Sind sie ein Untertan?

Von | 26. Juli 2016

„….Stellen Sie sich vor, Sie lebten in einem System, in dem Sie zum Autokauf verpflichtet sind. Allerdings bestimmt einseitig der Verkäufer Modell, Ausstattung, Motorisierung und sogar den Preis! Sie als Käufer müssen seine Wahl in jedem Fall akzeptieren. Abwegig? Ersetzen Sie einfach die Worte «Verkäufer» durch «Regierung» und «Käufer» durch «Staatsbürger», und Sie werden merken, dass Sie sich genau in einem solchen System befinden……“(hier)

10 Gedanken zu „Sind sie ein Untertan?

  1. Reini

    @Fragolin,… Herr Erdogan wird sie gleich verhaften 😉

  2. stiller Mitleser

    huch, Anstiftung zur Insurrektion!
    aber ernsthaft: warum nehmen/nahmen die sich doch – irgendwie – auf Liberalismus berufenden Gründungen wie das Liberale Forum oder die Neos, oder diese angeblich gerade im Entstehen begriffene Initiative von Griss
    solche Ideen nicht auf?

  3. carl schurz

    Untertanen sind im Prinzip die rund 90% Zwangsversicherten (Bürger kann ich hier und jetzt nicht in den Mund nehmen, weil ich „Bürger“ eher freiheitlich konnotiere) in Deutschland. Eine gewaltige Mehrheit dieser Gruppe findet das auch gut so und wähnt sich hier in absoluter Überlegenheit gegenüber den USA. Halte ein Volk in subtiler Angst (vor irgendwelchen Feinden von Klima bis Fußballgegnern), biete einfache Lösungen (müsst nur abgaben entrichten, wir machen das schon) und es wird Dir dankbar folgen. Das ist nicht erst seit Bismarck bekannt.

  4. Falke

    Als Untertan kann ich die Regierung, die mir nicht passt, nach 4 bzw. 5 Jahren wieder abwählen. Allerdings muss in einer Demokratie mehr als die Hälfte aller Untertanen das auch wollen. Wollen letztere diese Regierung allerdings weiterhin so haben, bleibt mir (als Einzelnem und gutem Demokraten) tatsächlich nichts anders übrig, als mich zu fügen.

  5. gms

    stiller Mitleser,

    „warum nehmen/nahmen die sich doch – irgendwie – auf Liberalismus berufenden Gründungen [..]
    solche Ideen nicht auf?“

    Die Antwort steht irgendwie bereits in der Frage. Im Angelsächsischen wurde „liberal“ vor Langem schon von Links gekapert, bei uns ist das eine weniger alte, aber dennoch stattfindende Ursurpation. Von anno dazumals kenne ich das LIF von Innen; jung und naiv wie ich war, schrieb ich manche Sonderlichkeiten dieses „Forums“ meiner Unerfahrheit mit liberalen Prinzipien zu.

    Jahre später erkannte ich die damaligen „Sprünge in der Matrix“ als das, was sie tatsächlich sind — Indikatoren einer linken und zugleich von Außen finanzierten Bewegung zur Spaltung des Wählerlagers bei gleichzeitiger kommunikativer Besetzung des Feldes „liberal“.

    Guy Verhofstadt ist heute Aushängeschild der „irgendwie Liberalen“ im EU-Parlament mittels ALDE-Fraktion, der auch die österreichischen Pinken angehören.
    Was Verhofstadt treibt, ist hochgradig illiberal, zugleich aber insofern konsistent, alsdaß er mit Leuten wie Cohn-Bendit, Andrew Duff (*) oder Gesine Schwan führender Teil der Spinelli-Gruppe ist, deren Haltungen wiederum mit liberalen Vorstellungen so vereinbar sind, wie Scharia-Recht mit westlichen Werten. Ähnlich verhält es sich mit einer anderen Lichtgestalt der Liberalen, etwa Alexander Graf Lambsdorff, der als Vorstandsmitglied im European Council on Foreign Relations denkbar eng mit der globalen Plutokratie verbunden ist. Erhard Busek singt mit erhobener Faust die „Internationale“? — Für Mitglieder der „Trilateralen Kommission“ gehört sich das.

    Je sonderbarer und widersprüchlicher vermeintlich Bürgerliche agieren, desto trivialer ist die Aufgabe, deren Eingebundenheit in den notorischen Zirkeln zu finden, seien es oben schon genannte, oder eben German Marshall Fund, Atlantik-Brücke, Aspen-Institute, Fulbright-Scholarship, Bertelsmann-Stifung, Parmenides-, Ford-, Carnegie-, Open Society-Foundation, etc. pp.

    Der Bürger erlebt einen Scheinwahlkampf, einen Kampf um Details oder zeitliche Abfolgen, durchgeführt von etablierten Parteien mit mehr oder minder identen Zielen (=Abgabe nationaler Souveränität, mehr „Europa“, /repräsentative/ Demokratie) bei gleichzeitig vereintem Vorgehen gegen tatsächlich liberale Bewegungen.

    *) Andrew Duff: He is a founder member of the European Council on Foreign Relations (ECFR)
    epc.eu/documents/uploads/pub_6229_protocol_of_frankfurt.pdf

  6. Mona Rieboldt

    carl schurz
    Und in Österreich gibt es dann keine Untertanen. Sie schreiben ja nur von Deutschland. Nur seltsam, dass es einen linken Kanzler Kern gibt, der den Schoßhund von Merkel spielt. Und der wurde ja anscheinend mehrheitlich gewählt, sonst wäre er ja nicht Kanzler. Und wenn ich Ihrem Argument folge, so wollen die Österreicher noch mehr Asylanten, denn Kanzler Kern will ja mehr reinlassen nach Österreich.

    In Deutschland geht es immer in erster Linie um die Wirtschaft. Und was das angeht, waren die Leute bisher zufrieden mit der CDU, da sie der Partei mehr wirtschaftliche Kompetenz zutrauen als anderen. Wie die Wahlen im Herbst kommenden Jahres aussehen werden nach der Masseninvasion von Moslems wird sich zeigen.

  7. Falke

    @Fragolin
    Natürlich wurde Kern gewählt, sogar mit kommunistisch anmutender Mehrheit. Allerdings nur von seinen Parteigenossen 🙂

  8. Mona Rieboldt

    Jedenfalls muss doch die SPÖ eine Mehrheit gehabt haben, wurde die Partei gewählt, sonst hätte sie doch nicht den Kanzler stellen können. Dabei ist es irrelevant ob vormals Faymann Kanzler war und dafür dann Kern eingesetzt wurde. Hätte die ÖVP die Mehrheit gehabt, stellte sie doch wohl den Kanzler.

  9. mariuslupus

    @Fragolin
    Unbequem ? Eigendefinition. So what ?

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