SPÖ-Betriebsrat gegen SPÖ-Spitze

Der SPÖ-Betriebsrat wendet sich anlässlich der bevorstehenden Kündigungswelle in der Löwelstraße an den Parteivorstand und hinterfragt, inwieweit dieser in das geplante Sparpaket eingebunden war. Ferner wird in dem Brief die Vorgangsweise der Parteiführung offen kritisiert. mehr hier

11 comments

  1. Mourawetz

    Ich frage mich schon die ganze Zeit, wo nur der Widerstand der Gewerkschaft bleibt. 25 % der Belegschaft werden vor die Tür gesetzt. Wenn das ein Unternehmer machen würde, was übrigens undenkbar ist (!), würde er als böser Kapitalist gebrandmarkt, Streiks wären die Folge. Aber wenn es die SPÖ macht, bleibt sie doch der brave Sozialist und Menschenfreund. Das verstehe, wer will.

  2. Gerald Steinbach

    Jetzt ist es Zeit ein (echtes)Zeichen zu setzen und menschlich zu sein, dass dürfte ja den roten Politiker und Menschenfreunde ja nicht schwer fallen:
    10 bis 15 Prozent Solidaritätsabschlag für die kleinen Mitarbeiter und dafür Erhalt ihres Arbeitsplatzes, also seid menschlich , wo sind die Caps,Ludwigs, Schieders …

  3. sokrates9

    Komischerweise 1 Tag nach der Steiermarkwahl, Kündigungen knapp vor Weihnachten – und dann fragt sich die SPÖ was man falsch mache und warum die Leute davonlaufen..!

  4. Hatschi Bratschi

    Wenn die SPÖ schon beim Rausschmeißen ist, sollte sie am besten beim Hrn. Czap beginnen.
    Der sitzt seit Jahren auf einem extra für ihn erfundenen Posten im Karl Renner Institut, wo er so gut wie nichts zu tun hat, kaum anwesend ist und dennoch mehr als 15.000 Euro 14x jährlich verdient. Mit der Ersparnis – allein durch seinen Abgang – könnte man einige kleine Angestellte halten, die sonst nicht wissen, wie sie die Miete im Jänner bezahlen sollen. Und das soll eine Arbeitervertretung sein, die sich um die Belange des kleinen Mannes kümmert. Mein Großvater würde sich im Grab umdrehen, wenn er erleben müsste, was aus “seiner Bewegung” geworden ist, für die er sich unter Dollfuß (dem austrofaschistischen Kerzerlschlucker) mehr als einmal verprügeln lassen musste.

  5. Kluftinger

    Mourawetz gewidmet: “Hast du jemals eine Wegweiser gesehen der den Weg geht den er weist?” 😇

  6. Selbstdenker

    Wie ich bereits in meinen früheren Beiträgen prognostiziert habe: der grosse Rutsch der SPÖ nach unten kommt erst. Rendi muss ich Naivität attestieren; das eigentliche Proplem sind aber die Schattenmänner innerhalb der SPÖ.

    Den (zumindest) halbkriminellen, machtbesessenen und ideologisch fixierten Parteiapparat wollte man mit Rendi hinter ein unschuldiges Gesicht verstecken und ihn über diesen Weg gegen Kritik von aussen immunisieren.

    Und falls es schief geht, überlassen ihr die SPÖ Granden einige Zeit den Parteivorsitz im Sinne einer Sandwichmanagerin, der man die Verantwortung für die schlechten Ergebnisse zuschieben kann.

    Die Schattenmänner in der SPÖ sind sowas von durchschaubar und zynisch.

  7. astuga

    Egal – die Richtung stimmt!

    Das einzig bedauerliche ist nur, dass die ganzen polit. Irrlichter jetzt halt den Grünen nachlaufen werden.
    Sich unterm Strich also wenig ändert.

  8. Johannes

    Ich glaube der Hauptgrund warum es bei der SPÖ nicht läuft ist der: man ist von einer Macher- und Gestalter – Partei zu einer Betroffenheits-Partei geworden.

    Ich glaube es hat sich auch etwas aufgebaut,über Jahrzehnte, das wie eine Last auf der Partei liegt.

    Beginnend beim Konsum über die Bawag über Noricum und Lucona bis zum KH Nord hat man kapitale Fehler gemacht. Das nach Auflösung der Verstaatlichten Betriebe plötzlich zB. bei der Voest jeder erkennen konnte was der Unterschied ist, war ebenfalls nicht Image fördernd.

    Das es dennoch so lange gut ging mit dem Halten der Mehrheit war wohl Vranitzky geschuldet, ich denke er war die letzte Persönlichkeit in der SPÖ die Format hatte.
    Die SPÖ hat ein Führungsproblem, eine glaubwürdige Persönlichkeit mit Charisma und Steherqualitäten, Keiner der es allen recht machen will und der auch die Dinge beim Namen nennt.
    Vor allem einer der über den roten Mainstream-Schatten springen kann und somit jene glaubwürdig erreicht die zu den Freiheitlichen und zur ÖVP gewechselt sind.
    Jenen an die Grünen verlorenen Wählern nachzulaufen wäre der größte Fehler nach meiner Meinung.

  9. Rado

    Der ORF streut bereits dem Kärntner LH Peter Kaiser Rosen zum Sessel des Parteivorsitzenden.
    Für den Posten ist ein bestimmt auch bestens qualifiziert als Sozi, wie man sie kennt. Jener Peter Kaiser welcher seinen Sohn als Abgeordneten im Europäischen Parlament versorgen wollte. Genau jenen Sohn, welcher Österreich für eine “Nazion” hält.

  10. Selbstdenker

    @Johannes:
    Die SPÖ steht immer mehr für ein System, in dem ihr genehme Personen mit einen politischen Seil nach oben gezogen und ganze ihr nicht genehme Bevölkerungsgruppen fallen gelassen werden. Das wird inzwischen auch weiten Teilen ihrer Kernwählerschaft immer mehr bewusst.

    Für einen qualifizierten Facharbeiter bietet die SPÖ nur mehr die Perspektive verschiedene Gruppen, die die SPÖ zum Machterhalt benötigt, durchzufüttern. Damit sind insbesondere die Apanageempfänger des roten Adels, die Benefiziare “wohlerworbener” Rechte, die Neuhinzukommenden als dauerhaft abhängige künftige Stammwählerschaft und die seit 2015 keynesianisch gepimpte Sozialindustrie gemeint.

    Für Meschen, die sich mit eigenen Kräften hocharbeiten möchten, hat die SPÖ nur Spott und Verachtung übrig. Und gegen andere Gruppen, wie zum Beispiel Selbständige und Landwirte fährt die SPÖ seit Jahren über die noch immer von ihr beherrschte heimische Medienlandschaft ein geradezu menschenverachtendes Verhetzungsprogramm, das in Sachen pauschalisierender Widerwärtigkeiten selbst von der FPÖ nur selten getoppt wird.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .