So rechnet Europa seine Schulden kleiner

“Ab September sollen die Wirtschaftsstatistiken anders berechnet werden. Einige Konsumausgaben werden künftig zu Investitionen. Und wie von Geisterhand sinkt dadurch der Schuldenstand der EU-Länder” (hier)

2 comments

  1. Herr Karl jun.

    Traue nie einer Statistik, die du nicht selber gefälscht hast… Die konzeptionelle Akrobatik in den offiziellen Statistiken ist atemberaubend. So werden etwa die Personalkosten der öffentlichen Verwaltung einfach zum BIP der Länder addiert – und somit “Kosten” zu “Erträgen” umfirmiert. Das hat den netten Nebeneffekt, dass Kostenexplosionen in der öffentlichen Verwaltung das BIP ordentlich aufmascherln. Als in Griechenland fast ein Drittel aller Beschäftigten in öffentlichen Diensten stand und zwischen 2001 und 2009 jährlich durchschnittliche Gehaltssteigerungen von ca. 10% erhielt, entwickelte sich folglich auch das BIP so prächtig und wies Griechenland statistisch gesehen als 25reichstes Land der Welt aus. Die Fiolgerungen daraus waren ziemlich dreist und entlarvend: Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Staats-, Finanz- und Wirtschafstkrise durch EU beinhalteten u.a. eine Reform des ohnehin sehr fragwürdigen Statistik-Wesens.

    Manchmal bannt sich jedoch die Wahrheit unverdrossen ihren Weg durch die statistischen Nebel:: Die Erklärung zum “European Statistical System (ESS)” auf der Webseite der “Eurostrat”, weist auf eine Erklärung “Committment on Confidence in Statistics (Greece)” hin. Klickt man diese alledings an, erscheint ein “Error – Object not found”
    http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/ess_eurostat/introduction

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