“Spekulanten gehören aufgehängt.Punkt”

(ANDREAS TÖGEL) Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant. Seit den Tagen, an denen der deutsche Dichter und Denker August Heinrich Hoffmann von Fallersleben diese Zeilen niederschrieb, ist schon einige Zeitvergangen. Vieles hat sich seither grundlegend geändert. So steht etwa der Denunziant heutzutage in höchstem Ansehen – zumindest in Kreisen von Staatsschergen und -Klienten. Steuerbehörden richten inzwischen Internetportale ein, unter denen „Whistleblower“ jene Mitmenschen verpfeifen können, die sie verdächtigen, ihre Tribute nicht auf Heller und Pfennig an den ewig klammen Gewaltmonopolisten abzuführen.

Darüber hinaus macht sich im Zuge des zwar unter höchsten Kosten, aber ohne jeden Erfolg geführten „Kampfes gegen den Terror“ mittlerweile jeder verdächtig, der die Bezahlung von Rechnungen in der Höhe von mehr als drei Euro nicht über sein Girokonto abwickelt. Die Abschaffung des Bargeldes (ausschließlich zwecks Hebung unser aller Sicherheit, versteht sich!) ist daher nur noch eine Frage der Zeit. Die dazu notwendigen Vorarbeiten laufen auf Hochtouren.

Die  Massemedien wiederum feiern es als beispiellosen Akt von Zivilcourage, wenn Aktivisten hochsubventionierter linker NGO´s, Arbeitgeber und Vermieter an den Pranger stellen, von denen es heißt, sie würden – horribile dictu – Verträge nur mit solchen Menschen abschließen wollen, die ihnen selbst – und nicht dem demokratischen Kollektiv – gefallen. Diskriminierung? Geht gar nicht (es sei denn, sie erfolgt durch den Staat – etwa im Wege der Steuergesetzgebung).

Kurzum: Deutlicher könnte die schon von Friedrich Nietzsche beklagte „Umwertung aller Werte“ nicht dokumentiert werden. Was einst als Tugend gepriesen wurde, wie zum Beispiel Familiensinn, Sparsamkeit und Strebsamkeit, stellt heute eine grobe Abweichung – demnächst vermutlich sogar einen Straftatbestand dar. Wer einst als Lump galt, ist unserer Tage – Massengesellschaft und Demokratie sei Lob und Dank – zum Helden mutiert.

Interessant ist allerdings, dass unschuldige Kinder, deren Geist noch nicht restlos korrumpiert wurde, sehr wohl noch ein Gespür für haben, wie niederträchtig es ist, andere zu verraten. Wer seine Sandkastengespielen oder Mitschüler bei der Kindergartentante oder bei der Schulmeisterin anschwärzt, erfreut sich durchaus nicht der Wertschätzung durch andere Angehörige seiner Gruppe. Er fällt vielmehr allgemeiner Verachtung anheim. Es bedarf einer intensiven, langjährigen Gehirnwäsche, um dieses Bewusstsein in sein Gegenteil zu verkehren. Und der Staat verfügt über nahezu unbegrenzte (Gewalt-)Mittel, um unschuldige Kinder von ihrem von Grund auf gesunden, natürlichen Empfinden für Recht und Unrecht zu befreien und zu bis ins Mark korrupten Untertanen zu verbiegen, die es als ihre Pflicht betrachten, unbotsame Mitmenschen ans Messer zu liefern.

Fallerslebens Zeilen passten indes perfekt in unsere Tage, würde nur ein einziges Wort geändert: Man ersetze Denunziant durch Spekulant und es alles wird gut. Der „Spekulant“ ist in der Spätzeit des sozialistischen Wohlfahrtsstaats zum Inbegriff des niederträchtigen Volksschädlings avanciert. Es ist so weit gekommen, daß linksradikale Nichtsnutze im staatlichen Fernsehen inzwischen öffentlich zum Massenmord an „Spekulanten“ aufrufen dürfen („Spekulanten gehören aufgehängt. Punkt.“), ohne dass ein Staatsanwalt deshalb von Amts wegen gegen diesen Akt der (Volks-)Verhetzung (§ 130 StGB in Deutschland und § 283 StGB in Österreich), einschreiten würde.

Manche sind eben gleicher als andere. Sie dürfen, was andere nicht dürfen. Von der Herrschaft des Rechts zur (Gesinnungs-)Diktatur selbsternannter Moralapostel, ist es in einer Ochlokratie eben nur ein recht kurzer Weg.

Dabei lohnt es sich, einen etwas schärferen Blick auf den Begriff „Spekulant“ zu richten. Wikipedia definiert: „Spekulation ist in der Wirtschaft eine auf Gewinnerzielung aus Preisveränderungen gerichtete Geschäftstätigkeit.“ Trifft diese Definition zu (und das ist unzweifelhaft der Fall), würde nach den Wünschen des zitierten Schweizer Soziologen, die Erde bald als recht einsamer Planet um die Sonne ziehen. Denn danach wäre faktisch jede geschäftliche Tätigkeit als spekulative Handlung zu werten. Die Losung lautete demnach: alle aufhängen!

Jeder Maschinenproduzent erwartet einen Gewinn als Lohn seines heißen Bemühens. Jeder Händler „spekuliert“ darauf, zum Preis von x eingekaufte Waren zum Preis von x+y absetzen zu können. Wer sich dazu entschließt, eine bestimmte Berufsausbildung zu machen, erwartet, damit später seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Da dies unter Bedingungen unvollständiger Information geschieht (die Zukunft ist eben immer ungewiss), macht auch er sich einer „Spekulation“ schuldig. Überleben dürften demnach nur noch Eremiten und in Subsistenzwirtschaft lebende Steinzeitmenschen auf Papua Neuguinea und im brasilianischen Urwald (und natürlich parasitär lebende Intellektuelle, die schon allein deshalb niemals Spekulanten sein können, weil sie ja nie etwas produzieren, wofür je einer freiwillig bezahlen würde).

Doch selbst dann, wenn man den Begriff sehr eng zieht und auf die Bereiche Nahrungsmittel und/oder Finanzwirtschaft begrenzt, wird man schwerlich belastbare Gründe dafür finden, „Spekulation“ als Verbrechen zu qualifizieren, das mit Todesstrafe oder Lynchjustiz zu ahnden ist. Denn immerhin bedarf der “Spekulant“ zumindest zweier Partner, der aus freien Stücken mit ihm in Geschäftsbeziehungen treten: Einen, der ihm zum Zeitpunkt a eine Ware zum frei vereinbarten Preis überlässt, und einen anderen, der sie ihm zum Zeitpunkt b zu einem ebenfalls frei verhandelten Preis wieder abnimmt. Von „Spekulanten“, die über Armeen oder Geheimdienste verfügen, um ihre Geschäftspartner mit vorgehaltener Waffe zum Abschluss zu überreden, wurde bisher jedenfalls nichts bekannt. Und da grundsätzlich niemals ein Geschäft zustande kommt, an dem nicht beide Seiten profitieren, ist auch weit und breit kein Geschädigter auszumachen.

Weshalb „Spekulanten“ also aufgehängt werden sollten, während Politiker und deren Büttel schier jede Schandtat – bis hin zum Hunderttausendfachen Massenord – begehen dürfen sollen, ohne dafür jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden, wird wohl für immer Jean Zieglers Geheimnis bleiben…

Tagebuch

50 comments

  1. Mourawetz

    wies Herrl sos Gscherl. am Beispiel des linken Vordenkers kann man erkennen wie die Linke tickt. Kaum wird sie durch messerscharfe Argumente in Beweisnotstand gedrängt, zückt sie schon die Ultima Ratio der Linksextremen. Jean Ziegler wurde vor seinem “Hänger”  erklärt, dass Spekulanten Bauern das Risiko von Währungsschwankungen, Nachfrageeinbrüchen etc. abnehmen. Dem konnte Jean Ziegler offenbar nichts mehr entgegnen. Außer jenem bekannten Wutausbruch. Womit die Linke endgültig vorgeführt wurde als uneinsichtiger Haufen minder bemittelter Schlägertypen. Jede wählt selbst ihre Vorbilder. in diesem Fall: Jean Ziegler, Wortführer der Linken.

  2. H.Trickler

    Zieglers ungeschickter, unschicklicher, aber (bei geeigneter Interpretation) nicht ganz falscher Biertisch-Spruch eignet sich vortrefflich für reisserische Entgegnungen. Justiziabel ist er aber keineswegs!

    Leider hat der aggressive Autor nicht bei Ziegler nachgefragt, aber ich kann mich erinnern dass Ziegler als Parlamentarier auch die schweizerische Regierung mit passenden Sprüchen kommentiert hat, die meistens die politische Korrektheit vermissen liesen.

    Vermutlich würde er Autoren wie Tögel ganz gerne entsprechend entgegnen. Als er einen Banker als Halunken bezeichnete musste er ein ordentliches Sümmchen bezahlen…

  3. H.Trickler

    @Mourawetz:

    Dass Spekulation in der Art von begrenzten Termingeschäften eine ausgleichende Wirkung hat, würde auch Ziegler nicht bestreiten. Es war aber in dieser Diskussion unerträglich blauäugig, mit solcher Argumentation beschönigen zu wollen, dass viele Güter bis zu 100x (mit Gewinn!) verkauft werden, bevor sie beim Endverbraucher landen. Entgegen Ihrer Darstellung ist Ziegler ein durchaus intelligenter Linker, der deswegen auch im eigenen Lager nicht unumstritten ist.

  4. Selbstdenker

    Heute verteidigt H. Trickler den Hate-Speech von Ziegler und morgen vielleicht den von Hitler. Bekanntermaßen wollte auch dieser “die Spekulanten” auslöschen. Die klaren Aussagen wurden halt “falsch” verstanden.

  5. Mourawetz

    @Trickler: auch wenn es für jemanden wie Jean Ziegler “unerträglich blauäugig” ist, so ist es viel mehr unerträglich, sich einen Spekulanten durch Aufhängen buchstäblich vom Hals zu wünschen. Zeugt nun mal nicht von großer Intelligenz, wenn man sich am Ende seiner geistigen und am Beginn seiner gewalttätigen Kräfte befindet.

  6. HVRc

    @H.Trickler: Sollte diese Aussage keine Verhetzung sein, bringen Sie diese doch mal öffentlich, ersetzen Sie aber Spekulanten durch Moslems. Gleiche Aussage, andere Zielgruppe. Wirklich keine Verhetzung?

  7. Fragolin

    Wem haben wir denn den ganzen Schlamassel zu verdanken? Wer lebt denn von vor dem eigenen Fiskus versteckten Schwarzgeldmilliarden ausländischer Steuersünder und hat als bedeutendsten Wirtschaftsfaktor das Bankwesen samt Spekulation? Schicken wir doch die Kavallerie in die Schweiz (den Vorschlag gabs ja schonmal) oder noch besser: bomben wir die Schweiz weg, und endlich bekommen die Krisenverursacher und bisherigen Krisengewinnler eins auf die Mütze!

  8. Thomas Holzer

    §283 StGB ist meiner bescheidenen Einschätzung nach für diese Aussage nicht anwendbar.

    Niemand wird gezwungen an der Börse oder wo auch immer “zu spekulieren”; es sollte unerheblich sein, ob “viele Güter bis zu 100x (mit Gewinn!) verkauft werden” oder mit bis zu 10x oder mit Verlust. Will man wirklich soweit gehen, daß Politikerdarsteller und oder “intellektuelle Linke” -meiner Meinung nach eine contradictio in adiecto :)- per Gesetz definieren, welche Art von Spekulation erlaubt ist?
    Ich hoffe, denn wohl nicht.

  9. HVRc

    Ich habe mir den Paragraphen gerade durchgelesen und muss – als Nichtjurist etwas schockiert – zugeben, dass es tatsächlich keine Verhetzung zu sein scheint, Banker oder Spekulanten aufhängen zu wollen. Anders als Märchenvereine sind diese Gruppen für den Gesetzgeber wohl nicht vor hetzerischen Aussagen zu schützen.

  10. MaKu

    Bolschewiki wiedererstanden – dem vergreisten Ziegler kann man alles nachsehen, aber die Jungen sind auch schon verseucht …

  11. Mario Wolf

    Warum Herr Trickler genossen Ziegler verteidigt, einen Genossen der nie spekuliert hat, aber immer konsequent das Geld des Steuerzahler für sich verbraucht hat, könnte er langsam offenbaren. Hätte Jean Ziegler diesen Verdikt im SRG geäussert, z.B. beim Herrn Schawinski hätte man ihm applaudiert. Genosse Ziegler hat das richtige Klassenbewustsein, hat seinen Marx gründlich gelesen. In der gleiche Sendung ist Ziegler gelungen noch einen Straftatbestand zu begehen. Ziegler leugnete die Tatsache der Massenvernichtung der Klasse der Kulaken durch Stalin. Nach seiner wissenschaftlich fundierten Überzeugung hat es in der Sowjetunion nie einen Kommunismus gegeben. Josif Vissarionovitsch war ein Kinderfreund und die Kulaken sind nie verhungert.

  12. Enpi

    Nutzlose linke Wadlbeisser und Tattergreise sollte man gleich neben den Spekulanten nicht aufhängen. Punkt.

  13. Herbert Manninger

    Ziegler zeigt auf , was sich Linke so alles erlauben dürfen.
    Wer Verbrecher und Henker ist, bestimmt der linksgrüne Mainstream.
    Und sonst niemand.

  14. H.Trickler

    @Selbstdenker:

    Ihr Nickname ist diesmal ganz offensichtlich nicht Programm 😉

    Wer wie Sie vorhin derart üble Unterstellungen verbreitet vergiftet jegliche sachliche Diskussion durch üble Nachrede.

  15. Selbstdenker

    @Trickler:
    Dann erklären Sie uns bitte den Unterschied vom “harmlosen” Tötungsaufruf zum nicht harmlosen Tötungsaufruf. Wie gesagt: Ziegler und Hitler haben beide öffentlich zur Ermordung von Spekulanten aufgerufen.

    Sie hängen sich gerade voll ins Zeug um eine extrem niveaulose, strafrechtlich relevante Äußerung von Ziegler zu relativieren und beklagen im nächsten Satz eine von Ihnen reininterpretierte Untergriffigkeit. Gehts noch?

    Sind ja nur markige Sprüche. Ein Stil, den sie offenbar an Ziegler bewundern.

    Nun wieder zurück zum Hauptthema. Sind Sie der Meinung, dass Mord Mord und ein Tötungsaufruf ein Tötungsaufruf ist? Oder soll man das im Nachhinein daran beurteilen, ob der gewünschte Erfolg auch eingetreten ist?

    Vielleicht findet sich ja noch ein Irrer, der sich beim nächsten G7 Gipfel an die “markigen” Sprüche von Ziegler erinnert.

  16. H.Trickler

    @Mario Wolf:
    Ich habe in diesem Fall die juristisch unfundierten Angriffe gegen Ziegler zurückgewiesen, weil selbst ein Linker wie Ziegler nicht einfach in Massenhysterie durch den Fleischwolf gedreht werden sollte – selbst wenn sich der Mob dabei äussert gut und weit überlegen fühlt.

    @Selbstdenker 17:07
    Ich habe es mit der vorherigen Andeutung offenbar für Sie zu wenig verständlich ausgedrückt. Vermutlich würden Sie es nur als justiziable Verleumdung zur Kenntnis nehmen wollen.

  17. Rennziege

    4. April 2015 – 16:03 H.Trickler
    4. April 2015 – 17:07 Selbstdenker

    Contenance, Messieurs! Es ist müßig, die Geruchsbelästigung einer verschimmelnden Latrine namens Jean Ziegler und dessen Donnerbalken-Genossen zu benoten. Die sind und bleiben, wie sie sind. Revolutionäre Notdurft kennt kein Gebot — aber auch keine Not, da ihre Durft von ungefragten Steuerzahlern alimentiert wird.

  18. Mourawetz

    Jean Ziegler, Ziehvater des Schwarzen Blocks, hat gesprochen. Den Persilschein haben Staatsanwaltschaltschaft, der Medien-und Politikblock ausgestellt. Auf die weiteren Entwicklungen darf man gespannt sein.

  19. Selbstdenker

    @H.Trickler
    Sie weichen von der zentralen Frage ab: “Dann erklären Sie uns bitte den Unterschied vom “harmlosen” Tötungsaufruf zum nicht harmlosen Tötungsaufruf.”

    Wo ziehen Sie die Grenze?
    Muss sich jemand bei einem Tötungsversuch darauf berufen?
    Oder muss jemand sterben, damit ein Zusammenhang zwischen Aufruf und Umsetzung hergestellt werden kann?
    Falls ja: müssen dazu mehrere Menschen sterben?
    Falls ja: wieiviel müssen es sein? Zehn, hundert, tausend oder eine Million Spekulanten?

    Vielleicht können Sie diese Frage – der Sie bereits mehrfach mit unterschwelligen und offenen Drohungen – ausgewichen sind, erklären. Diesmal bitte ohne künstliche Empörung (sofern man das jemanden, der selbst gerne austeilt und von dem bereits Artikel hier im Forum gelöscht wurden, zumuten kann).

  20. Selbstdenker

    Nachdem ich nicht wirklich eine sachliche Antwort auf meine mehrfach gestellte Frage erwarte, möchte ich hier selbst ein paar Gedanken dazu schreiben:

    Der erste Schritt zum Verbrechen besteht in der ideologischen Bahnung eines Weges hin zum Verbrechen. Ich behaupte, dass der Mensch grundsätzlich nicht dazu neigt jemanden grundlos nach dem Leben zu trachten. Damit Meschen andere Menschen töten, die sie in vielen Fällen nicht einmal persönlich kennen, muss erst mit ideologischen Mitteln ein “Grund” geschaffen werden, indem ein Feindbild konstruiert wird.

    Die Juden wurden in Deutschland ja auch nicht von einem Tag zum anderen zum Feindbild, sondern dieses Feindbild wurde über Jahzehnte – wenn nicht gar Jahrhunderte – in der Gesellschaft aufgeladen, bevor es im passenden Moment politisch aufgegriffen wurde um Dinge zu “legitimieren”, für die es – ohne ideologische Brille – nie eine “Legitimation” geben kann,

    Auch die RAF ist ein Auswuchs einer mörderischen Ideologie. Pamphlete, in den zum Mord gegen bestimmte Menschen oder Gruppen aufgerufen wurden, gab es schon Jahre und Jahrzehnte, bevor sich Leute für die Umsetzung fanden.

    Auch wenn nicht unmittelbar nach einem Tötungsaufruf ein Mord passiert, geistert dieser in den Köpfen vieler Menschen rum und wird am Biertisch, im Freundeskreis bzw. den “sozialen” Medien besprochen, bis sich jemand findet, der für ein Verbrechen eine Legitimation benötigt. Die Legitimation in der Öffentlichkeit oder in der Gruppe schafft den “moralischen” Raum für die Tat.

    Nicht umsonst gibt es im österreichischen Strafgesetzbuch einen einschlägigen Straftatbestand:

    “§ 282. (1) Wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder sonst auf eine Weise, daß es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird, zu einer mit Strafe bedrohten Handlung auffordert, ist, wenn er nicht als an dieser Handlung Beteiligter (§ 12) mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.

    (2) Ebenso ist zu bestrafen, wer auf die im Abs. 1 bezeichnete Weise eine vorsätzlich begangene, mit einer ein Jahr übersteigenden Freiheitsstrafe bedrohte Handlung in einer Art gutheißt, die geeignet ist, das allgemeine Rechtsempfinden zu empören oder zur Begehung einer solchen Handlung aufzureizen.”.

    § 282 (2) bezieht sich auf die ideologische Vorarbeit, zu der auch die Relativierung einer Straftat im öffentlichen Bewußtsein zählt. Es liegt in der Natur einer solchen Relativierung, dass sich die Grenze immer weiter verschiebt. Wer die Tötung z.B. von zehn Menschen gutheißt, wird etwas später auch kein Problem damit haben, wenn sich der Personenkreis auf z.B. hundert oder noch mehr Menschen ausweitet.

    Gerade im historischen Kontext ist ein Tötungsaufruf gegen “Spekulanten” sehr vorbelastet, da dieser in einschlägigen Kreisen synomym mit “Juden” verstanden wird. So eine Wortwahl ist äußerst problematisch, da sie als sprachlich codierter Antisemitismus ausgelegt werden kann.

  21. KClemens

    @H. Trickler,

    Es war aber in dieser Diskussion unerträglich blauäugig, mit solcher Argumentation beschönigen zu wollen, dass viele Güter bis zu 100x (mit Gewinn!) verkauft werden, bevor sie beim Endverbraucher landen
    ___________________________

    Das hat aber nichts mit Spekulation zu tun, sondern mit all den Zwischenschritten, die
    gemacht werden, um ein Produkt möglichst steuergünstig an den Kunden zu bringen.
    Dazu lassen wir es gerne mal ein paar Mal um die Erde kreisen.

    Das hätten die Diskutanten aber auch wissen müssen.

  22. H.Trickler

    @KClemens:
    Vermutlich verwechseln Sie etwas: Es geht nicht darum dass gewisse spezialisierte Produkte in verschiedenen Produktionsschritten mehrfach an andere Orte spediert werden, bis sie dann fertiggestellt sind und den Endabnehmer erreichen.

    Die schädliche Spekulation besteht darin, dass z.B. Heizöl oder Benzin bevor Sie es kaufen können, im Future-Markt rein virtuell, d.h. ohne dass das Produkt wirklich physisch vorhanden wäre, 100x mit Gewinn verkauft wird, was ganz zwingend den Preis steigert.
    Dasselbe gilt für Weizen, Schweinebäuche und alle standardisierten Produkte!

    @Selbstdenker 12:35
    Ihre selbst gedachte Logik ist keine Antwort wert.

    @Rennziege:
    Wer Contenance einfordert sollte selber nicht justiziable Formulierungen im Latrinen-Nivea publizieren und sich vorher überlegen, wer angesprochen wird!

  23. Thomas Holzer

    @H.Trickler
    Und wer soll dann entscheiden, welche “Spekulation” ab wann “schädlich” ist?
    Wird das dann per Volksabstimmung, oder durch ein sogenanntes “Expertengremium” oder durch Herrn Ziegler und ausgewählter NGOs festgelegt?
    Und was dann? Dann kommt der Nächste daher und beschwert sich, daß z.B. google 30% Gewinn macht, und dies zu viel sei………etc. etc.

  24. Selbstdenker

    Wie ich schon sagte: eine sachliche Antwort ist nicht zu erwarten.

    H. Trickler (ist das Ihr richter Name?), warum wurden eigentlich Beiträge von Ihnen in diesem Forum gelöscht?

    Nachdem ich selbt gerne günstig tanke und Sie offenbar tiefe Einblicke in die gut gehütete Preiskalkulation internationaler Ölmultis und Rohstoff-Spekulanten haben, würde ich Sie bitten uns die Kalkulation bzw. Preisschichtung anhand von 50 Liter Diesel vorzurechnen.

    Wenn es stimmt, dass der Preis von den Spekulaten (das sind diejenigen, die der *dings* am liebsten *bums* würde) um den Faktor hundert in die Höhe getrieben wird, bitte ich Sie mir die Anschrift einer Tankstelle zu nennen, wo ich zu diesen sensationellen Preis tanken kann.

    Gibt es einen Treibstoff-Überschuss im Iran, weil man dort auf Atomstrom umsteigt und Benzin / Diesel deshalb zum Ladenhüter wird?

    Oder kann man zu solchen Konditionen seinen PKW an staatlichen Tankstellen in Venezuela vollaufen lassen?

    Oder ist es ein Bohrloch in Saudi Arabien aus welchem man den – von kapitalistischen Ölmultis unverfälschten – Natur-Treibstoff direkt um einen Preis von EUR 0,012 pro Liter beziehen kann?

    Zwei abschließende Fragen hätte ich noch:
    (1) Wer hat Ihrer Meinung nach mehr Einfluss auf den Ölpreis: die in der OPEC organisierten Rohölexporteure oder die oben erwähnten Spekulanten?
    (2) Wie hoch ist der durchschnittliche Steueranteil beim Preis von 1 Liter Diesel

  25. H.Trickler

    @Thomas Holzer:
    Wenn ein Terminmarkt direkt von Produzenten erzeugte Waren abnimmt und über wenige Handelsstufen zum Endverbraucher leitet, ist diese ‘Spekulation’ über wenige Stufen häufig nützlich, weil sie sog. “Schweinezyklen”, d.h. extreme Schwankungen der Preise glättet, woraus Produzenten und Konsumenten gleichermassen Nutzen ziehen.

    Der Nutzen nimmt für die Allgemeinheit ab und nur die Spekulanten zu, wenn durch zigfache Handänderung die Preise für Endabnehmer in die Höhe getrieben werden und dieser Gewinn überwiegend in den Taschen der Spekulanten landet, ohne dass sie einen volkswirtschaftlichen Nutzen wie Schwankungsregulierung bewirkt hätten.

    Darüber sind sich Ökonomen weitestgehend einig.

    @selbstdenker:
    >”H. Trickler (ist das Ihr richter Name?), warum wurden eigentlich Beiträge von Ihnen in diesem Forum gelöscht?”

    Fragen Sie doch bitte bei Herrn Ortner warum gelöscht wurde. Es würde mich auch interessieren.

    Dass Selbstdenker nicht ihr ‘richter’ (!) Name sein kann, liegt auf der Hand. Und selbst wenn sie selber denken bleibt das Ergebnis erbärmlich.

  26. Thomas Holzer

    @H.Trickler
    Danke für die Aufklärung, so viel/wenig weiß ich auch 😉
    Aber -mit Verlaub- Ihre Replik ist keine Antwort auf mein konkreten Fragen!
    Außerdem: Wie viel sind “wenige Handelsstufen”, wer entscheidet die Anzahl; sind 2 schon/gerade noch wenig, oder erst 3?!

    Konkrete Fragen ersuchen um konkrete Antworten, und -mit Verlaub- keine Gemeinplätze! 🙂

  27. Selbstdenker

    @H.Trickler

    “Dass Selbstdenker nicht ihr ‘richter’ (!) Name sein kann, liegt auf der Hand. Und selbst wenn sie selber denken bleibt das Ergebnis erbärmlich.”

    Sie als besonders begnadetes Multi-Talent in den Gebieten VWL, Recht und Zeitgeschichte werden doch noch die einfache Frage, ob Sie H. Trickler heissen, beantworten können?

    “Fragen Sie doch bitte bei Herrn Ortner warum gelöscht wurde. Es würde mich auch interessieren.”

    Ich habe diese Frage aber an Sie gerichtet.

    Ich habe außerdem von Ihnen noch keine Antworten auf folgende Fragen bekommen:

    (1) Wer hat Ihrer Meinung nach mehr Einfluss auf den Ölpreis: die in der OPEC organisierten Rohölexporteure oder die oben erwähnten Spekulanten?
    (2) Wie hoch ist der durchschnittliche Steueranteil beim Preis von 1 Liter Diesel
    (3) Bitte um die Zusendung einer Kalkulation bzw. Preisschichtung anhand des Beispiels von 50 Liter Diesel
    (4) Wo gibt den sagenhaft billigen “spekulationsfreien” Sprit? Ich meine den, der nur ein Hundertstel kostet.
    (5) Erklären Sie uns bitte den Unterschied vom “harmlosen” Tötungsaufruf zum nicht harmlosen Tötungsaufruf.

  28. H.Trickler

    @Thomas Holzer 19:24

    Wenn Sie allgemein fragen bekommen sie eine allgemeine Antwort 😉
    Die Ökonomie ist keine genaue Wissenschaft (falls es überhaupt eine ist).
    Spekulation über 2, 3, …5 Stufen ist im Vergleich über 100 Stufen ganz eindeutig wenig. Ihre Frage “wer entscheidet” verstehe ich leider nicht ganz, die Antwort lautet vermutlich “Die Marktkräfte entscheiden”, und dies eben nicht immer zum Vorteil einer Volkswirtschaft.

  29. H.Trickler

    @Selbstdenker 21:04

    >”Sie als besonders begnadetes Multi-Talent in den Gebieten VWL, Recht und Zeitgeschichte”

    Behalten Sie bitte die Rosen für sich selbst.
    Und beachten Sie bitte, dass ich echt nicht weiss, warum Kommentare von mir gelöscht wurden. Sie können daher diese Frage noch beliebig oft wiederholen….

  30. Fragolin

    Entweder man hat einen freien Markt, auf dem es keiner Regulierung unterliegt, wer was wie oft und um welchen Preis kauft oder verkauft, oder man hat ihn nicht. Ein bisschen schwanger geht nicht.
    Übrigens resultiert die Höhe unserer Preise neben der preistreibenden Wirkung einer fast 50%igen Staatsquote (der einzige, der bei jeder “Spekulation” massiv gewinnt, ist der Staat) aus der freien Entscheidung zweier Parteien: Dem mindesten, was ein Verkäufer einnehmen muss, um noch einen Gewinn zu haben und dem maximalen, was ein Käufer zu zahlen bereit ist, um an diese Ware zu kommen. Jeglicher staatlicher Eingriff in dieses selbtregulatorische System bedeutet das Ende des freien und den Beginn des verzerrten, geregelten und irgendwann geplanten Marktes, auf dem der Konsument nicht nur keinen Grund und keine Möglichkeit mehr hat, über den Preis zu verhandeln, sondern auch keine Chance, alles das zu kaufen, für das er sein Geld gerne ausgeben würde. Denn die erfahrungsmäßige Folge jeglicher Marktregulierung war immer die Verknappung des Angebotes. Ausnahmslos.

  31. Selbstdenker

    Kurzumfrage Nr. 2: in welcher Publikation eine Karikatur mit dem Titel “Das Unkraut” und dem Untertitel “Reißt es heraus, rettet den deutschen Acker” erschienen?

    Bitte ankreuzen, welche Personen darauf abgebildet sind:
    ( ) Börsenspekulant
    ( ) Wucherer
    ( ) Sittlichkeitsverbrecher
    ( ) Schieber
    ( ) Gauner
    ( ) Schwindler
    ( ) Mädchenhändler
    ( ) Unzuchtsaposel

    Auch Mehrfachnennungen sind möglich.

  32. Selbstdenker

    @H. Trickler:
    “Die Marktkräfte entscheiden”, und dies eben nicht immer zum Vorteil einer Volkswirtschaft.”

    Mag sein. Dafür entscheidet die Politik meist zum Nachteil einer Volkswirtschaft.

    Noch ein Unterschied: der Markt hat mit klaren Haftungsregeln kein Problem – die Politik hingegen schon.

  33. Fragolin

    @Selbstdenker
    Auf einem Markt, der nur noch Elektroautos zulässt in einem Staat, der Ölheizungen verbietet, bringt einem das aber auch nix… 😉

  34. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Fahren diese Elektroautos mit iranischen Fair-Trade Strom?

  35. Fragolin

    @Selbstdenker
    Selbstverständlich! Aber erst, wenn der Iran Atomstrom produzieren kann, worüber im Moment paradoxerweise jene am lautesten jubeln, die die Erzeugung von Atomstrom durch uns selbst als schlimmstes Übel und die Energiewende als einziges Mittel zur alternativlosen Klimarettung verkaufen.

  36. Christian Weiss

    Wie Linke das Problem mit der Spekulation lösen, zeigt dieses originelle Beispiel der sozialdemokratischen Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Zweitwohnung-von-Susanne-Leutenegger-Oberholzer-/story/10018608

    Versuche durch gesetzliche Massnahmen eine Verknappung des Angebots zu erzwingen, und schwupps ist die eigene Wohnung gleich einen ganzen schönen Batzen teurer. Da bei Verknappung der Preis nicht raufgehen kann, sondern raufgehen muss, ist es keine Spekulation, sondern Kalkulation.

  37. Christian Weiss

    Noch was bezüglich Nahrungsmittelspekulation. Nicht zu hohe Preise sind das Problem, sondern zu tiefe. Westliche Agrarsubventionen ruinieren in der Dritten Welt ganze Landwirtschaftsstrukturen, weil die einheimischen Bauern gegen die subventionierten Dumping-Preise nicht ankommen.
    90 Prozent der Erdbevölkerung, die unmittelbar von Mangelernährung betroffen ist, ist selbst in irgendeiner Form in der Landwirtschaft tätig. Diese Subsistenzbauern leben von der Hand in den Mund und stehen bei jeder Dürre oder anderem Extremwetterereignis vor der Vernichtung. Da ihnen der Marktzugang fehlt, erwirtschaften sie kein Geld. Da sie kein Geld haben, können sie auch nicht ihre Produktionsmethoden optimieren. Ewige Armut ist so vorprogrammiert.

  38. de Voltaire

    @ H. Trickler
    Wenn tatsächlich manche Produkte bis zu 100x spekulativ mit Gewinn verkauft werden, warum

    – verkauft nicht Spekulant 1 an Spekulant 100? Beide haben mehr Gewinn, den sie nicht mit den anderen 98 Spekulanten teilen müssen.
    – kaufen nicht Sie bei Spekulant 1 und verkaufen an den Endkunden? Damit haben sie eine gigantische Gewinnspanne, können die Produkte billiger verkaufen und vor allem mit dem Geld Gutes tun.

    Oder ist Wirtschaft doch nicht so einfach?

  39. Luke Lametta

    Ernüchternd, dass bei Termingeschäften, “Grundnahrungsmitteln” oder auch Leerverkäufen der Verstand, selbst bei sonst passablen Liberalen, regelmäßig aussetzt. Märkte ohne Spekulanten, ohne x-fachen Umschlag vor tatsächlichem Eigentumsübertrag (in der heutigen Form natürlich auch fiat money-induziert) gebären keine Marktpreise – und ohne Marktpreise wird der Markt nicht geräumt. Das bedeutet dann entweder Knappheit (e.g. DDR-Warteschlangen) oder Überfluß (e.g. EU-Milchseen). Wer Spekulation in “Grundnahrungsmitteln” verbieten will, riskiert Hungersnöte.

  40. H.Trickler

    @de Voltaire:
    Es ist im Detail ziemlich kompliziert, weil diese fiktiven Geschäfte nicht nacheinander ablaufen, sondern in grosser Zahl und mit verschiedenen Terminen auch zur gleichen Zeit. Es kann somit durchaus sein, dass Spekulant Nr.1 zu einem späteren Zeitpunkt nochmals Waren auf Termin kauft, die er selber früher verkauft hat. Und oft kann man gar nicht feststellen, um welche Ware es sich handelt weil sie rein fiktiv ist.

    @Luke Lametta:
    Wenn Sie EU-Milcheseen als Folge von zuwenig Terminmarkt nennen, habe ich keine Zweifel mehr wessen Verstand ausgesetzt hat!

    >”Wer Spekulation in “Grundnahrungsmitteln” verbieten will, riskiert Hungersnöte.”
    Diese absolute Lobpreisung von Spekulation ist ebenfalls nicht richtig.

  41. Luke Lametta

    Es gibt keinen Markt für Milch – stattdessen gibts Agrarsubventionen in Milliardenhöhe. Entspricht Überangebot im Binnen”markt” und verarmenden Bauern in Südamerika und Afrika.

  42. de Voltaire

    @ H. Trickler
    Es ist also alles sehr kompliziert und Sie wissen im Detail nicht, was Sie hier vorwerfen. Aber es ist jedenfalls verwerflich und aufhängen ist zwar unschicklich aber nicht ganz falsch.
    Danke, Ende der Diskussion. Punkt.

  43. H.Trickler

    @de Voltaire:
    Man sollte nicht von der eigenen Denke auf andere schliessen!
    Wenn ich auch nur entfernt geahnt hätte, dass es Ihnen gar nicht um die konkrete Sache geht hätte ich mir die Mühe wirklich sparen können.

  44. Luke Lametta

    “Spekulation” gibts nur dann, wenn sich zwei Handelspartner einig werden. Wie oft und zu welchen Konditionen geht Dritte überhaupt nichts an, Externalitäten: Null. “Double coincidence of wants” heißt das in der Ökonomie. Insofern: “Absolute Lobpreisung der Spekulation.”

  45. de Voltaire

    @ H. Trickler
    Wenn ich auf konkrete Fragen nur eine nebulöse Antwort bekomme, dann kann ich die konkrete Sache eben nicht erkennen. Aber wenn Sie mir konkret darlegen, wie diese “fiktiven Geschäfte” die realen Preise erhöhen und warum die Händler dies nicht für sich nutzen können – dann können wir gerne über die konkrete Sache reden.

  46. Christian Weiss

    “>”Wer Spekulation in “Grundnahrungsmitteln” verbieten will, riskiert Hungersnöte.”
    Diese absolute Lobpreisung von Spekulation ist ebenfalls nicht richtig.”

    Doch, ist sie. Wie wollen Sie denn Versorgungsknappheiten lösen, wenn nicht über den Anreiz des höheren Preises. Wenn die “Spekulanten” an den Warenterminbörsen merken, dass ein Gut in einem bestimmten Jahr weniger verfügbar sein wird als andere Jahre, obwohl eine hohe Nachfrage danach besteht, werden sie den Produzenten höhere Preise bieten und die Produzenten werden angesichts der Gewinnaussichten eher die Lücke schliessen.
    Das Agrarplanwirtschaft nicht funktioniert, ist nun wirklich mit erschreckenden Beispielen dargelegt. Allein rund 100 Millionen Hungertote im 20. Jahrhundert.

  47. Pingback: Alter schützt vor Torheit nicht – Jean Zieglers antikapitalistischer Kreuzzug – Ludwig von Mises Institut Deutschland

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