Sozialdemokratische Dialektik für Fortgeschrittene….

Von | 19. August 2013

(ANDREAS UNTERBERGER) Eine Berechnung habe ergeben, dass die Arbeitnehmer rund eine Milliarde Euro verlieren, wenn keine Überstunden bezahlt würden: Da muss man doch wirklich Verständnis für die Lehrergewerkschaft haben, die gegen eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne den bisherigen Überstundenzuschlag kämpft.
Doch hoppla: Das Argument stammt von den SPÖ-Bonzen Faymann und Hundstorfer. Und es wurde nicht gegen die Verlängerung der Lehrerarbeitszeit, sondern gegen eine allgemeine Arbeitszeit-Flexibilisierung vorgebracht. Da kenne sich aus, wer mag. Aber Logik war noch nie eine Stärke der SPÖ. Was ihre Haltung besonders absurd macht: Von den Lehrern verlangt die SPÖ eine tatsächlich längere Arbeitszeit, von sonstigen Arbeitnehmern wird durch diesen Vorschlag der Wirtschaft und der ÖVP hingegen nur ein längerer Durchrechnungszeitraum verlangt, in dem jedoch die Arbeitszeit in Summe keineswegs verlängert würde. Das eine will die SPÖ (sowie BZÖ und Stronach) mit aller Kraft durchpeitschen; der andere Vorschlag bedeutet für Faymann hingegen „soziale Tiefschläge“. (Tagebuch)

4 Gedanken zu „Sozialdemokratische Dialektik für Fortgeschrittene….

  1. Reinhard

    Immer der gleiche Unsinn: Von den Lehrern wird keine längere Arbeitszeit verlangt sondern eine Verlagerung von Arbeit in den Klassenraum. Vor- und Nachbereitungszeiten werden gekürzt, Lehrzeiten verlängert, unter dem Strich bleibt es bei dem vollzeitbezahlten Teilzeitjob.

  2. Rennziege

    Andreas Unterberger war ja einmal ganz interessant und ist es vielleicht auch heute noch. Aber es ist mühsam, müßig und zunehmend unappetitlich, sein Forum zu besuchen: Dort beweihräuchern sich Obskuranten, Antisemiten, USA-Hasser und Verschwörungstheoretiker in einer monotonen Endlosspirale. Der emeritierte Chef einst angesehener Zeitungen sollte seinen Vorgarten umgraben, umzäunen oder wenigstens entschlossen jäten.

  3. Rennziege

    @Nattl:
    No servas! (Schluchz!) Wenn sich heutige Maturanten in diesem Seniorenheim herumtreiben, sind die ja schon 70, bevor sie 19 werden durften. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.