Selbst in der Steinzeit wollten die Menschen keinen Sozialismus

“…. Die Wiederbelebung sozialistischer Ideen zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist ein evidentes Phänomen, welches Teile der westlichen Bevölkerung erfasst hat. Sozialisten haben verschiedene „Beweise“ zusammengetragen, die die vermeintlichen Vorteile sowie Natürlichkeit, welche der kollektivistischen Lebensweise innewohnt, belegen. Es gibt eine Denkrichtung, die davon ausgeht, dass die Menschheit über die längste Zeit ihrer Geschichte hinweg unter einer allumfassenden Art von Kollektivismus gelebt hat und deshalb der Sozialismus eine natürliche Lebensweise innerhalb der menschlichen Gesellschaft sei, während andere sozio-ökonomische Formationen, vor allem der Kapitalismus, notwendige, aber ungünstige Wendungen im evolutionären Prozess darstellen.” mehr hier

5 comments

  1. Kluftinger

    Theorie und Praxis: Als Stalin merkte dass, wenn die theoretischen Ansätze stimmen würden (dialektischer Materialismus), dann würde auch seine Machtstruktur überwunden und – ciao Herr Dschugaschwilli vulgo Stalin.
    Also “erfand” er die Theorie der “nichtrevolutionären Sprünge”. Mit anderen Worten, er setzt die Theorie nicht ausser Kraft, aber seine Sowjetunion bleibt wie sie ist, denn eine weitere Revolution gegen seine Machtstruktur kann er nicht brauchen. Soweit die Kurzfassung der Praxis.

  2. Selbstdenker

    Hervorragende Analyse!

    “Deshalb hält die Hypothese des «primitiven Kommunismus» der Kritik nicht stand und sollte als Beispiel für einen groben Fehler in die Wissenschaftsgeschichte eingehen.”

    Der Sozialismus / Kommunismus beruht auf falsche Grundannahmen, intellektuelle Unredlichkeit und schierer Ignoranz. Es ist eine krebsartig wuchernde Lüge, die ohne Wirt von sich aus nicht überleben kann und damit per Design totalitär und parasitär sein muss.

    Es ist erschreckend, wie viele dieser falschen Grundannahmen bereits in den kulturellen Mainstream eingespeist und wie Ameisengift unhinterfragt in jeden Winkel des institutionellen Baus getragen wurden. Jede dieser bewusst eingespeisten Lügen muss rechtzeitig als solche erkannt und unschädlich gemacht werden, bevor sich die Möglichkeit bietet in den Mainstream einzugehen.

    Aus zahlreichen persönlichen Gesprächen kann ich zusammenfassen, dass es den Fans vom Sozialismus / Kommunismus fast ausschließlich um Status und Macht geht, wobei dazu jedes beliebige Thema missbraucht wird, das sich gerade anbietet.

    Das Grundmuster: den anderen ihre Alternativen wegnehmen; d.h. Macht ausüben.

    Eine Marktwirtschaft beruht auf der Wechselseitigkeit in den freiwillig eingegangenen Austauschbeziehungen, die freie Akteure aus mehreren sich bietenden Alternativen auswählen.

    Sozialismus / Kommunismus beruht auf Versklavung bzw. Expropriation von Produktiven (=jene, die Arbeit, Kapital, Know-how, etc. einbringen oder ein Risiko tragen) durch Unproduktive (=jene, die nichts beitragen und auch nicht für negative Folgen geradestehen).

    X kann über Y totale Macht ausüben, wenn Y keine Alternativen hat; somit: alternativlos ist. Die Macht von X schwindet hingegen mit jeder weiteren Alternative, die Y zur Verfügung steht.

    Solange sowohl X als auch Y Alternativen zur Verfügung stehen, ist die Macht beider Parteien begrenzt. Sie können marktwirtschaftliche Austauschbeziehungen zum wechselseitigen Vorteil eingehen.

  3. Johannes

    Weder Kommunismus noch Marktwirtschaft haben unsere Geschichte über Jahrtausende dominiert sondern der Feudalismus. Kommunismus und Liberalismus sind noch sehr junge Erscheinungen.
    Gerade der Liberalismus ging aus den Revolutionen des 17. Jahrhunderts von England aus.
    Vielleicht sollte man sich in Zeiten von Brexit daran erinnern, im restlichen Europa, welches immer kommunistischer zu werden scheint.

  4. Der Realist

    Viel weiterentwickelt haben wir uns also nicht, PJRW versucht doch ständig zu erklären, warum wir Sozialismus brauchen.

  5. Mourawetz

    Der Ursprung des Sozialismus ist in unserem Gehirn angelegt. Dort gibt es einen Mechanismus, der durch Aktivierung der Belohnungszentren Befriedigung schafft, wenn jemand für Ungerechtigkeiten bestraft wird. Und was der Mensch als ungerecht empfindet, dürfte wohl klar sein: wenn ein anderer ein schöneres, glücklicheres, etc. Leben hat als man selber. sozialistische Parolen drehen sich um Fairness und Gerechtigkeit, sie stacheln das Gerechtigkeitsgefühl tief verwurzelt im Gehirn des Menschen gezielt an. US-amerikanische Untersuchungen zeigen, dass fast die Hälfte der jungen Erwachsenen den Sozialismus wünschen, weil er angeblich Gerechtigkeit schafft. Der Sozialismus ist nicht auszurotten. Was nichts damit zu tun hat, dass er regelmäßig versagt. Aber jede Generation fängt wieder von vorne an.

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