Sind Sie ein Untertan?

Von | 10. Juli 2016

„….Die heutigen Staatsmodelle stammen aus dem 19. Jahrhundert – und basieren auf Zwang. Wann kommen Staatsmodelle auf den Markt, die auf Freiwilligkeit und Vertragstreue setzen? Ein Gedankenexperiment. (NZZ, hier)

8 Gedanken zu „Sind Sie ein Untertan?

  1. Fragolin

    Freiheit bedeutet nicht, dass jeder tun kann, was er will, sondern niemand etwas tun muss, was er nicht will.

  2. Thomas Holzer

    „Streitigkeiten zwischen Ihnen und dem Staatsdienstleister werden vor unabhängigen Schiedsgerichten verhandelt,……….“

    Aber diese Gerichte sind doch der Gottseibeiuns schlechthin 😉

    Außerdem: in Österreich definitiv nicht realisierbar, ist doch die große Mehrheit glücklich und zufrieden in ihrer staatlichen Abhängigkeit und staatlich organisierten Unmündigkeit.

  3. stiller Mitleser

    Interessant! Lediglich die Entwurzelung stimmt etwas bedenklich, aber angesichts all der Rentner in Mallorca und der Dementen, die in thailandische Betreuung ausgesiedelt werden … Aber: der Untertan in mir zöge doch ein Leben im Inselstaat Venedig, umgeben von Schönheit, im Sommer die Füße kühl auf terrazzo veneziano,
    vor!

  4. sokrates9

    Die juridische Argumentation stimmt leider nicht mehr! Wir haben unsere 2000 Jahre alte westeuropäische
    Rechtsphilosophie längst verlassen und sind auf anglikanisches case- law umgestiegen! Hier gibt es keine fundamentalen Werte sondern es gilt das was halt je nach Bellieben vom Mainstream als political correct bezeichnet wird! Mit dieser Philosophie kann jedes „Gesetz“ wie bailout, hemmungslose Verschuldung, Plünderung von Staatsvermögen gerechtfertigt werden! Der Untertan hat nur abzunicken, die drittklassige Politgarnitur versteht gar nicht mehr was sie beschließen und welche Konsequenz das hat!

  5. gms

    sokrates9,

    > Die juridische Argumentation stimmt leider nicht mehr!

    Jene Argumentation des verlinkten Artikels?

    > Wir haben unsere 2000 Jahre alte westeuropäische Rechtsphilosophie längst verlassen ..

    Was ja umso mehr für das Modell ‚Country-as-a-Service‘ spricht. Ansatzweise existieren schon Umsetzungen, etwa seitens der USA, die ihre Bürger ungeachtet des Lebensmittelpunktes besteuern und hierfür als zumindest theoretische Gegenleistung durch einen weltweiten diplomatischen Apparat vor allzu großen Unbillen im Ausland bewahren. Das andere Extrem im Kleinen stellt Estland mit seiner e-Residency dar. Ähnliches gilt für den Malteser-Orden.

    Dessen eingedenk laufen ausgerechnet Linke respektive globale Oligarchen bei Liberären offene Türen ein mit der Forderung nach Abschaffung der Nationalstaaten. Uneinigkeit besteht einzig über deren Nachfolge.

  6. Kluftinger

    @ socrates9
    „Nur wenn Systemabläufe abgrenzbar sin der Mensch die Chance, sie zu beherrschen und beeinflussen zu können“
    Ein Satz aus der Systemtheorie, der Nationalstaaten rechtfertig?
    Und was unsere (österreichische) Rechtsphilosophien betrifft(von Verdross bis Marcic) haben wir diese schon längst aufgegeben?
    er

  7. gms

    Kluftinger,

    So man einen Hang zum Rechtspositivismus‘ zu erkennen behauptet, fand tatsächlich keinerlei Aufgabe statt. Anders stellt es sich bei den Briten dar, deren rule of law tatsächlich völlig anders geartet und mit der EU unvereinbar ist. Unlängst wurde hier die Verfassung als Keuschheitsgürtel bezeichnet, für welche die Trägerin selbst den Schlüssel hätte.

    Damit sind wir erkennbar in der Willkür angelangt und alles heute Beobachtbare aufgelegte Konsequenzen.

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