SPÖ Wien: Zudecken statt aufdecken

(JÜRGEN POCK) Der einst mächtige Feudalherr, Wiens Langzeit-Landeschef Michael Häupl, mittlerweile der letzte seiner Zunft, hat längst die Kontrolle über Partei und Stadt verloren. In einem aktuellen Interview mit der “Presse” sucht der Elendsverwalter vergeblich nach Antworten auf Fragen zu seiner Nachfolge und dem politischen Scherbenhaufen in Wien, den er früher oder später vererben wird. Der parteiinterne Beschuss und die schwelenden Skandale, welche die Roten in der Bundeshauptstadt zu verantworten haben, lassen sich von Häupl nicht mehr so leicht nur durch wiederholtes Schulterzucken abwehren. Eines ist klar: Nach Pröll und Pühringer ist auch seine Zeit gekommen. Unabhängig davon, ob er 2020 noch kandidieren wird oder nicht, er ist zwar da, aber eigentlich schon weg. Es geht künftig nicht darum, welcher Thronfolger imstande ist, die Partei zusammenzuhalten, sondern ob jemand den laufenden Zerfall der roten Polterrunde verlangsamen kann.
Wer denkt, dass Häupl wenigstens am Ende seiner Ära mit Urteilsvermögen zu punkten versucht, der irrt. Der Hausverstand scheint weiter weg als je zuvor. So verwirft er, der Schuldenkönig, die Streichung der Grundversorgung für abgelehnte Asylwerber, welche der Bund anstrebt. Schon letzten Herbst hat der Innenminister davon gesprochen, passiert ist bis dato nichts. Jetzt wird wieder geredet, aber ohne Häupl. Seine ideologische Barriere versperrt ihm weiterhin den Weg in die Realität. In der heilen Wiener SPÖ-Welt hütet man sich davor, Minderheiten mit Recht und Regeln zu drangsalieren, die für die Mehrheit verbindlich sind. Nein, das Wohl des Staates und seiner Steuerzahler liegt in der Umverteilung. Laut Häupl könnte der abgelehnte Asylwerber in die Kriminalität abdriften, sollte die Grundversorgung gestrichen werden. Dass ein abgewiesener Asylwerber schleunigst das Land zu verlassen hat, um eben nicht irgendwohin abzudriften, findet in Häupls Denkkonstrukt kaum Platz. Man beachte Häupls Logik: Schiebt das Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium zu wenig ab, versorgen wir sie in Wien ganz einfach auf Kosten der anderen. Prominentenhumanität trifft auf Wirklichkeitsverweigerung.
Weiter im Text. Hand in Hand mit den Grünen begrüßt die Wiener SPÖ den Zuzug von Flüchtlingen, die sich im urbanen Raum einrichten möchten, mit großzügiger finanzieller Unterstützung. Solidarität mit den anderen Bundesländern und einheitliche Spielregeln bezüglich Mindestsicherung liegen Häupl dabei fern, denn die „Leute kämen sowieso. Der Großteil kommt nicht wegen der paar Euro“. Bestimmt nicht, eher aufgrund der guten städtischen Luft und des kulturellen Angebots im weltgewandten Umfeld. Aber bessere Perspektiven, sprich: Steuergeld, und eine eingeschworene Community, Stichwort: Ghettobildung, seien dann für Zuwanderer doch zu verlockend, um dies aus SPÖ-Sicht nicht zu unterstützen.
So schnell wie die Anzahl der Flüchtlinge wächst nur der Schuldenstand in Wien. Grund zur Beunruhigung sieht Häupl aber keine. Ungeachtet der zahlreichen Kontrollmängel bei der Mindestsicherung, die offen auf dem Tisch liegen, geht das ungehemmte Sozialtreiben in Wien munter weiter. Aber: „Es gibt nun eine Taskforce, die das untersucht“, so Häupl stolz. Der Ruf der bestverwalteten Stadt sei deswegen nicht angepatzt. In einer Großstadt passieren nun mal Fehler. „Den Großteil decken wir aber selbst auf“, erklärt Michael Häupl sichtlich selbstzufrieden. Fast richtig, Herr Bürgermeister. Tatsächlich führt nur ein einziges Wort ein wenig in die Irre. Korrekt müsste es lauten: „Den Großteil decken wir aber selbst zu“. Denn traditionell zeigt sich die Wiener SPÖ als Weltmeister im Zudecken von Skandalen. Und wer wird Häupls Nachfolger im Verhüllen? Das entscheiden die Delegierten beim Landesparteitag.

13 comments

  1. Mona Rieboldt

    Wenn dieser Häupl nicht mehr will, dann nehmt doch den SPD-Schulz aus D 😉
    Es ist einfach das Grauen mit den Linken.

  2. waldsee

    Bitte nicht vergessen:ER wurde gewählt,auch die Skandale der Vergangenheit hatten kaum
    Einfluß auf den Willen des Volkes linken Ideologien den Vorzug zu geben. Jetzt helfen ihm und den Seinen Glaubende aus dem Morgenland die Mehrheit zu erlangen.
    Afghanen,Anatolier,Somalier ….sind im Land um das geförderte Kulturangebot zu nutzen.Alle sind glücklich.

  3. mariuslupus

    @Mona Riebold
    Eine gute Idee für Deutschland. Man hätte den Schulz entsorgt, Merkel als Vize für Schlepperwesen und die MA 24 zuständig, Frau Knakal für die sexuelle Aufklärung der Asylanten.

  4. Reini

    Wennst in Wien nicht jeden Tag fett bist, dazastas eh ned (man hält es geistig nicht aus)! Man möge mir den Spritzwein bringen! … anscheinend sind die Wiener sodomitisch veranlagt, sie vergewaltigen sich geistig selbst!

  5. Der Realist

    @Reini
    die Wiener plakatieren zwar an den Stadteinfahrten “Wien ist anders”, das wäre gar nicht notwendig, das weiß Restösterreich ohnehin so auch, und dass die Sackbauers nicht so beliebt sind wie sie glauben, ist ihnen in ihrem Überlegenheitswahn halt bisher entgangen, mit dem Anderssein wollen sie ja signalisieren, dass sie was besonderes sind.

  6. waldsee

    die Wiener TUN ihre “badei”,ihren herrn heipi
    ( und viele Vorgänger) lieben und ehren und wählen ,weil sie sich Vorteile ausrechneten.Bald werden
    sie überflüssig sein,das gilt auch bei Schuz und Konsorten.Das neue Wien entsteht gerade und Badei und Hr . Bgm sind ganz vorne mit dabei und irgendein “-istisch” sicher auch .

  7. Der Realist

    @Waldsee
    in Wien ist ja jeder Pensionistenklub und Kleingartenverein in der Hand der Sozis, und bei den Alten im tiefsten Gemeindebau und den rotverseuchten Betrieben gab es immer schon nur eine Partei, aber diese alten fanatischen Sozis sterben Gott sei Dank eh schön langsam weg. Da gibt es einen alten Spruch, der hat für mich noch immer Gültigkeit, aber den kennen Sie wahrscheinlich auch.

  8. Rennziege

    Ich bitte um Verzeihung für den ad-nominem-Schlenker: “Häupl? Jetzt hamma den Salat”, hieß es an der Wiener Uni, als die noch keine grünmarxistische Kaderschmiede war und dieser Dottore sein Amt antrat. Kurz darauf verließ ich Wien und sah diese einst unvergleichlich schöne Stadt nur sporadisch wieder.
    Welch verheerende und irreversible Schäden, wie Jürgen Pock sie illustriert, dieser Bürgermeister (samt grünen Beiwagerln) dieser Stadt zugefügt hat, übersteigt meine übelsten Albträume. Aber offenbar konnte er die sogenannten Wähler viele Jahre lang bezirzen, und die bittere Zeche zahlt eh das restliche Österreich, soweit noch solvent.

  9. mariuslupus

    Rennziege
    Die Roten/Grünen möchten alles, was an Lueger erinnert entsorgen. Man möge doch anstatt Lueger, Häupl auf den Sockel stellen. Una bella figura, ( Die Japaner wirts frein)

  10. vesparaser

    Häupl und seine bildungsfernen Akademikerweiber sind klassische Salonsozialisten. Diese Herschaften leben selbst sehr großbürgerlich, (habe ich nichts dagegen), und verachten in Wahrheit die sogenannten “kleinen Leute”.
    Die schatzsuchenden Flüchtlingsdarsteller sind an die Stelle der Arbeiter getreten, der verhetzte einheimische Pöbel wählt eh schon längst blau.

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