Solidarität mit Nordkorea!

Von | 11. April 2013

Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA schrieb am Dienstag: “Der Linksblock des ÖGB hat am 2. April einen Protestbrief an die Botschaften der USA und des südkoreanischen Marionettenregimes gesandt, um gegen das von den USA und dem südkoreanischen Marionettenregime veranstaltete Kriegsszenario gegen die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) … zu protestieren”. (Presse)

37 Gedanken zu „Solidarität mit Nordkorea!

  1. Pardus

    Das Schlimmste ist, sich nie sicher sein zu können, dass derartige Hampelmänner so etwas nicht ernst meinen.

  2. wollecarlos

    “Oliver Jonischkeit, Funktionär des Gewerkschaftlichen Linksblocks, bestätigte am Mittwoch, einen Protestbrief an die Botschaften der USA und Südkoreas geschickt zu haben. Es handle sich aber um kein Papier des Linksblocks, sondern ein “privates Schreiben”. ”

    So, so, ein “privates Schreiben”…
    Und gleich hat die nordkoreanische “Agentur” eine Verbindung zwischen einm “privaten Schreiben” und einem “gewerkschaftlichen Linksblock” herstellen können?

    DIE müssen ja ein gutes Archiv haben…
    Oder hat Jonischkeit -natürlich versehentlich!- einen Briefbogen seines von Mitgliedsbeiträgen der Gewerkschaftsmitglieder finanzierten Linksblocks verwendet ?

  3. Thomas Holzer

    @Pardus
    Das noch Schlimmere ist, daß durchaus die Möglichkeit besteht, daß derartige Hampelmänner in Regierungsfunktionen gelangen können! 🙁

  4. Rado

    Thomas Holzer :@PardusDas noch Schlimmere ist, daß durchaus die Möglichkeit besteht, daß derartige Hampelmänner in Regierungsfunktionen gelangen können!

    -oder schon dort sitzen!

    Die Propagandaausstellung “Blumen für Kim il Sung” im wiener Museum für angewandte Kunst, welche von seinerzeitigen Direktor Peter Noever getragen wurde, ist bestimmt nicht ohne politischen Rückhalt möglich gewesen. Und dann haben wir ja noch den Bundesheinzi und die Delegation aus der niederösterreichischen SPÖ, welche 2010 eine Studienreise nach Nordkorea unternommen hat.

  5. Samtpfote

    Unbestätigten Meldungen vom Ballhausplatz zufolge, wurde das Schreiben am 1.April unserem HBP zur Begutachtung vorgelegt, mit der Bitte, eventuelle Verbesserungen vorzunehmen.
    Wie unser Information weiters ausführte, konnte sich unser HBP mit dem Inhalt und vor allem mit dem Absender voll identifizieren; er riet jedoch, das Schreiben mit 2.April zu datieren.
    Diesem Rat wurde Folge geleistet….

  6. Rado

    @Samtpfote
    Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen wurde gemeldet, dass sich sogar die Natur über den Brief gefreut hat!
    Neben einem Gebäude des ÖGB in Wien habe ein Fiakerpferd freudig erregt flatuliert und eine Schar Tauben habe sich danach erhoben und ist in die Lüfte aufgestiegen. 🙂

  7. Samtpfote

    Rado :
    @Samtpfote
    Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen wurde gemeldet, dass sich sogar die Natur über den Brief gefreut hat!
    Neben einem Gebäude des ÖGB in Wien habe ein Fiakerpferd freudig erregt flatuliert und eine Schar Tauben habe sich danach erhoben und ist in die Lüfte aufgestiegen.

    Auf den Weg zum Baumax (Sanitärabteilung), wurde unser HBP zufällig Zeuge dieses Vorfalls, welcher ihn an die Ausstellung weltberühmter nordkoreanischer Künstler in Wien erinnerte, worauf er sofort per Mobiltelefon ein DaCapo in die Wege leitete. Die bereits erwähnte “gut informierte Quelle” (Sanitärfachmann bei Baumax)) versprach uns auf dem laufenden zu halten.
    Wir warten gespannt…

  8. rubens

    @Rado
    Nicht zu vergessen das Kondolenzschreiben aus dem Bundespräsidentenbüro.

  9. Mourawetz

    Jonischkeit, Lösch, Heinzl und sonstigen Apparatschiks, die in den Parteizentralen der SPÖ und deren Vorfeldorganisationen ansonsten still vor sich hin kreuchen, können eben ihre Abstammung nicht leugnen. Sobald einer der ihren den sozialistischen Geist wieder zu seiner wahren, heroischen Größe aufleben läßt, bekommen sie Oberwasser. Nun wagen sie sich aus der Deckung des Parteizentralenmiefs heraus, um dem neuen Messiahs freudig zuzujubeln.

  10. Thomas Holzer

    @Rado
    Wo kann man denn in Wien die “Juche Ideen” studieren?
    Wird das schon an der Alma mater gelehrt? 😉

  11. Rado

    @Samtpfote
    Diese Liste lässt sich fast unbegrenzt erweitern.
    Man findet illustre österreichische Namen bei der nordkoreanischen Nachrichtenagentur. Und die fleißigsten Schmeichler dürfen sogar auf Kim Jong Un’s Neverland-Ranch einmal mit dem Ringelspiel fahren.

    -vom Bundesheinzi Fischer
    http://www.kcna.co.jp/item/2011/201112/news29/20111229-31ee.html

    -bis zu Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Wolf-Dieter Rausch, Vetmed. Uni. Wien.
    http://www.kcna.co.jp/item/2012/201209/news24/20120924-27ee.html

    Zum selber stöbern:
    http://www.nk-news.net
    Suchbegriff zB. “austria”

  12. Rado

    PS:
    ex MAK Direktor Peter Noever darf natürlich auch nicht fehlen!
    http://www.kcna.co.jp/item/2011/201111/news16/20111116-45ee.html

    Nordkorea ist eben das Land der unerfüllten Träume dieser Leute. Das Disneyland des Sozialismus! Man sollte es unbedingt erhalten so wie es ist damit man auch in Zukunft noch erleben kann, wofür sich die Östrreichischen Sozen bis vor ca. 24 Jahren noch mehr oder weniger offen begeistert haben. Leider sind ihnen die Arbeiter-und Bauernparadiese in der unmittelbaren Nachbarschaft abhanden gekommen. 🙁

  13. Samtpfote

    @Rado
    Besten Dank liebe(r) RADO, aber meine Aufnahmekapazität an Grauslichkeiten ist fürs erste ein mal erschöpft.

    Rausch’s Vortrag:
    “Nerve cell culture as a tool to understand neurodegenerative processes.”
    löst ein bei mir ein Gelächter aus, dass dem homerischen entgegen steht… 🙂

  14. Rado

    Thomas Holzer :@RadoWo kann man denn in Wien die “Juche Ideen” studieren?Wird das schon an der Alma mater gelehrt?

    Vermutlich JA
    Jedenfalls hat die Uni Wien eine Diplomarbeit zu diesem Thema angenommen (zum Download 658kB).

    Lösch, Thomas (2008) Außenpolitik Nordkoreas unter besonderer Berücksichtigung der Juche-Ideologie.
    Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
    BetreuerIn: Ucakar, Karl
    http://othes.univie.ac.at/1757/

  15. Rennziege

    Ich übe meine Solidarität mit Nordkorea, indem ich den hygienischen Luxus dieses Arbeiter- und Bauernparadieses teile: mit Klopapier aus rupfigem Reisstroh. (Dem Vernehmen nach soll dieses linientreue Verhalten hiesige Baddeigenossen wundersam von ihren Hämorrhoiden befreit haben, non-invasiv.)
    Meine diversanten Kinder gehen allerdings daheim nimmer aufs Klo, nur noch in der Schule; dort wird immer noch kapitalistisch-dekadente Weichware abgerollt. Unverständlich, dass die UnbildungsUnterrichtsministerin diese konterrevolutionären Umtriebe duldet.

  16. Tom Pinger

    Ich bleibe dabei: Linkes Denken ist eine Form von Realitätsverweigerung und müsste daher als psychische Störung (im medizinischen Sinne) anerkannt werden.

  17. wollecarlos

    Tom Pinger :
    Ich bleibe dabei: Linkes Denken ist eine Form von Realitätsverweigerung und müsste daher als psychische Störung (im medizinischen Sinne) anerkannt werden.

    Die Analyse ist richtig, die Therapie jedoch fraglich!

    Erstens hat man nicht genug Psychotherapeuten.
    Zweitens müssten die Krankenkassenbeiträge um 89,4 % angehoben werden… …will man das ???

    Für Lodur (= kh8o / Libertas) würde ich allerdings die Kosten übernehmen.
    Allein aus christlicher Nächstenliebe!

  18. Rennziege

    @wollecarlos
    “Allein aus christlicher Nächstenliebe!”
    Das ist ein typisch neoliberaler und fevanchistischer Versuch, unsere marxistisch-leninistische Gesinnung revisionistisch zu unterminieren. Schämen Sie sich!
    Bei uns aufrechten Komsomolzen (zu denen auch Lodur et al. verdienstvoll gehören) zählt nur die atheistische Solidarität des Kollektivs der gar nicht so werktätigen Massen.

  19. Rennziege

    @Rennziege
    Das Wörtchen “fevanchistisch” schaut lustig aus, sollte aber “revanchistisch” lauten. (Ich muss das korrigieren, da in unseren penibel aufgeklärten Kreisen schon so mancher Typfäler schnurstracks in den Gulag geführt hat.)

  20. wollecarlos

    @Rennziege
    Sie haben ich demaskiert!

    Ich schäme mich!
    Sehr!

    Welche Buße erlegen Sie mir auf?
    (aber bitte nicht marxistisch-leninistisches Arbeitslager (Gulag) in Sibirien! Dort ist die Sterblichkeitsrate über-proportio-nal hoch!)

  21. wollecarlos

    @Rennziege
    Wie kommen wir Beide gleichzeitig (mit einer Minute Differenz!) auf die Vokabel “Gulag” ??

    Ob das wohl was zu bedeuten hat?

  22. Rennziege

    @wollecarlos
    Wir sind halt Genossen, Sie und ich. So einfach ist das — und so fortschrittlich. Freundschaft!

  23. Gert Cok

    Einer, der so denkt könnte mal sogar Bundespräsident werden. Oder?

  24. Reinhard

    Man muss sich nicht wundern, dass es in Österreich (bis auf die Insel der Seligen in Graz) nur eine kaum wahrnehmbare Kommunistische Partei gibt, denn bitteschön, wie Hardcore muss man eigentlich ultralinks stehen, um sich in eine Partei zu begeben, die sich noch weiter links als diese sogenannte SPÖ befindet?

    Die Kims sind durchgeknallte Diktatoren, die Millionen Todesopfer, Unterdrückung, Not und Elend zu verantworten haben. Und der Enkelkim ist gerade drauf und dran, ernsthaft eins draufzusetzen. Und unsere linksextremistischen Demokratiefeinde, die offen und lächelnd in den Schaltzentralen der angeblich demokratischen Macht sitzen, schmeicheln diesen brutalen “großen Führern”.
    Nun stelle man sich die Situation vor, wenn österreichische Politiker irgendeiner Partei oder Proponenten ihrer Vorfeldorgansationen eine Gedenkminute vor einem Hitler-Bild abhalten, von mir aus auch Mussolini oder Franco. Oder nur einen Burschenschafterball besuchen.
    Im linken Spektrum sind Bunga-Bunga-Parties oder lümmelhafte Degenspiele, der der Besitz eines Bankkontos oder eines Porsche, ja sogar der Besitz von irgendwas (außer bei den linken Bonzen; quasi als Belohnung für ihre lebenslangen revolutionären Mühen), schon schwere Verbrechen, gegen die die revolutionäre Garde ausrücken muss, während das Ausbrennen eines ganzen Landes, eines ganzen Volkes, millionenfacher Mord und Totschlag, Leid und Not nur ein Schulterzucken wert sind, wenn es nur im Namen des Heiligen Marxismus-Leninismus erfolgt.
    Da plustern sie sich auf über israelische Siedlungspolitik oder den bösen Diktator Assad, der es bis heute wagt, die islamistischen Terroristen und salafistischen Gottesstaatskrieger aka “Rebellen” zu bekämpfen, aber jubeln einem Kim zu, der schon in dritter Generation sein Volk propagandistisch hirnwäscht und brutal jeden Widerstand eliminiert.
    Verlogenes Dreckspack klingt da schon fast wie ein Kompliment.

  25. Reinhard

    Nur mal so als Fingerübung ein keines Spiel zum Thema Propaganda, nehmen wir das Beispiel Syrien.
    Ich nehme einfach mal den Fakt, dass 20.000 Leute in diesem bürgerkrieg ihr Leben verloren haben.
    Satz 1:
    “Mindestens 20.000 Zivilpersonen sind durch das brutale Vorgehen der Regierungstruppen gegen die Aufständischen zu beklagen.” – Es wird weder erwähnt, dass “die Aufständischen” von Al-Kaida aufgerüstete Gotteskrieger sind, noch, dass sie natürlich selbst zu den “Zivilpersonen” gezählt werden, so dass jeder Sieg über ein islamistisches Terornest automatisch die Zahl der “zivilen Opfer” erhöht, aber das nur nebenbei.
    Satz 2:
    “Mindestens 20.000 Zivilpersonen sind durch den einem brutalen Aufstand islamistischer Extremisten folgenden Bürgerkrieg zu beklagen.” – Klingt schon anders, oder?

    Beide Sätze beschreiben den gleiche Fakt, beide Sätze kann man im Blick auf Syrien durchaus als inhaltlich richtig betrachten, und doch suggerieren sie zwei vollkommen unterschiedliche Bilder. Man muss nur Schlüsselworte wie “brutal” an die strategisch gewollte Stelle platzieren, und schon funktioniert die Propaganda wie geschmiert.

    Inzwischen schmücken wir die “Aufständischen” noch etwas romantisch aus, als edle Kämpfer für den “arabischen Frühling” (auch wenn dort, wo diese Frühlingshelden gesiegt haben, jetzt tiefster islamistischer Winter einbricht), machen aus der syrischen Armee eine Horde unmenschlicher blutrünstiger Todesschwadronen (wohl verschweigend, dass diese Soldaten ihrem Eid gehorchend gegen eine islamistische Machtübernahme in ihrem Vaterland kämpfen) und mehr. Unsere Wortakrobaten in den Redaktionsstuben können auf Geheiß aus dem Chefbüro (nach dem erhellenden Gespräch mit einem Presseförderungs- und Inseratenvergebenden) jeden Fakt genau so hinformulieren, dass sie ohne zu lügen das erwünschte Bild in den Köpfen der Leser und Zuschauer projizieren können.
    Göbbels mag tot sein, aber seine Praktiken sind bis heute beliebt.

  26. Samtpfote

    Die Chuch’e-Ideologie (von koreanisch Chuch’e: ‚Selbstständigkeit‘, ‚Autarkie‘; Aussprache in IPA: [ʨu.ʨʰe], sprich Dschutsche), meist Juche-Ideologie geschrieben, ist eine politische Ideologie, die von dem verstorbenen Präsidenten Nordkoreas (Demokratische Volksrepublik Korea, DVRK) Kim Il-sung entwickelt wurde.

    Die Chuch’e-Ideologie wird von ihren Anhängern als Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus verstanden, widerspricht diesem aber wesentlich. Kern der Ideologie ist, dass die Interessen der eigenen Nation über denen der internationalen kommunistischen Bewegung stehen und dass ein „Arbeiterführer“ die Gesellschaft transformieren muss. Zudem wird eine besondere Rolle Koreas angenommen, das im Mittelpunkt der Welt stehe. Nach dieser Auffassung ist der klassische Marxismus-Leninismus in seinen „historischen Grenzen“ gefangen, die Chuch’e-Ideologie jedoch ewig.

    In der Chuch’e-Ideologie ist der Mensch zwar Subjekt, doch wird von ihm bedingungslose Loyalität gefordert.

  27. Samtpfote

    @Rennziege
    na ja, mein üblicherweise gut unterrichteter Informant lässt mich anscheinend sitzen… 😉

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