Staatsverschuldung schafft kein Wirtschaftswachstum

Der deutsche “Wirtschaftsweise” Lars Feld hat sich gegen Investitionsprogramme zur Ankurbelung der Konjunktur in Europa ausgesprochen. “Solange Frankreich und Italien die Arbeitsmärkte nicht aus ihrem Korsett befreien, werden große Wachstumsimpulse ausbleiben. Zu meinen, über Staatsverschuldung könne Wachstum generiert werden, ist zu kurz gedacht” (hier)

4 comments

  1. rubens

    Hoffentlich werden vernünftige Stimmen in diesem schuldenverliebten diebischen Europa gehört.

  2. Herr Karl jun.

    Staatsverschuldung kann mit einigen flankierenden Maßnahmen zumindest (Schein)-Wirtschaftswachstum und eine vorläufige Zufriedenheit erzeugen:
    1. Man blase den öffentlichen Sektor auf und lasse dort die Gehälter kräftig steigen. Nach dem Europäischem System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung wirken diese Ausgaben uneingeschränkt BIP-erhöhend. Außerdem schafft es ein affirmatives Wahlverhalten bei den Staatsdienern.
    2. Man errechne das Wachstum (teilweise) auf Basis von konsolidierten Unternehmensbilanzen; so werden Investitionen im Ausland rechnerisch zu einer Teilmenge des nationalen BIP.
    3. Man stelle für die Inflationsberechnung den „richtigen“ Warenkorb zusammen (der Statistik Austria zufolge braucht der Durchschnittsbürger so rechnerisch nicht mehr als 4% seines Einkommens für seine Wohnung/Haus aufzuwenden, u.a.); das hilft jedenfalls die Inflationsrate offiziell niedrig zu halten und „schont“ das nominale BIP-Wachstum.
    4. Man beauftrage Volkswirte, um für Sachinvestitionen des Staates möglichst hohe multiplikative Wirkungen zu errechnen; auch wenn deren Prognosen (wie in Österreich) in den letzten 10 Jahren zu 98% falsch waren – Unverdrossenheit ist ein Markenzeichen der Wohlfahrtsökonomie.
    5. Flankierend sorge man als Regulator der Finanzmärkte dafür, dass die aufgeblasene Geldmenge über die ächzenden Mühlen der Staatsfinanzierung gelenkt werde. Das senkt Zinsen und nimmt so der Staatsverschuldung kurzfristig den größten Schrecken.
    6. Man erhöhe den Werbeaufwand für den Staat und seine Gliederungen; das schafft Freunde in den Medien, belegt augenscheinlich die unermüdlichen Aktivitäten der politischen Klasse und benebelt die Menschen mit einer Wohlstandsillusion.

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