So macht man das….

Von | 19. November 2013

“Mehr als eine halbe Million Schüler in Dänemark können sich über lange Osterferien freuen: Um die Lehrer zu mehr Arbeit zu zwingen, schließen die öffentlichen Arbeitgeber ihre Pädagogen vom Unterricht aus. Die reagieren trotzig und wollen sich nicht zwingen lassen.” (SpON, 2.4.2013)

14 Gedanken zu „So macht man das….

  1. Ralf Egger

    Super! Demotivierte und schlechter vorbereitete Lehrer (wenn mehr Stunden unterrichtet werden, kann natürlich jede Stunde nicht so optimal vorbereitet werden) auf die Schüler loslassen und dann “die beste Bildung für alle” propagieren. Am besten dieses faule Lehrerpack bei Wasser und Brot zum Unterricht zwingen! Haben eh Ferien…

  2. UA

    Hm. Das wird Gewerkschafter Quin aber vermutlich nicht so gern in sein blog übernehmen….
    ahttp://quinecke.wordpress.com/2013/11/16/die-dritte-republik/

  3. herbert manninger

    Nachdem dieser allwissende Filmemacher Wagenhofer incl. seiner “Experten” bewiesen hat, dass die Schule den 98%igen Genieanteil unter den Neugeborenen nahezu gegen 0% fährt, wäre es doch im Sinne aller und logisch, unser Schulsystem zu eliminieren. DAS wäre eine Budgeteinsparung und in 30 Jahren blicken wir stolz auf eine Nation von Nobelpreisträgern, die dann – Reichensteuer(75% oder auch 90%?)! – unsere Pensionen locker finanzieren.
    PS: Die restlichen 2% sitzen heute schon in der Regierung……..

  4. RB

    Und was genau ist der Sinn a) dieser Maßnahme und b) dieses Eintrags? Wenn’s nur irgendwie gegen die Lehrer geht, gibt es sogar einen Ortnerschen Schulterschluss mit den Kollegen vom Boulevard. Alles klar, die Lehrer hackeln wenig, verdienen viel und jammern noch die ganze Zeit.

  5. gms

    RB,

    “Und was genau ist der Sinn [] dieser Maßnahme..”

    Diese Maßnahme veranschaulicht, wonach Arbeitnehmer nicht die einzigen sind, welche nach erfolglosen Verhandlungen noch weitere Optionen ausschöpfen können. Ob im Anlaßfall dadurch dänische Lehrer berechtigt oder unberechtigt zum Handkuß kamen und wie sich dies als mögliche Analogie für Österreich darstellte, will ich explizit nicht kommentieren.

    Entscheidend ist, vonwegen “genau”, der exemplarisch genutzte Gegenpol zum Streik. Daß mögliche Betroffene dies anders sehen, war erwartbar, die absurde Begründung leider nicht minder: “Doch Streik und Aussperrung sind keine gleichen Mittel. Aussperrung verletzt die Menschenwürde der Arbeitnehmer und schafft eine Arbeitgeberübermacht, gegen die keine Gewerkschaft eine Chance hat. Deshalb fordern die Gewerkschaften schon seit langem ein Verbot der Aussperrung. ” [Die Bildungsgewerkschaft, 1]

    Merke: Wenn’s an Argumenten fehlt, dann versuch’s mit “Menschwürde”. Entzückend.

    [1] gew.de/Lehreraussperrung_in_Daenemark_beendet.html

  6. Rennziege

    Ich kann nicht anders: Obwohl es komplett O.T. ist, was man mir bitte verzeihen möge:
    Die Fußballweltmeisterschaft in Qatar (hierzulande meist als “Katar” tranbskribiert) ist zwar noch gut acht Jahre entfernt, aber ausgerechnet diese korantreuen und superkeuschen Muftis haben dem Stadion die unverwixxelwechselbare Form einer Muschi Vagina gegeben:
    http://www.buzzfeed.com/mjkiebus/qatar-designed-a-stadium-shaped-like-a-vagina-for-the-2022-w
    So was kann man nicht erfinden. Die Realität ist lustiger.

  7. Super_Mario

    Eckehard Quinn ist mein Chemielehrer. Ich würde ihn als zielstrebig und fleißig beschreiben, eigentlich hätte ich nicht erwartet, dass er ein Spitzengewerkschafter ist. Aber bekanntlich kann man sich in Menschen ja irren.

  8. Super_Mario

    Fragen, Wünschen und Beschwerden richte ich gerne direkt an ihn aus 🙂

  9. UA

    @ Super_Mario
    Danke, aber nicht nötig – ich habe mit ihm maturiert (ua auch in Chemie!) lg!

  10. Reinhard

    @Ralf Egger
    Was die Vorbereitungszeit angeht, kann erst dann wirklich ernsthaft diskutiert werden, wenn die geistige Gleichmacherei es akzeptiert, dass der Aufwand eines naturwissenschaftlichen Fachlehrers höher anerkannt wird als der eines Turnlehrers oder einer Handarbeitslehrerin. Allein das Vorbereiten und Korrigieren von Tests erfordert komplett unterschiedlichen Aufwand.
    Die trotzige Masche, auch nur jede Diskussion zum Thema mit einer Erpressung zu bedrohen, nämlich jener, als demotivierter Lehrer seinen Frust eben an den Kindern auszulassen, ist das Symptom der Unprofessionalität der ihre eigenen Privilegien höher als das Wohl der Kinder bewertenden Pragmatisierten und schießt die Lehrer argumentativ erst recht ins Abseits.
    Dass schon lange schlampig vorbereitete, mit überalterten Hilfsmitteln und schlecht von der Schule ausgerüstete, demotivierte und weltfremde, frühpensionsgeile und egozentrische Gestalten die Klassenzimmer bevölkern und den immer weniger werdenden (weil von den Privilegienrittern hinausgemobbt oder vom Schulrat zwangsversetzt bis zur Aufgabe) wirklich motivierten und mit Herzblut agierenden Lehrern den Ruf versauen, ist allgemein bekannt. Sich gegen Veränderungen in diesem System, das immer mehr Pisa-Versager und funktionelle Analphabeten produziert und zur Versorgung mit wohlerworbenen Rechten und fetten Ruhestandsgenüssen dient, mit Trotz und Drohung zu stemmen ist genau der Grund, warum es zur Not mit Gewalt zerschlagen gehört.

  11. Ralf Egger

    @Reinhard: Es ist Ihnen vielleicht nicht aufgefallen: aber nur noch die absolute Minderheit der Lehrer sind pragmatisierte Beamten. Die Mehrzalhl steht in einem Dienstverhältnis als Vertragslehrer und wird eine Pension erhalten, die der ASVG gleichgestellt ist. Diese Dienstverhältnisse sind ebenso oft befristet, wie in der hochheiligen Privatwirtschaft. Ich bin selbst kein Lehrer geworden, obwohl ich den Beruf gerne ausgeübt hätte, aber da in meinem Umfeld so ziemliche alle Lehrer sind und ich sehe, welchen Aufwand (40 Stunden und mehr) sie in ihrem Beruf betreiben, nur um später medial angepöbelt zu werden, bin ich davon abgekommen und in der allerheiligsten Privatwirtschaft tätig. Die meisten, die Lehrerbashing betreiben, haben immer noch ihre eigenen Lehrer vor Augen, wo es sicher oft nur ein Halbtagesjob war. Aber – Sie werdens glauben oder nicht – auch in der Schule hat sich ebenso wie in den letzten dreißig Jahren in der sakrosankten Privatwirtschaft viel getan…

  12. SuperMario

    @UA
    Sie sind auch in Perchtoldsdorf in die Schule gegangen?
    Zufälle gibts…:)

  13. SuperMario

    @UA
    Dann kennen sie bestimmt auch die Alexandra Tobischek, Mutter meiner Freundin!:)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.