Sind Sie bereit für die Rote Pille?

Von | 21. Mai 2017

“…..Der Kampf um die Meinungshoheit im Internet tobt. Kampagnen wie Hatespeech, Fakenews oder Postfaktisch versuchen, gefährliche andere Meinungen anzuprangern. Es werden zwei Arten von Schlagworten gebraucht: Die unbedingt guten, wie: sozial, Demokratie, Gerechtigkeit oder Bildung, und die unbedingt schlechten, wie: rechts, Rechtspopulist, Turbo-Kapitalismus, Gier, Klimaleugner oder Putinversteher. Wieso ist der Kampf um die Meinungshoheit so wichtig? – Es geht um Ihre Überzeugungen, lieber Leser, liebe Leserin, es geht letztlich um Ihre Wahrnehmung und Ihr Denken. Es geht um Propaganda und Indoktrination…..” (hier)

18 Gedanken zu „Sind Sie bereit für die Rote Pille?

  1. Selbstdenker

    Holy Shit! Das ist (ausgezeichneter) hochprozentiger Stoff, den ich mal auf mich wirken lassen muss.

    Ich habe heute leider erst am Abend Zeit, freue mich aber schon die Meinung der einen oder anderen üblichen Verdächtigen zu diesem Thema zu lesen.

    Zwei Stichworte erlaube ich mir vorab zu erwähnen: Gender und Lyssenkoismus.

    Die Hysterie der “Social” “Justice” “Warriors” ist meiner Meinung nach damit erklärbar, dass es sich um seit kleinauf hochindoktrinierte Seelen handelt, die ihre Traumwelt gegen das Eindringen der Realität verteidigen.

    Leute, die Hinweise auf die Realität geben (=”Rechte”), werden so zur “existenziellen” Bedrohung, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.

  2. Thomas Holzer

    Ein sehr interessanter Beitrag, nur: zu hoffen, gar zu glauben, daß nachdem dieser freiwillige Staat gegründet wurde, Friede, Freude, Eierkuchen “herrschen” würden, erachte doch als ein bisschen zu naiv.

    “Nutzen ist immer individuell-subjektiv und kann nicht objektiv oder kollektiv oder durch eine Mehrheit bestimmt oder gemessen werden. Jeder Mensch hat seine eigenen Präferenzen”

    Man ersetze “Nutzen” durch Blasphemie, Diskriminierung, Hass – you name it. Alleine daran sieht man, wie ideologisiert die Gesetzgebung mittlerweile ist; ansonsten wären Antidiskriminierungs- Verhetzungsparagraphen etc. gar nicht möglich.

  3. Gerald Steinbach

    Und wer ist jetzt bei uns der “auserwählte” ????Der Kern war es auf jeden Fall nicht

  4. waldsee

    SO IST ES
    Wenn die weltliche Macht abgesetzt wurde,dann kommt halt eine überirdische. Heute werden wir von beiden Modellen
    heftig bedrängt.
    Sind epigenet.Vorgänge unsere Matrix?

  5. stiller Mitleser

    “Sind Sie bereit für die rote Pille?”
    Nein, und auch für sonst nix das Alles und Jedes erklären zu können vorgibt.
    Wobei die Überlegungen der Austrians interessant sind und mehr Raum in den laufenden Diskursen bekommen sollten.

  6. sokrates9

    Muss mir den Film Matrix wieder mal anschauen, doch glaube ich ähnlich wie Orwell ist alles schon Realität! Trump ist Spielball diverser Mächte und noch nicht völlig domestiziert, in Europa ist der Widerstand bereits gebrochen! Wo sind die Vorwürfe gegen Marcon?Passen anscheinend nicht in das Bild des unbestechlichen Kämpfers der mit kleinen Spenden die Meisten Stimmen Frankreichs auf Anhieb schafft!

  7. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    Die “Red Pill” ist weder eine Erfindung der Austrians noch eine “Erklärung für Alles und Jedes”. Es ist vielmehr ein Gleichnis mit dem der Zusammenbruch eines Narrativs beschrieben wird.

    Für viele war der Jahreswechsel von 2015 auf 2016 ein derartiger Moment. Für einen kurzen Moment konnte eine grosse Zahl an Menschen die Machenschaften hinter den medialen Kulissen betrachten.

  8. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    In schlichten Polarisierungen wird Narrativ von Gegennarrativ und Matrix von Gegenmatrix abgelöst.
    Im längeren Verlauf, ideengeschichtlich, sind die Austrians ohnehin klar von ihren Weiterentwicklungen
    unterscheidbar. Sich in dieser Szene lesend umzusehen war wirklich sehr interessant und hat auch einige Mäuerchen einstürzen lassen, subjektive Evidenzerlebnisse sozusagen, für die ich auch Ihnen, dessen moralische Haltung ebenso wie bei Herrn Holzer spürbar wird, danke.

  9. aneagle

    Staat ohne agressive Gewalt ist zwar interessant, möglicherweise sogar wünschenswert, im Detail und praktischer Realität aber, doch recht schwierig.
    Am Beispiel Verkehrsrecht: Wie soll man Verkehrstrafen durchsetzen, was passiert unagressiv mit Kurzparksünder Falschparkern, Temposündern? Wie schützt sich eine Gesellschaft im Strassenverkehr vor dem subjektiven Vorwand der Selbstverteidigung oder dem ebenso subjektiven Vorwand der unangemessenen Mittelverwendung und womit soll die Aufrechterhaltung der STVO gewährleistet sein, durch Tausch? Heisst hier die Win Win Situation der Richter- wir tauschen deine Einkünfte der letzten 5 Jahre gegen die Verletzungsschmerzen des von dir am Zebrastreifen verletzten Fußgängers und beide stimmen dem freiwillig zu- Das ist leider nicht realistisch.

  10. aneagle

    soll heissen ……oder dem ebenso subjektiven gegenteiligen Vorwurf der unangemessenen Mittelverwendung….

  11. Oliver H.

    @Thomas Holzer

    “nur: zu hoffen, gar zu glauben, daß nachdem dieser freiwillige Staat gegründet wurde, Friede, Freude, Eierkuchen „herrschen“ würden, erachte doch als ein bisschen zu naiv.”

    Geht’s noch?!

    Was Sie locker flockig an Naivität insinuieren, läßt sich weder aus Andreas Tiedtkes aktuellem Artikel herleiten, noch aus seinen anderen Werken. Auch keine sonstigen Schriften anderer ‘Austrians’, lebendig oder tot, sind in irgendeiner Weise dazu angetan, die von Ihnen in den Raum gestellte Naivität zu begründen oder auch nur zu begünstigen, weder direkt noch indirekt.

    Die *Abwesenheit* einer impliziten oder expliziten *Heilsversprechung* ist nahezu Alleinstellungsmerkmal echter liberaler Weltanschauungen, weswegen Ihr obiges “nur: zu hoffen [..] Eierkuchen [..] naiv” allenfalls aus der Feder eines linken, sich in Unterstellungen übenden Trolls erwartbar gewesen wäre.

  12. Oliver H.

    @aneagle

    “Staat ohne agressive Gewalt ist zwar interessant, möglicherweise sogar wünschenswert, im Detail und praktischer Realität aber, doch recht schwierig.”

    Das ist eine Konsequenz der Conditio humana und zugleich Essenz dessen, womit sich Austrians seit jeher beschäftigen; Schwierigkeiten des menschlichen Zusammenlebens werden definitiv nicht geleugnet, sondern besser adressiert, als mit einem Gewaltmonopol, welches sich logisch und empirisch erkennbar auf lange Sicht immer gegen die Interessen der Nichtinhaber dieses Monopols richtet.

    “Am Beispiel Verkehrsrecht: Wie soll man Verkehrstrafen durchsetzen, was passiert unagressiv mit Kurzparksünder Falschparkern, Temposündern?”

    Ob man jetzt speziell Temposünder als Begeher opferloser Verbrechen ausklammert oder nicht: Bei allen diesen Akten handelt es sich um eine Vertragsverletzung, die in einer zivilisierten Gesellschaft einen Vorgang auslösen, diese Verletzung zu beseitigen. Das Nichtaggressionsprinzip fordert ja gerade nicht die Duldung des exemplarisch Genannten. Entweder greifen die Geschäftsbedingungen, oder aber Regelungen für unzulässige Verwendung des Eigentums anderer.

    “Wie schützt sich eine Gesellschaft im Strassenverkehr vor dem subjektiven Vorwand der Selbstverteidigung oder dem ebenso subjektiven Vorwand der unangemessenen Mittelverwendung ..”

    Sie schützt sich durch Vertreter respektive Mechanismen, zu denen Menschen *aus freien Stücken greifen*. Wer heute nicht durch das Monopol geschützt geschützt ist, hat Pech gehabt und darf obendrein selbiges noch finanzieren zur eigenen Unterdrückung.

    ” .. und womit soll die Aufrechterhaltung der STVO gewährleistet sein, durch Tausch?”

    Sofern der Tausch auf eine Wiedergutmachung hinausläuft, eventuell, ja. Irrig jedoch ist der Glaube, die StVO ließe sich allein durch Kaperlträger des allumfassenden Monopols (=Anbieter, Sheriff, Richter) aufrecht halten.

    “Heisst hier die Win Win Situation der Richter- wir tauschen deine Einkünfte der letzten 5 Jahre gegen die Verletzungsschmerzen des von dir am Zebrastreifen verletzten Fußgängers und beide stimmen dem freiwillig zu- Das ist leider nicht realistisch.”

    Subjektivität ist nichts, das sich, wie aktuell, adäquater durch ein Monopol adressieren ließe, hat doch das Monopol weit intensiver die Tendenz zur Willkür, denn eine Gesellschaft mit Ordnungshütern, deren Dienste Menschen freiwillig in Anspruch nehmen.

    Daß etwa die Abwesenheit eines Monopols langfristig der Gesellschaft dienlich ist, zeigt trefflich die Schweiz mit ihrem Verzeicht auf ein Verfassungsgericht. Der deklarierte Letztentscheider dort ist das Volk,- eine Gesellschaft, die zur Not zu den Waffen im Schrank greifen kann, wenn Obertanen illegitim an den Stellschrauben des Staates drehen.

    Damit haben wir zwar keine reine Privatrechtsgesellschaft, doch immerhin etwas, was das Funktionieren einer zivilisierten Anarchie brauchbar veranschaulicht. Die Schweizer vertrauen ihren Landsleuten mehr als dem Gewaltmonopol. Das ist klug.

  13. Leitwolf22

    Des Kaisers neue Kleider gibt es jetzt auch peer reviewed..

    https://www.cogentoa.com/article/10.1080/23311886.2017.1330439.pdf

    Zur Erläuterung: die Kollegen von Breitbart haben sich einen Jux erlaubt. Mit Hilfe von computergenerierten Sinnlossätzen haben sie einen “wissenschaftlichen” Artikel verfasst und unter Verwendung von Fake-Identitäten an das Magazin cogent social sciences gesandt. Dort wurde der Artikel gründlichst geprüft – und für gut befunden! ;))))

  14. Selbstdenker

    @Leitwolf22:
    Eine ähnliche Begebenheit gab es bereits vor mehreren Jahren.
    Mit dem Postmodernismus Generator im Internet können derartige Texte erstellt werden.

  15. Thomas Holzer

    @Oliver H. 14.35h
    Ich erlaube mir, zu zitieren
    “In einem solchen Gemeinwesen ist jeder Anreiz verloren, an eine Position zu gelangen, von der aus aggressive Gewalt ausgeübt werden kann, weil es sie nicht gibt. Nur so können Revolutionen, Bürgerkriege und Kriege dauerhaft verhindert werden”

  16. Oliver H.

    @Thomas Holzer

    Holzer, Sie sind ein Troll, weil aus all dem nicht folgt, es herrsche dann Friede, Freude und Eierkuchen.

    Anerkennt man ein Gewaltmonopol sowohl (a) als potentesten Initiator von Gewalt, insbesondere in jener Form, wo Staaten einander bellizistisch in die Haare geraten und (b) zugleich als blühendsten Baum, um sich als unterdrückte Opposition daran zu reiben, siehe Bürgerkrieg, dann hat der Wegfall dieses Monopols fraglos friedensstifende Wirkung.

  17. Christian Peter

    @TH

    Sie haben Recht. Fragile Staatlichkeit ist selbstverständlich ein Sicherheitsrisiko, kein Sicherheitsgewinn. Konflikte entstehen dort, wo Staaten zu schwach sind, das lässt sich überall auf der Erde beobachten.

  18. Dieuetmondroit

    The meeting is over. Retreat to your exits!
    Agents are coming!

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