Sollen Staaten Lösegeld für Geiseln zahlen?

“……In den letzten Monaten wurden mehrere amerikanische und britische Geiseln von IS-Milizionären vor laufender Kamera auf brutale Weise ermordet – auch weil ihre Regierungen das Eintreten auf Lösegeldforderungen kategorisch ablehnen. Der Schriftsteller und Journalist Jonathan Littell übt in der “NZZ” Kritik an dieser Praxis.”

10 comments

  1. cmh

    Der Autor dieses Artikels ist, wie man dem Impressum enehmen kann, selbst Partei. Deshalb muss man mit Vorsicht lesen.

    Tatsächlich ist es aber so, dass es sich bei diesen Konflikten um asymetrische Konflikte handelt. Man darf daher nicht annehmen, dass das Kriegsvölkerrecht auch nur in Ansätzen gilt, ja eine Partei kann mit Recht im Krieg rein gar nichts anfangen. Gleiches Recht im ungleichen Krieg ist ein Unding!

    Man sollte daher jeden Rest von Recht im Krieg und vor allem die damit verbundene Rollenverteilung in Kombattanten, Zivilisten, Sanitäter und neutrale Beobachter in seinen Überlegungen austilgen. Etwas, das dem Autor nicht ganz gelingt.

    Aber nur so sind die von moslemischen Gotteskriegern verübten Kriegsverbrechen (Geiselerschießungen, Zivilisten als Schutzschilde, Nutzung neutraler Einrichtungen, usw.) zu erklären: in ihrem Verständnis von Krieg sind das keine Verbrechen, denn ihr Krieg ist an sich ein totaler. Alles ist ihnen gerechte Waffe.

    Wenn Angehörige von NGÖs, die sich der Gefahr bewußt in diese Gebiete begeben haben, als Waffe verwendet werden, dann sollte man sie auch als Waffe sehen und eben keine allgemeinen Regelen aufstellen, wie man sie wieder bekommen kann. Vielmehr sollte etwas gesucht werden, das die Mörder des IS (Islam ist Suizid) überrascht.

  2. Der Realist

    es ist ja nicht unbedingt neu, dass man gewisse Flecken unserer Erde besser meiden soll. Setzen sich “Abenteurer” bewusst bestimmten Gefahren aus, endet auch die Verantwortung ihrer Heimatstaaten. Enden solche Ausflüge für die Reiselustigen dann letal, ist das mediale Gejammere meist enorm, gerne wird dabei das Wort “Drama” strapaziert, es ist allerdings auch kein Drama, kommt jemand bei einem Spaziergang auf einem Achttausender ums Leben.

  3. sokrates9

    kann mir wer erklären warum wir Lösegeld an die Ukraine, einem Nicht – EU Land zahlen, damit sie uns nicht das Gas klauen?

  4. Der Realist

    @sokrates9
    ich nicht, aber unsere “Experten” in der Politik wissen da bestimmt mehr

  5. Christian Weiss

    Für die Geiselnehmer selbst ist die Angelegenheit unter den jetzigen Bedingungen einfach: Weil die meisten Staaten zahlen, lohnt sich die Sache finanziell. Weil manche nicht bezahlen, hat man aus diesen Reihen propagandawirksame Geiseln, die man ohne Probleme für die “telegenen” Enthauptungen einsetzen kann. Die Enthauptungen lassen bei den Westlern das Blut in den Adern gefrieren und die Zahl derer, die ihre Staaten dazu anflehen, doch um Himmelswillen auf die Forderungen der Entführer einzugehen, steigt.
    Alles in allem also eine bequeme Win-Win-Situation für die Geiselnehmer.

    Anders sähe wohl die Angelegenheit aus, wenn USA und UK nicht nur kein Lösegeld bezahlen würden, sondern Geiselnehmer, die ihre Bürger töten, konsequent und aggressiv verfolgen würden. Die Mittel dazu hätten sie sehr wohl. Wenn es dann plötzlich um das Leben der Geiselnehmer geht, überlegen die sich sicher, ob sie amerikanische und britische Bürger unter ihren Geiseln nicht besser gleich freilassen wollen.
    Briten und Amerikaner könnten dann auch mal aufzeigen, was passiert, wenn sie ihre Militärmaschinerie nur für den Schutz der eigenen Bürger auffahren lassen. Mal schauen, welche Auswirkungen das auf den kontinentaleuropäischen Gratis-Pazifismus hätte.

  6. Thomas Holzer

    “Setzen sich “Abenteurer” bewusst bestimmten Gefahren aus, endet auch die Verantwortung ihrer Heimatstaaten.”

    Heimatstaaten haben nie! Verantwortung dafür, in welchen Destinationen sich Urlauber, Abenteurer etc. aufhalten. Dies sollte eigentlich in der Verantwortung des Reisenden liegen; plötzlich auftretende kriegerische Handlungen und Naturkatastrophen ausgenommen

  7. Fragolin

    Wer Verbrecher finanziert, macht sich zu ihren Handlangern.

    Und nein, die IS-Geiseln werden nicht “geköpft”, sie werden zu Ehren Allahs geschächtet wie Vieh. Ich meine, dass dies ein wichtiger Unterschied ist.

    Dass ein Staat jemanden zu retten versucht, der sich in seinem Auftrag dort befindet, ist zumindest nachvollziehbar. Wer sich aber freiwillig dorthin begibt, muss auch die Verantwortung übernehmen.

  8. cmh

    @Fragolin
    Genau das ist meiner Meinung nach die richtige Sichtweise: Moselms schlachten ungläubige Geiseln wie Vieh ab und Moslems kommen nach Europa so wie wir in den Wald gehen Schwammerln zu pflücken.

    Solange europäische Staaten zahlen werden Moslems mit ihnen nie Verträge abschließen, sondern immer nur Tribut fordern, als Gegenleistung für “heute vielleicht nicht”.

    Rache würden die Moslems verstehen, sonst nichts. Aber es gibt nicht einmal einen Haftbefehl für die vermummten Mörder.

  9. sokrates9

    cmh / fragolin – völlig richtig! Der Islam ist keine zu akzeptierende Religion! Da müsste angesetzt werden! “Mein Kampf” ist ja auch nicht als Religion anerkannt worden!
    Sofortiges Verbot des “schächtens!” Warum dürfen Tiere in Österreich ohne Narkose umgebracht werden?

  10. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Auch Juden schächten; was machen Sie nun, auch Juden lassen beschneiden, was machen Sie nun?!

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