“Sojamilch so künstlich wie Cola”

Passend zu den Feiertagen. „Vegane Ernährung ist keine Lösung des Grundproblems“, meint die bekannte Köchin Sarah Wiener, hier.

18 comments

  1. cmh

    Dass wir für diese Erkenntnis eine Starköchin brauchen ist doch sehr bezeichnend: ohne “star” gilts nix und vor allem denks sich nix.

    Und weil grade Fastenzeit war: Ja, Fastenzeit! Bereits der Verzicht auf die zweite(!!!) Packung Chips vor dem Kastel bei der Weihnachtsshow würde auch schon was bringen. Aber Fasten hat so einen pfuigacka religiösen Beigeschmack.

  2. astuga

    Im Geiste veganer Ernährung bekommt man in fast jedem Supermarkt Glutenschnitzel als Fleischersatz.
    Und das besteht fast ausschließlich aus genau jenem (Weizen-) Gluten vor dem man sich bei anderen Produkten “zu Tode” fürchtet (Stichwort Glutenfrei).
    Selbst wenn jemand gar nicht an Zöliakie leidet.

    Erinnert an die Fructose die ua. zur Leberverfettung führt in den früheren Diabetiker-Lebensmitteln.

  3. RB

    Es ist eh fein, daß Frau Wiener nach all dem sonstigen esoterischen Ernährungsgesülze auch einmal etwas Vernünftiges sagt.

  4. elfenzauberin

    Eine komplett fleischlose Kost ist für den Menschen sicher keine natürliche Ernährung. Es ist wohlbekannt, dass nach veganer Ernährung ein Vit-B12-Mangel auftritt, das künstlich substituiert werden muss. Vielen Veganerneulingen fällt das zunächst nicht auf, weil die Vit-B12-Reserven im Körper sehr groß sind und Jahre halten. Wenn diese allerdings aufgebraucht sind, dann bekommt man eine perniciöse Anämie – das steht fest wie constat mit ACI.

    Wahrscheinlich hat der Fleischkonsum viel zur “Menschwerdung” beigetragen. Das ist genau der Punkt, wo wir uns von vielen Primaten unterscheiden (von denen einige gelegentlich Fleisch fressen, aber nie soviel wie der Mensch). Das menschliche Gehirn verbraucht unglaublich viel Energie (etwa 20% des Grundumsatzes). Diese Energie muss von irgendwoher kommen und da bietet sich hochkalorische, tierische Kost an.

    Fleischliche Kost hat den großen Vorteil, sehr energiereich zu sein. Der Fleischfresser muss nicht den ganzen Tag mit Fressen zubringen, sondern kann sich auch anderweitig beschäftigen und nebenbei den Luxus erlauben, ein großes energiefressendes Gehirn zu besitzen. Pflanzenfresser haben stark ausgebildete Mahlzähne, um die niedrigkalorische Kost optimal zu verwerten. Die Verwertung beginnt eben mit der effektiven Zerkleinerung im Mund. Der Mensch ist der einzige unter den Primaten, bei denen das Hirn größer geworden ist und die Mahlzähne sich rückgebildet haben.

    Das ist für mich ein klarer Hinweis, dass wir nicht auf reine pflanzliche Kost ausgelegt sind. Wahr ist aber, dass die meisten von uns zuviel Fleisch essen. Viele von uns üben einen sitzenden Beruf aus und da ist eine hochkalorische Ernährung eher ungünstig, sowohl für die Silhouette, die man abgibt, als auch für die Gesundheit.

  5. astuga

    Eh.
    Wobei da sicher mehr die Mischung von Zucker und Fett die Hauptschuld trägt denn das Fleisch.
    Man kann sich eben auch fleischlos ungesund ernähren.

  6. Rennziege

    Ich ging schon in Ö, D und GB fleißig blutspenden beim Roten Kreuz, also unentgeltlich; anschließend gab’s eine kleine Jause, sonst nix. In Kanada mach’ ich das auch, immer mit den vorgeschriebenen achtwöchigen Intervallen. (Mein alter Herr, der Reserveoffizier, hat als Rekrut beim Bundesheer damit angefangen, denn dafür gab’s einen halben Tag dienstfrei. Damals wurden nur 350 ml abgezapft, heute sind es überall 500 ml. Denn die Transfusionsempfänger werden immer mehr, die Blutspender immer weniger. Mittlerweile hat er 110 Spenden im Ausweis, also die Blutmenge von ~60 mittelgewichtigen Menschen, und erfreut sich bester Gesundheit.)
    Was erlebt man so beim internationalen Blutspenden? Bleichgesichtige, aufrichtig gutmenschliche, zugleich vegetarisch und vegan lebende Zeitgenossen werden wegen kritisch niedriger Hämoglobinwerte weggeschickt und sind maßlos traurig, protestieren dagegen — sie seien doch ein Vorbild in gesunder und nachhaltiger Lebensführung, oder?
    “Wir brauchen zwar jeden Tropfen”, antworten die Ärzte, “aber um Ihrer eigenen Gesundheit willen müssen wir Ihre Spende ablehnen. Sie sollten Ihre Anämie behandeln lassen oder sich wenigstens ausgewogen ernähren.”

    Das wollen die aber nicht; lieber schlucken sie B12- oder Eisentabletten, die das Fehlen von tierischer Nahrung nicht annähernd wettmachen können. Und dann sind sie erst recht traurig, denn sie meinen, durch Schädigung ihres Körpers dem Kosmos etwas Gutes zu tun. Man staunt Bauklötze, aber es ist wahr.

  7. astuga

    @Rennziege
    Ich geh zwar nur selten Blutspenden (habe auch keine selten Blutgruppe, von daher…)
    Aber ich schau auch immer, dass ich ein zwei Tage davor relativ gesund esse und etwas leichten Sport mache.
    Dann sind die Blutfettwerte günstiger. 😉

  8. Christian Peter

    @astuga

    das glaube ich auch. Mit den Blutwerten eines Fleischvernichters können es Vegetarier/Veganer allemal aufnehmen. Immerhin ernähren sich diese in der Regel deutlich abwechslungsreicher und somit gesünder.

  9. Rennziege

    29. Dezember 2015 – 22:42 astuga
    Hello! Die häufigen Blutgruppen werden ebenso gebraucht wie die seltenen, da sie in der Bevölkerung adäquat verteilt sind.
    29. Dezember 2015 – 22:52 Christian Peter
    Typisch für Sie, empirische Erkenntnisse und Beweise durch hausbackene arrogante Ignoranz zu ersetzen. Maxxxnixxx! Das ist man gewohnt von Ihnen, Euer Allwissenheit.

  10. Gerhard

    Rennziege u.a.:
    Leider schreibt das Ministerium bzw. die EU vor, dass ältere Leute nicht mehr blutspenden dürfen. Auch ich habe früher das anschließend übergebene Paar Würstel sowie den Schluck Rotwein genossen.
    Weiters wird oft übersehen, dass von den Blutbanken vieles gar nicht gebraucht wird bzw. Teile des gespendeten “Saftes” an die Pharmaindustrie zur weiteren Verwertung verkauft werden. Auch wird nun von Medizinerseite die bisherige oft gar nicht erforderliche Fremdblutinfusion überdacht. Verantwortungsvolle Patienten sammeln vor geplanter Operation auch Eigenblut, welches dann ggfs. völlig bedenkenlos wieder dem Körper zugeführt wird.

  11. Christian Peter

    Bei allem Respekt vor Sarah Wiener, aber dass Sojamilch ein ‘hochverarbeitetes Industrieprodukt’ sei, ist blanker Unsinn, denn Sojamilch enthält nichts als Wasser und geschälte Sojabohnen (7 %).

  12. Lara

    Sojamilch kann man auch gut selber machen, aus gekochten Sojabohnen und Wasser. Diese Milch ist dann allerdings nicht süß, für die Süße muss man Zucker oder Sirup dazu geben. Was ist daran künstlich? Aber keine Frage, es gibt eine Menge ziemlich verarbeitete vegane Produkte. Aber wie schauts mit der fleischlichen Wurst aus? Auch da ist alles mögliche drin und nicht nur reines Fleisch und auch das ist ein hochverarbeitetes Produkt.

  13. Gerhard

    Zur Erzeugung von Sojamilch verwenden wir ein am Markt erhältliches Gerät, welches alle die erforderlichen Arbeiten abnimmt.
    Zum Thema Vegetarier und Veganer allgemein:
    Das Zuviel an Fleischprodukten ist tatsächlich ein riesiges Gesundheitsproblem geworden. Aber es genügt schon – wie auch bei anderen Sachen – die wöchentlichen Mengen stark zu verringern und bei der Zutatenauswahl mehr auf Qualität anstelle Quantität zu achten. Leider muss man dazu aber auch sagen, dass es heutzutage schon sehr mühsam geworden ist, solche Produkte am Markt (= Supermärkten) zu finden, denn nicht überall gibt es Bauernmärkte bzw. Ab-Hof-Veerkauaf, dem man vertrauen kann.
    Ich hatte beruflich die Möglichkeit, bei Intensivtierhaltungen die Aufzuchtmethoden für Hühner, Schweine und Rinder (auch die Hühnereierproduktion) zu beobachten. Eigentlich müsste jeder vernünftige Mensch spätestens ab diesem Zeitpunkt auf den Genuß dieser Lebensmittel verzichten, denn es ist grausam, wie da heutzutage “produziert” wird.

  14. astuga

    Naja, Sojamilch (eigentlich Sojadrink) aus dem Handel enthält wohl in der Regel

    Sojamilch enthält zwar Eiweiß, aber praktisch kein Kalzium (außer es wird zugesetzt) und keine bzw weniger B-Vitamine als Kuhmilch (außer es wird zugesetzt).
    Und natürlich verträgt auch nicht jeder Sojamilch (Kreuzallergien).
    Und der übermäßige Verzehr von Sojaprodukten ist auch nicht für jeden unproblematisch, wegen der pflanzlichen Hormone.
    Wir sind eben keine Asiaten, und unsere Ernährungsgewohnheiten sind von frühester Kindheit an unterschiedlich, so wie unsere Darmflora (Biom).
    Aber es gibt ja auch Mandel-, Hafer, Reis- oder Nussdrinks.

    Inhaltsstoffe im Sojadrink eines großen öst. Herstellers.
    Wasser, geschälte Sojabohnen (5,9%), Zucker, Tricalciumphosphat, Säureregulator (Monokaliumphosphat), Meersalz, Aroma, Stabilisator (Gellan), Vitamine (Riboflavin (B2), B12, D2)

  15. Christian Peter

    @astuga

    ‘Inhaltsstoffe im Sojadrink eines großen öfter. Herstellers’

    Bio-Sojamilch enthält nichts als Wasser und geschälte Sojabohnen. Anderen Varianten wird Meersalz, Calcium, Meeresalgen, Leinöl und Süßungsmittel wie Apfeldicksaft, Bourbon – Vanille oder Kakao beigemengt.

  16. astuga

    All diese Zusatzstoffe sind ja id Regel auch Bio.
    So wie nicht jede Sojamilch gleich ist, so ist übrigens auch nicht jedes Cola-Getränk gleich.

    Als Fazit kann ich für mich festhalten: Sarah Wieners Aussage ist grundsätzlich korrekt

  17. Christian Peter

    und die Erde ist eine Scheibe… Dass Sojamilch, welche in jedem Privathaushalt mit einfachsten Zutaten (Sojabohnen und Wasser) herstellbar ist, ein ‘hochverarbeitetes Industrieprodukt’ sei, ist blanker Unsinn. Sehen Sie sich das Video an.

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