SPÖ, ÖVP: The End is near…

Von | 25. April 2016

“……Doch die Wahrheit für SPÖ und ÖVP lautet schlicht: Eure Zeit ist vorbei. Das heißt nicht, dass es eine oder beide Parteien in Zukunft nicht geben kann. Aber so, wie es bisher war, wird es nie wieder. Jörg Haider orakelte einst vom Ende der Zweiten Republik und sah sich bereits als junger autoritärer Kanzler in einem neuen Österreich mit vielen Schweizer Zitaten. Daraus wurde nichts, Haider gibt es nicht mehr, aber 30 Jahre nach seiner Machtübernahme in der FPÖ ist die Zweite Republik – so wie wir sie als Kinder schätzen gelernt haben und wie wir sie heute als überholt empfinden – Geschichte. Es wird noch Zeit vergehen, bis das Ende auch auf Bundesebene offiziell vollzogen wird, aber heute hat wohl der letzte Funktionär, der klügste Sektionschef und der Faymann-freundlichste Journalist verstanden, dass da ein Kapitel zu Ende gegangen ist….” (hier)

9 Gedanken zu „SPÖ, ÖVP: The End is near…

  1. aneagle

    Es wird wie die Wien-Wahl enden, die Abgewählten trotzen erfolgreich dem Wählerwillen.
    grün-rot-schwarz wählt VdB zum grässlich-hässlichen Gesicht der Republik Österreich.
    Alles bleibt wie gehabt, die Kenia- Koalition( bzw: Afghanistan- Koalition, =rotgrünschwarz), erstmals bundesweit zu besichtigen mit Ministerpräsident Reiner Haseloff(CDU) in Sachsen Anhalt, wird das Politikvorbild des kommenden Jahrzehntes. Auch das ist Demokratie.

  2. Rado

    Vorbei ist da noch lange nichts. Die Partner für eine Dreier oder Viererkoalition stehen praktisch Schlange.

  3. Selbstdenker

    @Rado:
    Es verliert aber die Systempartei (SPÖ, ÖVP, GRÜNE) als Ganzes immer mehr an Zuspruch.
    Die Kandidaten der österreichischen Systempartei kommen zusammen nur auf 42,74%

    Wohl verdient, würde ich sagen!

  4. Lisa

    Da interessiert mich allerdings die Frage, was bei weiteren Erfolgen der “Unzufriedenen” mit den Leuten geschieht, die jetzt gerade noch an den so sorgfältig unter Rot und Schwarz verteilten Machtstellen sitzen – die kann man ja nicht einfach überall austauschen. Wechseln die dann einfach die Partei, um die Pfründe nicht zu verlieren?

  5. Falke

    @Lisa
    Nein, sie bleiben genau dort sitzen. Ich erinnere an den Wiener Wahlkampf, wo Strache diese Posten garantiert hat, sollte er Bürgermeister werden.

  6. Christian Peter

    Ganz ehrlich : In anderen Ländern würden hochkorrupte Parteien wie die ÖVP schon längst nicht mehr existieren. In Italien mussten die Christdemokratische Partei (Democrazia Christiana) in den 90-er Jahren nach ein paar Korruptionsskandalen aufgelöst werden. Hintergrund : Anfang der 90-er Jahre wurde in Italien die Staatsanwaltschaft unabhängig, alleine im ersten Jahr der Unabhängigkeit wurden mehr als 2.000 namhafte Vertreter aus Wirtschaft/Politik verhaftet (darunter einige Christdemokraten). Im Parteienstaat Österreich wartet man freilich immer noch auf unabhängige Strafverfolgungsbehörden.

  7. Reini

    @Christian Peter
    … warum dürfen z.B. Pröll und Häupl nicht zurücktreten?? … könnten dann vielleicht Mrd. von angehäuften Schulden auftauchen?? … wären sie den Rest ihres Lebens im Häfen wegen Veruntreuung Steuergeldes das sie “verzockt” haben? … also werden sie bis zum letzten Urnengang (+1) aus ihrem politischen Posten heraussterben,…

  8. Christian Peter

    @Reini

    Die können ruhig zurücktreten – solange die Justiz völlig abhängig und Staatsanwälte weisungsgebunden bleiben, haben Politiker und Wirtschaftskriminelle in Österreich nichts zu befürchten.

  9. astuga

    Zumindest für die SPÖ ist das eventuell nur ein Durchhänger.
    Einige Jahre in die Zukunft und weitere 100.000 zusätzliche Migranten plus Familiennachzug, und die SPÖ besitzt ein relativ junges, neues Wählerreservoir.

    Das wird dann natürlich auch eine andere SPÖ sein, vielleicht Islamsozialistisch…
    Manche Sozis in Europa sind ja bereits dort.

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