SPö, FPÖ: Passt!

“….Christian Kern nahm keine der vielen Einladungen an, Strache in der LePen-Trump-Brexit-Schmuddelecke abzustellen, bemühte sich auffällig, jede abwertende Haltung gegenüber dem Oppositionsführer zu vermeiden. Danach konnte man ein zivilisiertes Gespräch zwischen den Obleuten zweier Parteien verfolgen, die eigentlich ziemlich gut zusammenpassen. Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik, Flüchtlingspolitik, Europapolitik, Neutralitätspolitik: passt. Die markanten Unterschiede zwischen Christian Kern und Heinz-Christian Strache sind nicht politischer, sondern ästhetischer Natur….” (NZZ.at)

18 comments

  1. Christian Peter

    ‘Die markanten Unterschiede zwischen Christian Kern und HC Strache sind nicht politischer, sondern ästhetischer Natur’

    Logisch, das trifft aber nicht nur auf Kern und Strache zu, sondern auf alle im Parlament vertretenen Parteien. Diese sind inhaltlich praktisch nicht unterscheidbar, allesamt Links- bzw. Mitte-Links-Parteien. Die für den Steuerzahler erträglichste Lösung wäre es, die Regierungsarbeit auf die im Parlament vertretenen Parteien aufzuteilen, dann brauchen die Parteien keine Schaukämpfe mehr abzuhalten und der Steuerzahler erspart es sich, den Parteien teure Wahlkämpfe zu finanzieren.

  2. Fragolin

    Wahlkampfschauspiel. Nachricht an alle Hofer-affinen potentiellen Wähler: Ihr braucht gar nicht zur Wahl gehen, die Blauen packen sich eh hinterher mit den Roten ins Bett. Den VdB freut es.
    Jeder kennt die Verlogenheit und Intriganz der Rot-Spitze, aber keiner zieht Schlüsse daraus. Und das eine Woche vor einer Wahl, die für rot und grün zur Klatsche des Jahrzehnts werden könnte.

  3. Fragolin

    Übrigens, wo passen die “Flüchtlings”-Politik von SPÖ und FPÖ achso super zusammen? Hab ich da was nicht mitbekommen?

  4. sokrates9

    Im Prinzip sind doch ÖVP / SPÖ total am absteigenden Ast! Die SPÖ würde es mit einem Bundeskanzler Strache und einem Vizekanzler Kern total zerreißen, und auch Kurz ginge es nicht viel besser! Beide Parteien sind derart in Blöcke gespalten, dass nur ein totale Auflösung und Neupositionierung in der Opposition erfolgreich sein kann!

  5. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Dann lesen Sie bitte das Interview mit dem Herrn Kern in der “Kleine Zeitung” von vergangener Woche; das, was die beiden noch unterscheidet, ist die Wortwahl, sonst aber fast nichts mehr

  6. mariuslupus

    Der Vranz wurde überschätzt. Ein Anzug und Mitgliedschaft im Golfklub, machen aus einen Bankbeamten, noch keinen weitsichtigen Politiker

  7. Fragolin

    @stiller Mitleser
    Ich lese da einiges von (vorgespieltem? taktischem?) Kuschelverhalten, aber nichts über eine wie behauptet gut zusammenpassende Flüchtlingspolitik. Was Wirtschaftspolitik angeht habe ich nie behauptet, dass die Blauen etwas anderes als Sozialisten sind und eigentlich rot und blau zwei Seiten der gleichen Medaille sind, die nur durch ein dünnes Blättchen Nationalismus voneinander getrennt sind. Aber jetzt so zu tun als gäbe es das Blättchen nicht ist verlogen.
    @Thomas Holzer
    Google hat mir nichts vorgespuckt und ich habe zu wenig Zeit für Recherche, ich habe das Interview nicht gelesen aber ich halte all die “harten” Töne der roten Spitze für Wahlkampfgetöse um die potenziellen Protestwähler mit Flaute in den Segeln resigniert die Wahl verweigern zu lassen. Wenn erst VdB da ist, wo ihn die linke Reichshälfte sehen will, dreht sich der Wind wieder.
    Wieso glauben hier alle plötzlich an die Ehrlichkeit der Roten? Man hat gelernt, dass ein alleiniges Eindreschen auf den dumpfen Pöbel und das rassistische Pack dem Gegner die Stimmen zutreibt, also schwenkt man auf Kuschelkurs und bietet den Leuten das, was sie wollen. Linkspopulismus funktioniert nicht anders als Rechtspopulismus.
    Hofer hat an Biss verloren und muss sich permanent von irgendwas distanzieren, was irgendwer irgendwann gemacht, gesagt, geschrieben oder in den Schnee gepieselt hat, schmeichelt seinem greisen Kontrahenten und glaubt auf diese Weise, Stimmen von links zu holen. Van der Bellens Wahlhelfer schwenken ihrerseits auf Kuschelkurs und vermitteln das Bild, dass nur noch VdB vor einer unheiligen Allianz steht, die nur er verhindern kann, was ihm die Wähler von rechts zutreiben und Protestwähler lähmen soll.
    Man unterschätze bitte nicht die strategischen Winkelzüge in der Politik. Die lügen alle wie gedruckt.

  8. Christian Peter

    @Fragolin

    ‘Wie passen die Flüchtlingspolitik der FPÖ und SPÖ zusammen ?’

    Sehr gut, schließlich gab es unter der letzten Regierungsbeteiligung der FPÖ einen absoluten Rekord an Einbürgerungen. Niemals zuvor wurden in Österreich mehr Asylanten eingebürgert, als in den ersten Jahren der Regierung ÖVP/FPÖ in den frühen 2000-er Jahren.

  9. Falke

    @Christian Peter
    Zwischen Einbürgerung (also echte Migranten, die mindestens 10 Jahre in Österreich leben und hier ihren Lebensmittelpunkt haben) und massenweiser Aufnahme von (meist illegalen) Flüchtlingen bzw. Asylanten, die per definitionem eigentlich bald wieder in ihre Heimat zurückkehren müssten bzw. gar nicht erst nach Österreich einreisen dürften, besteht aber schon ein grundlegender Unterschied.

  10. Fragolin

    @Christian Peter
    Als neulich ein armer asylfordernder Schutzbefohlener einer alten Oma über die Straße half, entpuppte sich diese als gute Fee und gewährte ihm drei Wünsche.
    Als Erstes wünschte er sich einen Mercedes und plopp! stand ein Edelstern vor ihm.
    Als Zweites wollte er ein großes Haus und plopp! stand ein mittlerer Palast vor ihm.
    Und dann wünschte er sich als Drittes die österreichische Staatsbürgerschaft und plopp! – Auto weg, Haus weg und er steht 40 Stunden die Woche am Fließband und darf die Hälfte seines Geldes beim Staat abliefern.
    Was lernen wir daraus?
    Einbürgerung muss kein Geschenk sein. 😉

  11. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Ich glaube weder an die Ehrlichkeit der internationalen Sozialisten noch der Linksnationalisten; kurz: keinem Etatisten, Sozialisten, Kollektivisten ist zu trauen! Und alle im Parlament vertretenen Parteien gehören dieser “Spezies” an

  12. Christian Peter

    @Fragolin

    Ganz im Gegenteil, das Privileg, Anspruch auf Sozialleistungen bis ans Lebensende zu genießen gibt es nur mit österreichischer Staatsbürgerschaft, alle anderen müssen damit rechnen, dass Leistungen nicht gewährt/gekürzt werden oder sogar ausgewiesen zu werden.

  13. Christian Peter

    @Fragolin

    Von ÖVP/FPÖ würden übrigens vorrangig türkische Staatsbürger mit kinderreichen Familien eingebürgert, da ist die österreichische Staatsbürgerschaft jede Menge Bares wert.

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