Weder zum Verleihen noch als “Sicherheit”.”

    Deshalb müssen die Banken im Eigentum der Gesamtgesellschaft sein, und von Sparern, Kreditnehmern und den dortigen Beschäftigten geführt werden.

  9. Lodur

    Die einzige Präventivmaßnahme gegen eine solche Entwicklung.

  10. Hugo

    Eine gewisse Sicherheit bietet die Tatsache, dass im Falle größerer Bankpleiten das ganze System jederzeit in DM neu aufgesetzt werden kann. Zu welchem Kurs auch immer. Das ist ja hier nicht wie in Griechenland. Was natürlich in Aktien und anderen Papieren steckt, ist erst einmal für längere Zeit nicht liquid. Aber normalerweise sind große Vermögen sowieso breit und international diversifiziert. Also es steht wahrscheinlich im Falle des Falles niemand ohne Geld da. Außerdem muss man sehen, dass eine Welle von Privatpleiten auf längere Sicht immer eine Vielzahl von überschuldeten Immobilien in den Besitz des Staates spült, wodurch sich das Drucken von Geld zur Bankenrettung nachhaltig bis zu einem gewissen Grade amortisiert.

  11. Turing

    Lodur :
    Das Absurde ist, dass Liberale wie FDominicus, jetzt nach noch mehr Markt bzw. Liberalisierungen schreien, obwohl gerade diese Liberalisierungen der Finanzmärkte die jetzige Krise mitverursacht haben.[/quote]

    Unfug. Die Liberalisierungen, die immer ins Feld geführt werden, haben nichts mit der gegenwärtigen Krise zu tun. Mir erschließt sich nicht, warum man die Aufhebung der Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanken so ein großes Problem war. Das Problem war, dass Banker dumme Geschäfte gemacht haben. Hätten die ihren Verstand eingeschaltet, hätten sie nie diese Giftpapiere aus den USA gekauft.

    Es wird auch nicht nach Regulierung gerufen aus Richtung der Neoliberalen. Man ruft nach dem RECHT: Und die Ansprüche der Gläubiger sind nunmal wichtiger als die der Eigner. Und bei den Gläubigern sollte man Abstufungen vor nehmen: Umso höher der Zinssatz, desto niedriger sind die relativen Ansprüche. Es kann ja nicht sein, dass die Sparer, die mit einem Zins von 0,1 % abgespeist werden (bei Sparbücher ist so ein lausiger Zinssatz seit 10 Jahren normal).

    Oben wurde auch erwähnt, wer 100000 € auf einem Konto hat, ist ohnehin dubios. Ich sage: So jemand ist einfach verrückt. Man muss Aktien, Aktien, Aktien kaufen.

  12. FDominicus

    @Mercutio
    Das können Sie nicht ernst meinen. Erläutern Sie mir bitte mal wie Sie eine brauchbar Immobilie erwerben wollen mit noch nicht einmal 100 000 € auf dem Konto….. Und es geht den Staat einen Dreck an wie viel oder wie wenig Geld ich auf welchen Konten auch immer habe.

    Und eine Enteignung ist schlicht und einfach ein Verbrechen. Und da beißt keine Maus auch nur einen Happen ab.

    “Oben wurde auch erwähnt, wer 100000 € auf einem Konto hat, ist ohnehin dubios. Ich sage: So jemand ist einfach verrückt. Man muss Aktien, Aktien, Aktien kaufen.”

    Klar kaufen Sie noch schön im derzeitigen crack-up boom. Wenn Sie Ihr Geld loshaben wollen, kann ich Ihnen durchaus behilflich sein.

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