“Sorry, meine Religion verbietet mir das”

“….Je weltlicher die Gesellschaft wird, desto mehr nimmt der Respekt vor dem Religiösen zu…” (Broder, hier)

15 comments

  1. H.Trickler

    Dieses Urteil des Bundesverfassungsgerichts lässt viele Fachleute und Laien staunen.

    Aber so kommt es eben, wenn der Gesetzgeber, d.h. die vom tumben Volk gewählten Parlamentarier keine genügend durchdachten Gesetze mehr zustande bringen.

  2. Herbert Manninger

    Respekt????
    Angst. Nackte Angst. Gottlieb Biedermann lebt, vitaler als je zuvor.

  3. Rado

    Das Bundesverfassungsgeicht ist nur Symptom, nicht Ursache. Beim Anschleppen dieser wundervollen breichernden “Kultur” haben über Jahrzehnte ALLE mitgeholfen. Von den Systemmedien über die Parteien und ihren Vorfeldorganisationen bis zu den Kirchen und sogar dem Zentralrat der Juden in Deutschland.

  4. sokrates

    Wenn man keine Werte mehr (vermittelt bekommen hat) muss man Religion tabuisieren ! Man muss auch mal hinterfragen woher eigentlich die weltfremden Gutmenschen namens ” Verfassungsrichter” eigentlich kommen!

  5. Christian Peter

    Das Problem ist, dass es in Bananenrepubliken wie Deutschland und Österreich immer noch keine strikte Trennung von Staat und Kirche gibt. Alleine vor dem Hintergrund der zunehmenden Probleme mit dem Islamismus wäre es höchste Zeit, diese endlich verfassungsrechtlich zu verankern : Religion hat in Schulen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen absolut nichts verloren. Selbst in der laizistischen Türkei ist das Tragen von Kopftüchern in öffentlichen Einrichtungen verboten.

  6. Manuel Leitgeb

    Ich stimme den Kommentaren zu, möchte aber noch hinzufügen: Es wird auch noch immer schlimmer.

    Ganz aktuell dieser Fall:
    http://derstandard.at/2000012992823/Kein-Job-wegen-Kopftuch-Studentin-erhaelt-2500-Euro

    Ich darf als Besitzer nicht mehr über die Kleiderordnung in meinem Geschäft bestimmen. Dank den unzähligen “Anti-Diskriminierungs” Paragraphen werden die liberalen Grundrechte der privaten Bürger komplett ausgehebelt. Und viele bejubeln das auch noch!

  7. Christian Peter

    @Manuel Leitgeb

    viel wichtiger wäre, dass der Staat religiöse Minderheiten nicht mehr diskriminiert. In Österreich und Deutschland werden religiöse Minderheiten seit Jahrzehnten schwer diskriminiert. Beide Länder wurden aus diesem Grund vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und dem US – Aussenamt wiederholt gerügt.

  8. sokrates

    Christian Peter@ Was soll diese dauernde Diskriminierungsduselei? Wem es nicht passt, der kann gehen! Interessant dass die Moslems selbst in Moslemstaaten nicht willkommen sind !

  9. Christian Peter

    @sokrates

    Dass der Staat weltanschauliche Minderheiten nicht diskriminiert, sollte in einem modernen Rechtsstaat selbstverständlich sein (alle Glaubensgemeinschaften sollten dieselben Rechte genießen). Dass Länder wie Österreich und Deutschland die Bürger mit Antidiskriminierungsgesetzen quälen, obwohl der Staat selbst schwer diskriminiert, ist ein schlechter Witz.

  10. Christian Peter

    @sokrates

    Auch der Islam gehört In Österreich als gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaft zu den privilegierten Glaubensgemeinschaften.

  11. sokrates

    Christian Peter@ Verstehe nicht wo der Staat schwer diskriminiert!? Religion soll Privatsache sein und keine Privilegien bieten! Übrigens: das schächten, schmerzhaftes, brutales, anachronistisches tierquälerisches ausblutenlassen von Tieren gehört sofort verboten! wird unter dem Deckmantel der Religion in rückständigen Ländern wie Österreich toleriert!/In Schweiz, Skandinavien, Polen schon längst verboten!)

  12. Christian Weiss

    “Aber so kommt es eben, wenn der Gesetzgeber, d.h. die vom tumben Volk gewählten Parlamentarier keine genügend durchdachten Gesetze mehr zustande bringen.”

    In diesem Fall scheint mir aber der Mangel im Deutschen Grundgesetz zu liegen. Während z.B. die Schweizer Bundesverfassung die Glaubens- und Gewissensfreiheit ganz explizit auch als Recht, frei von Religion zu sein, definiert (“Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.“), fehlt im Grundgesetz ein solcher Passus.
    Die Verfassungsrichter sprechen ja in ihrer Urteilsbegründung allein von der Religionsfreiheit der klagenden Lehrerinnen. Die passive Religionsfreiheit der Schüler, die in einem explizit gesinnungsneutralen Raum durch das Kopftuch permanent mit einer Weltanschauung konfrontiert werden, wird meines Wissens mit keinem Wort erwähnt.

  13. Christian Peter

    @sokrates

    der Staat diskriminiert, indem er nicht allen Glaubensgemeinschaften gleiche Rechte gewährt (rechtliche Differenzierung in 1. gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaften 2. eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften 3. religiöse Vereine). In den USA wäre dies undenkbar und ein Verstoß gegen die Verfassung. Auch Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und Subventionen für Kirchen oder sonstige Privilegien für Glaubensgemeinschaften sind in den USA aufgrund der strikten Trennung von Staat und Religion absolut tabu.

  14. Thomas Holzer

    @Sokrates
    Sie treten sicherlich auch dafür ein, die Beschneidung zu verbieten.
    Interessant, daß vor ca. hundert Jahren in Österreich-Ungarn niemand ein Gericht bemüht hatte, um eine bestimmte “Kleiderordnung” durchzusetzen.

    Wenn die ach so überlegene, westliche, demokratische Regierungsform, Verbote benötigt, um zu überleben, erachte ich diese “Überlegenheit” schlicht und einfach als nicht existent.

    Oder: es wird der -unweigerlich zum Scheitern verurteilte Versuch unternommen- die “alten” Religionen durch die neue Religion Demokratie zu ersetzen.

    Werte! werden niemals dauerhaft überleben, wenn sich deren Vertreter Verbote bedienen müssen. In einer wirklich freien Gesellschaft ist die “Andersartigkeit” geradezu eine “conditio sine qua non”

  15. Christian Peter

    Ganz nebenbei ließen sich durch die strikte Trennung von Staat und Kirche etwa 3,8 Milliarden Euro jährlich (!!!!!) sparen, das entspricht dem Gesamtbetrag an Subventionen aus öffentlichen Mitteln, die in Österreich jedes Jahr an Kirchen fließen.

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