Selbstverzwergung, nein danke!

(C.O.) Die Globalisierung ist kein Problem, das von den Regierungen zu lösen ist, sondern eine Realität, mit der wir umgehen müssen. mehr hier

12 comments

  1. sokrates9

    Nachvollziehbar und richtig.Eines der Hasuptprobleme sehe ich in der Subventionierung für den Export: Wenn in Nigeria einheimische Tomaten teurer sind als die von der EU subventionierten holländischen geschmacklosen Glashaustomaten stimmt was nicht..

  2. Herbert Manninger

    Ich habe nichts gegen Waren mit Migrationshintergrund, dadurch ist es vielleicht auch eher möglich, dass deren Produzenten zuhause bleiben.

  3. Otto mosk

    gutes Kommentar!
    die exzesse der Globalisierung gilt es zu bereinigen und ansonsten weiter wie bisher. Handel bringt Wohlstand.

  4. Otto mosk

    Produktion alleine nicht, denn die Produkte müssen erst verkauft werden. und dafür braucht es Handel, ob im Inland oder Ausland.

  5. Rado

    Dann bringt eben die Produktion dem Handel den Wohlstand. Wenn wir hier in Österreich endlich ein Kontinent aus Kellnern und Künstlern für Chinesen und Araber geworden sind, wird man erkennen, wohin uns die Deindustrialisierung gebracht hat und warum die Chinesen jetzt das sind, was sie sind.

  6. Selbstdenker

    Um diese Diskussion sinnvoll führen zu können, sollten zunächst Begrifflichkeiten und Grundannahmen geklärt werden.

    Weltumspannend verzahnte Lieferketten gibt es in eigen Bereichen spätestens seit Marco Polo und Christopher Kolumbus. Dass natürliche Gegebenheiten im primären Bereich, Kapital, Arbeitskräfte und Fertigkeiten im sekundären Bereich sowie Erfindungsgeist, Know-how und Kreativität im tertiären Bereich nicht gleich verteilt sind und internationaler Handel unter reziproken Bedingungen die beste Option darstellt, wird von den meisten nicht in Frage gestellt.

    Das Problem, das sich immer mehr herauskristallisiert, sind „globale Institutionen“ in denen Beamte ohne Rechenschaftspflicht und Skin in the Game vermeintlich einheitliche Regeln weltweit durchsetzen, die in der Praxis mit Absicht hochgradig einseitig ausgelegt werden.

    Derartige „globale Institutionen“ sind per Definition politisch und aufgrund ihres allumfassenden Anspruches ein Einfasstor für sämtliche Schurkenstaaten dieser Welt, die anderen ihre Vorstellungen aufs Auge drücken wollen.

    Um die Performance einer Institution – insbesondere einer „globalen Institution“ – erfassen zu können, muss man sich die jeweiligen materiellen Feedbackschleifen vor Augen halten. Die zähmenden Gesetze der Reziprozität, die die Basis für echten Freihandel bilden, werden bei der „Globalisierung“ im heutigen Sinne gezielt außer Kraft gesetzt.

    Was sich jetzt vor unseren Augen aufbäumt ist eine Synthese der schlechtesten Aspekte zweier Systeme, die von der „Managerial Elite“ in Ost und West mit maximaler Rücksichtslosigkeit vollzogen wird.

    Monopolisten aus freiheitlich verfassten Ländern, die einen freien Markt, der diesen Namen verdient, faktisch mit allen Mitteln bekämpfen, machen gemeinsame Sache mit den 1% der VR China, die sich selbst als „Kommunisten“ bezeichnen und den Markt als prekäres Vehikel auf dem Weg zu „größeren“ Zielen verstehen.

    Was sie erschaffen ist eine weltumspannende („globale“) Technokratie. Ihre Herrschaftsform ist die einer Anarcho-Tyrannei. Ihre Institutionen heißen UNO und EU. Und mit Schlägertrupps, in denen sich der – nach Maßstäben produktiver, friedlicher und gesetzestreuer Menschen gemessen – missratene Nachwuchs selbsternannter „Eliten“ als Organisatoren, Brandstifter und vermummte Schläger betätigen, werden Menschen, die Widerstand gegen diese Wiedergänger überwunden geglaubter Zeiten leisten, auf Spur gebracht.

    Dieses System beruht auf maximaler Zentralisierung von (Defnitions-)Macht und zusammengerafften Besitz – nicht auf dezentralen Handel zum wechselseitigen Vorteil mit rechtmäßig erworbenen Eigentum!

    Das hat mit Kapitalismus und freier Marktwirtschaft in etwa so viel zu tun wie Prostitution mit Liebe zu tun hat.

    Was wäre zu tun?

    Globale Institutionen finanziell austrocknen, den Freihandel auf echten Freihandel – d.h. mit reziproken Bedingungen – umstellen, Monopole zerschlagen, Eigentumsrechte aufwerten, den Vermummten die Masken herunterreißen und diese Terroristen, Mörder, Gewaltverbrecher, Vergewaltiger und Brandstifter samt ihre Geldgeber und Organisatoren möglichst lange einbuchten.

  7. otto mosk

    @rado
    ich habe nochmals darüber nachgedacht und ja, sie haben vollkommen recht. am Anfang steht immer die Produktion-egal ob Fabriksprodukt oder Dienstleistung.
    Danach kommt erst der Handel, wenn das ganze zu mehr Wohlstand führen soll und nachhaltig ist.

  8. Selbstdenker

    @rado, otto mosk:
    Das sehe ich nicht ganz so stringent.

    Ohne Kenntnis über potentielle Vorkommen, die Wertigkeiten auf Absatzmärkten (wann/wo/wie), Kapital, Arbeit, Know-how etc. werden sie z.B. auch keine Goldmine betreiben können.

    Meiner Meinung nach braucht jedes prosperierende Land alle drei Sektoren in einem gewissen Umfang. Auch wenn die Verhältnismäßigkeiten je nach Ziele und Gegebenheiten pro Land unterschiedlich sind.

  9. sokrates9

    Selbstdenker@ Perfekte Analyse es sind immer politische Institutionen die ihre Ideologie durchsetzen wollen und damit den Handel intransparent machen. Merkel: Der Eutro ist ein politisches Projekt – Griechenland muss aufgenommen werden weil???… ist Mutterland der Demokratie!!- So werden alle ökonomoschen Ansätze torpetiert.

  10. CE___

    Warum hat Ricardo sein Beispiel des komparativen Vorteils denn nicht auf dem Handel zwischen dem UK und Frankreich, sondern auf dem zwischen dem UK und Portugal aufgebaut?

    Ersterer (Frankreich) im Lebenszeitraum von Ricardo ein Weltkriegsgegner des UK über alle Kontinente und Weltmeere hinweg, zweiterer dagegen ein enger Verbündeter.

    Weil Freihandel und Arbeitsteilung Abhängigkeit schafft. Dass muss man auch eingestehen.

    Und Abhängigkeit kann sich ein System, ein Staat, ein Stamm, ein einzelner Mensch, nur mit wohlgesinnten oder zumindest neutralen Partnern erlauben.

    Aber nicht mit Gegenspielern die einem schaden und/oder unterminieren wollen.

    Alles andere wäre töricht.

    Diese Torheit trifft jedoch heutzutage eindeutig zu auf die USA/Europa im ihrem Verhältnis zu Rotchina.

    Auch gilt zu sagen dass das heutige Betriebssystem des Welthandels nicht dem entspricht auf dem ein Adam Smith oder auch David Ricardo ihre in sich stimmigen Theorien aufgebaut haben.

    Das Betriebssystem des weltweiten Handels war damals, je nach Region, ein Gold- oder Silberstandard.

    Inflation war nur homoöpathischst machbar weil nur über eine risikoreiche und äusserst kostspielige reale Exploration und Förderung von Gold und Silber möglich.

    Damit waren jahrzehntelange überbordende Handelsdefizite und auf der Gegenseite Überschüsse eines Teilnehmers am Welthandel unmöglich und nicht haltbar, so wir das heute sehen und irrigerweise für selbstverständlich halten.

    Zuerst schwinden die Gold/Silber-Vorräte, es passen sich daher die Wechselkurse an, es wird teurer zu importieren, und dann ist auch greifbar Ende mit Importen weil die Gold und Silber Tresor auch faktisch leer.

    Damit ist aber auch eine komplette (industrielle) Aushöhlung eines Teilnehmers unmöglich und ein automatischer Schutz der Arbeitsnehmer gegeben.

    Das Problem ist unser heutiges Betriebssystem, das Fiatgeld gehypt mit Teilreserve.

    Wo auch das schaffen von Inflation immer billiger wurde, quasi auf Knopfdruck auf einem Computer, so billig so wie kein Arbeiter der Welt auf der besten Maschine dagegen effizienter und effektiver produzieren könnte.

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