Sie sagen „Gerechtigkeit“ und meinen damit Plünderung

“….Warum es gar nicht gerecht ist, den Mittelstand auszupressen, um Einkommensschwache zu subventionieren…” (hier)

7 comments

  1. stiller Mitleser

    @ Herrn Ortner zur gefälligen Kenntnisnahme ein encore

    …da mit „Gerechtigkeit“ ja noch wochenlang herumgemurkst werden wird müssen und die
    in Ihrem Presse-Kommentar vorgeführte Ableitung nach dem Logik-Schema „wenn-dann“ nicht so recht zur Identifikation einlädt, wie die Leserkommentare zeigten, ein Tipp abseits von Legistik des ASVG und auch abseits der verschiedenen Fassungen der katholischen Soziallehre.

    André Comte-Sponville geht das Dilemma anders an, sein Text, „Kann Kapitalismus moralisch sein“ Diogenes Vlg, verwendet Blaise Pascals Ordnungen sehr geschickt, um die bei uns so fix etablierte Verbindung von Praxis und Moral wieder zu trennen. In der Tradition der Revolution sprechend verwendet er „Gerechtigkeit“ kaum, dafür „Gleichheit“ – die resultanten Forderungen bleiben die selben.

    Es genügt, sich die 50 Seiten des Kapitels über Verwechslung der Ordnungen reinzuziehen um den Begriff „Gerechtigkeit“ aufzubrechen, viel Vergnügen.
    (ich hätte Ihnen das Buch gern von Amazon schicken lassen, damit Sie es schnell haben, aber mein account wurde leider gehackt)

    PS: wir werden diesmal Kurz wählen, teils wegen Teilen seines (vermuteten) Programms, aber auch, damit er ein paar häßlichen Lemuren in seinem tribe das Handwerk legen kann, es gibt nämlich noch Spuren von Bürgertum, doch, doch, Frau Köstinger finden wir auch très sympa, und ansonsten mögen wirs zwar witzig, oh ja!, aber argumentativ, mit echt was dahinter bittschön, und Leute, die in fremde Briefkästen grabschen, haben sich bei uns aufmerksamkeitsökonomisch vertan. Wenn uns was gefällt, loben wirs enthusiastisch und bitten um Verzeihung, daß wir uns immer für den gelobten Text, aber nicht immer für dessen Verfasser begeistern können.

  2. dna1

    Schade, hätte diesen Artikel gerne gelesen, aber ich weigere mich, das Presse-Abo zu bezahlen. Kein Euro für MSM, meine Beiträge dafür werden mir ohnehin monatlich mit meiner Steuerzahlung abgebucht.

  3. mariuslupus

    Gerecht kann nur jemand sein, der über dass notwendige Klassenbewustsein verfügt. Gerechtigkeit ,nur für die Unterdrückten. Der Burgeoasie gegenüber gibt es keine Gerechtigkeit. Die Burgeoasie ist ein Klassenfeind. Alles dass, was das, Proletariat den Ausbeutern wegnimmt , wurde aus dem Proletariat ausgepresst.

  4. Der Realist

    Laufend wird über den “Mittelstand” geredet und geschrieben, aber wer zählt eigentlich dazu?. Und was heißt Einkommensschwache subventionieren? Die Genossen haben beinahe 50 Jahre Zeit gehabt um für Gerechtigkeit zu sorgen, ein paar Wochen vor der Wahl werden sie es auch nicht mehr schaffen.
    Dass die ÖVP der Pensionserhöhung zugestimmt hat, ist auch klar, die Plakate mit dem Rentenklau waren bestimmt schon gedruckt.. Und es ist schon gerecht, den Beziehern kleiner Pensionen ein paar Euro netto mehr zu geben, wir haben ja auch Milliarden für “Schutzerflehende” parat, und ich bin überzeugt, wenn es um die Erhöhung der Politikergehälter geht, dann wird diese Pensionserhöhung sicher als Basis hergenommen.
    Einkommensschwache müssen in der Regel täglich ihre Leistung abliefern, oft unter schwierigsten Bedingungen, dagegen müssen sich viele Politiker wohl meist fragen “wo woar mei Leistung?”.
    Diese mediale Neiddebatte wegen der angesprochenen paar Euro funktioniert ja nur deshalb, weil diese Leute, auch gerne “Minderleister” genannt, nicht über die entsprechenden Netzwerke verfügen, aber aufgepasst, lange wird es nicht mehr dauern, dann wird diese Debatte auf die Straße verlagert, und dann warte ich auf die Reaktion der “Leistungsträger”.
    Ich komme mit meinem Einkommen recht gut aus, mir fällt es aber schwer mir vorzustellen, mit rund tausend Euro monatlich über die Runden zu kommen.

  5. mariuslupus

    @Falke
    Die Vernichtung des Vertrauens in die Politik geht munter weiter. Jetzt sind die Diesel-Autos an der Reihe. Berechtigte Kritik, aber wird nichts an der ideologischen Ausrichtung der Wertevernichter ändern.
    Die Farce mit den Pensionen, ein anderes Kapitel. Dieser Staat hat die finanzielle Situation vernebelt, dass die Allgemeinheit glaubt, dass Ausgaben isoliert geschehen und dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen Ausgaben für das Paket A und dem für das Paket B. Auch der Staat hat nur ein Budget und soll damit seinen finanziellen Verpflichtungen dem Steuerzahler gegenüber nachkommen. Der Steuerzahler hat keinen Einfluss auf die Ausgabepolitik des Staates. Die Obrigkeit behauptet, dass die Ausgaben für das Flüchtlingsunwesen keinen Zusammenhang haben, damit das Pensionen gekürzt werden, das Pflegestellen rationiert werden, das es im Gesundheitswesen Engpässe gibt. Die Menschen glauben es und belohnen als Wähler, die Verschwender mit der Wiederwahl.

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