“Selbstständigkeit als Hauptursache für Privatkonkurse”

“Im abgelaufenen Jahr 2018 haben 10.054 Personen Privatkonkurs angemeldet, was einer Steigerung von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. 2017 waren es nur 6.921 Menschen, die ihre Schulden nicht mehr zahlen konnten” (mehr hier)

9 comments

  1. GeBa

    Dass diese Unternehmer zu einem sehr hohen Prozentsatz wahrscheinlich Kleinstunternehmer sind, die in die Selbständigkeit “gepeitscht” wurden, weil sie einfach keinen Job bekamen, wird verschwiegen.

  2. Selbstdenker

    @GeBa:
    Man sollte nicht unhinterfragt die Propaganda der AK nachplappern. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass die Kleinstunternehmer zum überwätigenden Teil freiwillig in die Selbständigkeit gehen.

    Wesentlich erscheint mir folgendes: da die Bemessungsgrundlage der SVA auf den EST-Bescheid beruht, kann es sehr lange dauern, bis die SV in ihrer wahren Höhe zu entrichten ist. Auch werden freiwillige – auf Dchätzungen beruhende – Vorauszahlungen nicht sehr gerne gesehen, da diese dann die EST mindern.

    Durch die zunächst “niedrigen” (weil in die Zukunft geschobenen) SV-Zahlungen steigt die EST rasant an, da das steuerpflichtige Einkommen höher erscheint.

    Der Hammer kommt dann mit der SVA-Nachzahlung: die aufkumulierten SV-Beitäge plus sprunghaft ansteigende Vorauszahlungen bei gleichzeitig zu hohen EST-Vorauszahlungen. Diese Arthmetik durschauen leider viele nicht, was sie zu unverhältnismäßig hohen Ausgaben verleitet.

  3. GeBa

    Ich bin die LETZTE die Aussagen der AK “nachplappert”! Plappern ist überhaupt nicht meine Diktion und ich kenne zwei Fälle wo es so war. Wo Menschen vom AMS eingeredet wurde es doch mit der Selbständigkeit zu versuchen. Wir rundum sahen dass das ein hartes Brot werden würde und so war es dann auch. Aber die AMS Statistik wurde verbessert.

  4. Gerald Steinbach

    Wenn man sich von AMS einreden lässt, es doch einmal zu versuchen, dann sehe ich noch viele andere Probleme auf diese Menschen zukommen
    Unternehmergeist hat man oder hat man nicht, ein Scheitern ist da natürlich auch nicht abgedeckt

  5. Selbstdenker

    @GeBa:
    “Dass diese Unternehmer zu einem sehr hohen Prozentsatz wahrscheinlich Kleinstunternehmer sind, die in die Selbständigkeit “gepeitscht” wurden, weil sie einfach keinen Job bekamen, wird verschwiegen.”

    Sie kennen also nur zwei und treffen eine kategorische Aussage für alle Kleinunternehmer, die zu einem hohen Prozentsatz sehr wahrscheinlich auf Vermutungen basiert.

    Wenn Sie das zu einen hohen Prozentsatz sehr wahrscheinlich im Voraus wussten, frage ich mich, wieso sie die “Gepeitschten” nicht über allfällige existenzgefährdende und eventuell nicht bedachte Gefahren und Hindernisse informiert haben?

    Meine Vermutung ist die, dass sich viele zu einen sehr hohen Prozentsatz sehr wahrscheinlich darüber freuen, wenn jemand anderer das nicht schafft, was man sich selbst nicht zutraut.

    Ich kenne auch zwei Leute die so ticken.

  6. GeBa

    @Gerald Steinbach
    Sie haben Recht, und wie ich auch schrieb, es war von vornherein zu befürchten. Sie klammerten sich eben an diese Chance und des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

    @Selbstdenker
    Wer nicht verstehen will, der tut es auch nicht, wer anderen das Wort im Mund umdrehen will, tut es.

  7. Selbstdenker

    @Gerald Steinbach:
    Exakt so ist es.

    Hinzufügen möchte ich: für wem die Gewerbebetechtigung ein Problem darstellt, kann es auch gleich bleiben lassen. Das ist nämlich die vergleichsweise kleinste Hürde.

    Die wahre Hürde liegt in der erschreckend häufig auftretenden Willkür der Behörden im Gesamtzusammenspiel, das sie bevorzugt kleinen Unternehmen angedeihen lassen.

    Das Muster: zwei oder mehrere Behörden kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen, die aber die Gemeinsamkeit haben, das der Unternemer zu zahlen hat. Er zahlt somit doppelt.

    Das Beschreiten vom Rechtsweg wird verhindert, indem man dem Unternehmer einen faulen Kompromiss anbietet (z.B. kleine Abschläge bei doppelt zu entrichtenden SV-Beiträgen) oder darauf spekuliert, dass er aufgrund der nicht aufschiebenden Wirkungen von Zahlungsbefehlen vorher das Handtuch wirft.

    Das ist das wahre System, das GeBa zwar ein bisschen angeschnitten, aber falsch dargestellt hat.

  8. Selbstdenker

    @GeBa:
    Bleiben Sie bitte sachlich.

    Das Problem liegt nicht darin, dass sich Einzelne selbständig machen, sondern das sie von den Behörden falsch informiert werden und die Behörden mit willkürlichen Auslegungsfragen nicht ganz uneigennützig mit ihnen spielen.

  9. Falke

    Einer der Gründe ist sicherlich auch die Gesetzesänderung vor etwa 2 Jahren, wodurch den Schuldnern – zum Nachteil der Gläubiger – wesentlich mehr Schulden erlassen werden als ursprünglich.

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