So hat es auch in St.Denis und Molenbeek begonnen…

(MARTIN VOTZI) Soll man lachen oder weinen, wenn unser Herr Bundeskanzler und sein Vize in seltener Eintracht erklären, dass sie sich vor dem islamistischen Terror auch nach den Attentaten in Paris nicht fürchten?
Die persönliche Befindlichkeit dieser beiden Herren ist aber ohnehin nicht so relevant. Viel wichtiger wäre, ob Sie Sorge für das Land tragen und Maßnahmen zum Schutz de Bevölkerung vor Terroranschlägen ergreifen. Davon ist aber nicht viel zu hören oder zu lesen. Vermutlich ist das aber so geheim, dass wir es einfach nicht merken und frei nach dem deutschen Innenminister ist uns die Wahrheit ohnehin nicht zumutbar. Denn im Gegensatz zu den ach so tapferen Politikern würden wir uns dann fürchten.
Vielleicht rührt die Furchtlosigkeit unseres Bundeskanzlers aber auch daher, dass er keinen Zusammenhang zwischen der enormen Migrationswelle und einer erhöhten Terrorismusgefahr erkennen kann. Beschwörend wird uns erklärt, dass die armen Asylsuchenden ja genau vor diesem Terror geflohen sind.
Das mag schon sein, wird in vielen Fällen auch zutreffen. Der Zusammenhang wird uns aber frei Haus geliefert und heißt Saint-Denis in Paris und Molenbeek in Brüssel. Mögen das auch Extrembeispiele für misslungene Integration und Ghettoisierung sein, ein Rundgang im 10. oder 11. Bezirk in Wien lässt aber auch nichts Gutes ahnen, und eine Fahrt mit der U6 zeigt zumindest, dass Deutsch in manchen Teil Wiens zu einer Minderheitensprache zu werden droht.
Von gelungener Integration kann man auch in Österreich nicht sprechen. Mit 80 – 90 Tausend Neuankömmlingen in diesem Jahr wird sich die Situation sicher nicht verbessern. Es gibt nämlich keinerlei Generalplan, wie man die Integration der Migranten sinnvoll angehen könnte. Vor allem fehlen die Mittel dafür. Im Budget 2016 ist ca. 1 Milliarde für „Flüchtlingskosten“ angesetzt, davon aber knapp die Hälfte für die Grundversorgung, was mit Integration rein gar nichts zu tun hat. Außerdem dürfte die Annahme auf der diese Budgetierung beruht, dass im nächsten Jahr „nur“ 85.000 Flüchtlinge bleiben, also weniger als für dieses Jahr prognostiziert, auf Sand gebaut sein.
Selbst wenn wir also unterstellen, dass die in Österreich verbleibenden Flüchtlinge überwiegend guten Willens sind, sich also integrieren wollen, die deutsche Sprache so schnell wie möglich zu lernen gewillt sind und unsere „Werte“ anerkennen wollen, müssten sie das unter schwierigen Bedingungen schaffen, also ohne Arbeit, ohne einem ausreichendem Angebot an Kursen und unter prekären Wohnverhältnissen.
Nicht vergessen sollte man auch, dass mehr als 70 % der Migranten Männer sind ,eine zusätzliche Herausforderung für sinnvolle Integrationsmaßnahmen.
Das ist nicht gerade beruhigend und so ähnlich hat es vielleicht auch in Saint-Denis, Molenbeek oder Neukölln begonnen. Wenn wir nun aber nicht ganz unbegründet befürchten, dass dieser Wille zur Integration ähnlich gering ist als bei den schon länger hier Lebenden, dann hilft alles Geld nicht. Da bleibt dann nur die Hoffnung, dass es so „österreichisch“ abläuft wie bisher auch. Nicht gut, aber auch nicht katastrophal. Durchwurschteln halt.

18 comments

  1. Fragolin

    …und so wird es auch enden. Nur geht es schneller. Wir brauchen keine Jahrzehnte mehr, bis eine dritte Generation auszuckt, sondern nur noch Jahre. vielleicht gar Monate. Radikalisierungsbereite gibt es selbst nach vorsichtigen Einschätzungen der Behörden mehr als genug unter unseren vielen neuen Mitbürgern und ihren wenigen -Innen. Und Radikalisierer sind auch mitgewandert.
    Dass sich unsere Politikspitzen nicht vorstellen können, dass leitende Köpfe von Terroristenclans, Hassprediger und Schwerkriminelle mit der serbischen Staatsbahn und Bundesheerbussen über den Balkan karren, wo es doch Direktflüge in first Class nach Wien, Berlin und Paris gibt, muss man verstehen. Sie können immer nur von sich auf andere schließen. Dass in Ungarn gerade ein international gesuchter durchreisender Hetzprediger in einem Zug festgenommen wurde, rüttelt auch nicht an dieser Theorie und wird auch medial nur als Randnotiz erwähnt (um einem Erfolg des satanischen Orban keinen Platz zu bieten und den rachtsnationalen Islamophoben keine Munition zu geben wahrscheinlich…)

  2. Mourawetz

    Österreich ist ein wehrloses Land, schutzlos jedem Eindringling ausgeliefert. Die Bedrohung werden wir bald zu spüren bekommen.

  3. Reini

    … man kann sehr gut die Integration mancher Ausländer, in dritter Generation in Österreich lebend!!!!, feststellen wenn sie in den Krieg ziehen!!!! … der Islam wird nie Europäisch – das sollte man den Moslems beibringen!!!

  4. Herbert Manninger

    Django kennt keine Furcht, klar. Er hat ja auch im Gegensatz zum Filmhelden Personenschützer auf Kosten des Volkes, dem er und sein Zwillingsbruder Taxidriver allerdings jeglichen Schutz verweigern.

  5. Der leiwaunde Johnny

    Wer sich die 3. Welt im großen Stil importiert, lebt irgendwann selbst in der 3. Welt.

    Diesen unglaublich tiefgründigen und hoch komplexen Zusammenhang verstehen politisch korrekte Menschen einfach nicht.

  6. Mario Wolf

    Die beiden o.G. ,sowie Angela Merkel , Juncker und sonstige linkslinke Gesinnungsgenossen brauchen wirklich keine Angst vor dem islamistischen Terror haben. Auch der dümmste Islamist schlachtet keine Gänse(riche) die ihm goldene Eier zu Füssen legen. Eigentlich könnte man die Kosten für gepanzerte Fahrzeuge und Bodyguards einsparen. Aber dass wird nicht gehen, da ist noch die Angst vor dem eigenen, verachteten Volk

  7. sokrates9

    Laut Papst / Hollande befinden wir uns im Krieg! Wer ist der Feind? Der Islam und die Moslems! Aber die sind doch alle so lieb?- Auch die Gegner an der Kriegsfront sind eigentlich lieb! Da standen 20 – jährige Soldaten auf beiden Seiten, denen Familie, Heimat, Diskos, wesentlich lieber waren als den ” Feind” umzubringen! Deren einzige Schuld war, dass sie das System, Kommunismus, Nationalsozialismus usw mit getragen / gewählt haben!- Und die wurden gnadenlos bombardiert, vernichtet! Wir aber müssen den heutigen “Feind” mit Glacéhandschuhen angreifen und dürfen kein böses Wort gegen den Islam sagen!
    Doch wire kommen wir dazu dass Leute wie Salman Rushdie, Sabatina James und viele andere inklusive Karrikaturistren mit Polizeischutz im freien Europa existieren müssen??Was mavhte man im Krieg mit potentiellen Feinden?? Internierung, Ausweisung; und genau so muss man gegen Feinde vorgehen!

  8. Lisa

    @sokrates9: Es müsste erst einmal genau definiert werden, was Religion ist: das hat mit dem Jenseits, dem Transzendenten zu tun (“Gebt Gott, was Gottes ist und dem Kaiser, was des Kaisers ist” als Antwort auf den Verdacht, Jesus predige etwa staatsschädigende Steuerhinterziehung) – man kann gern religiöse Elemente, die dem Staat nützen Nächstenliebe wird zum Sozialamt z.B.), in Verfassungen aufnehmen, aber das ist nicht Religion, die hier und heute privat zu sein hat. Ich wiederhole, was auch schon gepostet wurde: Islam ist keine Religion, sondern eine politische, ins säkulare Leben sich einmischende Ideologie!

  9. Fragolin

    @Lisa
    Vereinfachend: Religion ist alles, was sich um das Jenseits kümmert; was sich um das Diesseits kümmert ist Politik. Sollen sich Muslime in ihrem Gebetsraum von mir aus zehnmal am Tag nach Mekka beugen, wenn sie glauben, dadurch Seelenheil zu erringen; aber sowie es Vorschriften hagelt, die ihre Kinder und Frauen aus der Gesellschaft isolieren und mehr oder weniger agressiver Missionierungsdrang zu erkennen ist, ist Schluss mit lustig. Eine Religion, die nach weltlicher Macht strebt, hat diesen Status verloren und darf mit allen Mitteln bekämpft werden, die auch für die Bekämpfung gefährlicher politischer Ideologien gelten – bis hin zum Verbot der Wiederbetätigung. Dazu zählen Kampfschriften ebenso wie Hetzpropaganda gegen die Gesellschaft und ihren Lebensstil, Aufrufe zu Gewalt etc.

  10. sokrates9

    Lisa@Denke muss man nicht so kompliziert machen: Jeder Moslem muß unterschreiben, dass er die österreichische Verfassung über den Koran stellt! ( Tut er das ist er ein Moslem Kurzscher`Prägung).
    Ist er der Meinung dass der Koran / die Scharia und das hängt untrennbar zusammen -Priorität hat, es gottgewollt ist Homosexuelle auf Baukränen aufzuhängen, Millionen Frauen sich verschleiern müssen, Europäer Polizeischutz benötigen wenn sie etwas gegen den Islam haben, dann gehören diese Typen unbarmherzig rausgeschmissen! Die können sich doch dann IN DEN MOSLEMISCHEN Ländern WOHL FÜHLEN1

  11. Christian Peter

    ‘Es gibt keinen Generalplan, wie man die Integration der Migranten sinnvoll angehen könnte’

    wozu integrieren ? Kern des Asylrechts ist es, politisch verfolgten Menschen temporären Schutz vor Verfolgung zu bieten, nicht auf Dauer eine neue Heimat anzubieten und zu integrieren. Flüchtlinge sollten daher Schutz auf Zeit erhalten und nach Wegfall des Schutzgrundes in ihre Heimatländer zurückkehren.

  12. Fragolin

    Wieder ein Artikel ohne Kommentarfunktion, was solls…

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4872664/Wien_KoranVerteilungen-sollen-verboten-werden?from=rss&google_editors_picks=true

    Da distanzieren sich die Pelzgoscherl von der “Lies!”-Bewegung der deutschen Salafisten, aber auf dem Foto steht ganz groß auf ihrem Tischlein-deck-dich “Lies!”. Das ist so putzig wie ein NPD-Anhänger mit Hakenkreuzarmbinde, der sich von den Nazis distanziert.
    Und dann das hilflose Gestammel, man dürfe ja den Leuten nicht die religionsfreiheit blabla, deshalb dürfe man nicht verbieten blabla – wo ist denn der Aktionsgeist der roten und vor Allem grünen Bezirksvorsteher geblieben? Gleich einen Stand daneben, gratis Verfassungsbüchlein, Kinderbibeln und von mir aus noch Jungbauernkalender verteilen, direkt vor der haarigen Nase unserer lieben Radikalmuslime! Und sie dann mit unschuldigem Blick fragen, wie Allah das denn so geregelt habe, man habe jetzt aus Neugier eine Koran-pdf heruntergeladen, gelesen und danach im virteullen Papierkorb entsorgt, ob das wohl auch unter Beschädigung der Heiligen Schriften falle?

    Mir kommt langsam die Idee, dass nur noch eines hilft: SPOTT gegen FANATIKER!
    Wenn 6 Milliarden Menschen über diese radikalisierte Splittergruppe einer mittelalterlichen aggressiv-missionarischen Kriegerreligion lachen, was wollen sie denn tun? Sich empört in die Luft sprengen? Ja bitte! Guten Flug! Euch vermisst hier keiner, und wenn ihr bei Allah ankommt und er keine Jungfrauen für euch hat sondern nur ein Poster von Conchita Wurst, weil ihr alles missverstanden habt, dann viel Spaß mit Eurer Ewigkeit! 😀

  13. Rennziege

    23. November 2015 – 17:03 Fragolin
    Die “Lies!”-Kampagne ist, so viel Englisch wird auch jeder Deutschsprachige verstehen, eh für’n Hugo. Es gelingt Fanatikern halt immer wieder, sich lächerlich zu machen. Den Koran nichtsahnend als Lügensammlung anzupreisen, wird so manchem Gratisbuch-Salafisten im Angesicht des Propheten schmerzlich aufstoßen. (Falls derselbe ausnahmsweis’ ungrantig aufgelegt ist: entweder luftiger Kran oder 70 Jungfrauen weniger; nach einem islamischen Häfen werden auch die restlichen zwei ihm keine wahre Freude mehr bereiten, er ihnen auch nicht.)

    Wir sollten über die Zauselbärtigen nur noch schallend lachen. Wenn sie nicht so eine kleine, aber medial übermächtige Lobby hätten; denn den Zausels, auf ihre eigenen Ressourcen reduziert, würden auch alle Kalaschnikows der Welt nicht zum Sieg verhelfen. Es ist die native fünfte Kolonne, die — hoffentlich nur aus Dummheit und Wählerfang, nicht nach übergeordnetem Plan — große Sorgen bereitet.

  14. Fragolin

    @Rennziege
    Wie wahr, wie wahr, wertes Meckertier! Daher wohl auch das entwaffnende Lächeln, mit dem uns Mutti und ihre Lakaien zu beschwichtigen suchen, denn das Schlimmste was ihnen passieren könnte, ist, dass die Schafherde nicht mehr blökend auf das schwarze Schaf in ihrer Mitte schaut sondern zu ihrem Hirten aufblickt und dessen wahres Gesicht erkennt…

  15. Rennziege

    23. November 2015 – 21:11 Fragolin
    Ich bin, wenn Sie gestatten, eine absolut unmeckernde Ziege. Aber ich schätze Ihre Mitteilungen.
    Trotzdem eine kleine Anmerkung dazu: “Mutti” M. kann nicht lächeln, entwaffnend erst recht nicht — nur autistisch-betreten grinsen, mit kontraproduktiv zu Tal schlitternden Mundwinkeln, wenn überhaupt.

  16. Fragolin

    @Rennziege
    Meine Verehrung, Werteste, ich meinte dies durchaus als Kompliment. Zwischen den schweigenden Lämmern ist die meckernde Ziege eine wohltuende Erscheinung.
    Und mit “entwaffnend lächeln” meinte ich das fiese Grinsen, mit dem ihre Schergen dem Volk die Waffen aus der Hand winden. Die Anspielung allein war wohl zu nebulös…
    Ansonsten gibt Mutter Terroresia der Krise ein passendes Gesicht. 😉

  17. Lisa

    Danke fürs Morgenkino: Das tat weh: „sie haben die Hoffnung nicht aufgegegben , dass ihnen die Politik doch noch zuhört“ – und der alte, einheimische Mann mit seinen Tränen – sind die weniger anrührend als die eines Kindes….?

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