So schaut also die brutale Sparpolitik aus…

Von | 17. Juli 2013

“.….Die Staatsschulden sind in Spanien auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Wie die Madrider Zentralbank am Mittwoch mitteilte, erhöhten sich die Verbindlichkeiten des Euro-Krisenlandes im Mai im Vergleich zum Vormonat um 23,3 Milliarden auf 937,3 Milliarden Euro. Dies entspricht 89,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Erlaubt sind nach den Maastrichter EU-Spielregeln maximal 60 Prozent. Erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes überstiegen die Staatsschulden den Wert von 20.000 Euro pro Einwohner…” (Format)

9 Gedanken zu „So schaut also die brutale Sparpolitik aus…

  1. Karl Markt

    Brutal ist die Sparpolitik trotzdem, sogar Krankenhäuser wurden schon geschlossen.
    Sparen heißt ja auch nur, dass weniger Geld ausgegeben wird als man vielleicht gern möchte, nicht dass man gar keins mehr ausgibt.

  2. wollecarlos

    @Karl Markt
    “Brutal ist die Sparpolitik trotzdem, sogar Krankenhäuser wurden schon geschlossen.”

    Das ist richtig!
    Meine Frau, die sonst so liebreiche, ist auch ganz brutal im Sparen.
    Sie will einfach nicht mehr Geld ausgeben, als wir monatlich einnehmen.
    Sauerei das!

    Daß allerdings Krankenhäuser “schon” geschlossen wurden, halte ich für ein Gerücht. Jedenfalls habe ich davon weder gehört, noch gelesen.

    Vielleicht eine Latrinenparole?

  3. Reinhard

    Wenn “Sparen” bedeutet, bei sinkenden Einnahmen die Ausgaben zu erhöhen, dann verstehe ich auch, was “Kaputtsparen” bedeutet: Man treibt das Spiel so lange, bis alles kaputt ist.

    @Karl Markt, man könnte auf das Schließen von Krankenhäusern verzichten, da gebe ich Ihnen gerne Recht, aber überzeugen Sie Ihre Genossen mal davon, statt Milliarden in soziale Hängematten zu weben, für die Förderung obskurer Vorfeldorganisationen und sinnleerer Genderprojekte zu versemmeln oder in den Dankbarkeitspfründen für ergebene Genossen zu versenken, in ein reformiertes und wirtschaftlich funktionierendes Gesundheitssystem zu investieren. Solange die Versorgung braver Genossen auf Posten in Zwangsversicherungen und die gewerkschaftlich ertrotzten wohlerworbenen Rechte einiger Fachgruppen wichtiger sind als eine von Vernunft und Wirtschaftlichkeit gelenkte Versorgung von Patienten, brauchen Sie sich aber nicht weiter erregen. Da wird der Sparstift eben wegschneiden, was sich nicht reformieren lässt…

  4. Christian Peter

    Die Südländer können sparen so viel sie wollen – im Euro werden diese
    dennoch niemals Wettbewerbsfähigkeit erlangen. Sehr gut lässt sich dies
    am Beispiel Portugal beobachten, ein Land, dass in den letzten Jahren die
    konsequenteste Reformpolitik aller Südländer betrieb – leider vergeblich.

  5. wollecarlos

    Christian Peter :
    Die Südländer können sparen so viel sie wollen – im Euro werden diese
    dennoch niemals Wettbewerbsfähigkeit erlangen.

    Nehmen wir mal an, Sie hätten mit dieser Aussage Recht.

    Woran könnte das liegen ?
    Was meinen Sie?

  6. Karl Markt

    @Reinhard
    Genderprojekte, Sozialhilfe und Gewerkschaften sind nicht der wahre Grund für die Staatsschulden.

  7. wollecarlos

    Genderprojekte, Sozialhilfe und Gewerkschaften sind Teile des wahren Grundes für die Staatsschulden.

  8. FDominicus

    @Christian Peter
    Ihre eigenes Geld heißt übersetzt. Es gibt eine neue Fiat-Währung mit einer eigenen Zentralbank die dann die neue Währung abwertet. Das ist genau dasselbe Ergebnis als wenn man die Löhne senken würde. Glauben Sie das eine ist “gerecht” und das andere “ungerecht”. Die eigene Währung wird für die Portugiesen nur eins bedeuten, Sie werden sich für die neuen “Geldeinheiten” weniger kaufen können.

    Und im Endeffekt wird es trotzdem auf weniger Wohlstand für alle herauskommen. Der Betrug wird ja mit der Entwertung nicht “kleiner” sondern noch ungerechter, der “arme” Staat als größte Schuldner profitiert am Meisten.

  9. Christian Peter

    FDominicus :
    @Christian Peter
    Die eigene Währung wird für die Portugiesen nur eins bedeuten, Sie werden sich für die neuen “Geldeinheiten” weniger kaufen können.

    Das ist der Sinn jeder Abwertung, dann werden die armen Portugiesen
    statt mit BMW aus Deutschland eben mit Autos aus heimischer Produktion
    Vorlieb nehmen müssen.

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