Stalin, Putin und die Rückkehr der Geschichte

“….Damals bei Kriegsende wollte kaum jemand wahrhaben, dass Stalin alle von der Roten Armee besetzten Gebiete entgegen den Vereinbarungen der Kriegskonferenzen unter Moskaus politische Vormundschaft stellte. Genauso wird auch heute den europäischen Regierungen erst langsam bewusst, dass Putins Annexion der Krim und seine Intervention in der Ostukraine die gesamte europäische, von der UdSSR und Russland mit garantierte Friedensordnung zerstören….” (Gute Analyse der NZZ, hier)

9 comments

  1. Herr Superg'scheit

    Ja, ja…
    Nur mit dem kleinen Unterschied, dass auf der Krim und in der Ost-Ukraine fast nur Russen leben. Und in Polen lebten Polen und in Ungarn Ungarn usw.
    Völkerrechtlich korrekt war Putins Intervention sicher nicht, das ist schon klar. Aber das war der gewaltsame Putsch in Kiev auch nicht. Nur hat der im Westen keinen gekratzt – und Putins Eingriff eben schon.

    Besonders skurril an dem NZZ-Artikel ist Punkt 9 der To-do-Liste, als der Autor von der “russischen Bedrohungspsychose” spricht. Und das am Ende eines seitenlangen Textbeitrages, der sich nur damit beschäftigt, wie man im Westen der ach so drohenden Putin-Gefahr begegnen sollte.

  2. mike

    Auch hier ein ausgezeichneter Artikel, der den Wahn(sinn) Putins bzw. der linken noch immer kommunistischen russischen Führung klarlegt und zeigt, dass der Westen nicht nur wachsam sondern auch verteidigungsbereit sein muss.
    Putin ist nicht weniger gefährlich wie seine irren kommunistischen Diktatoren-Vorgänger.

  3. Thomas Holzer

    Mit der Aussage Putins, er müsse alle Russen schützen, wo auch immer diese sich befinden!, hat er ja seine Intention mehr als nur offen dar gelegt.
    Er versucht anscheinend, den Panslawismus als Panrussismus wiederzubeleben

  4. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Sie haben natürlich recht; Russland hat die Krim nicht annektiert (im eigentlichen Sinn des Wortes); war auch nicht notwendig, weil die Russen waren ja schon dort (vertraglich zugesichert, und sogar kurz vorher wurde der Vertrag verlängert, so ich mich recht entsinne bis 2025)

  5. Mona Rieboldt

    Friedenssichernd wirken sich demnach amerikanische Militärberater in der Ukraine und CIA-Mitglieder dort aus? Dazu Nato-Manöver an der russischen Grenze? Abgesehen davon, dass der Sohn des amerikanischen Vizepräsidenten dort ins Öl-Geschäft eingestiegen ist? Es gab schon Überlegungen, Ukraine, Georgien und Moldawien in die EU aufzunehmen. Da frage ich mich schon, wer da was will und wer da “zündelt”. Der Westen ist nicht unschuldig am Krieg in der Ukraine.

  6. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Sie haben vollkommen recht! Es wurde und wird ja auch überlegt, Georgien in die EU aufzunehmen )
    Warum eigentlich nicht auch Nigeria ist ja immerhin auch eine Demokratie, noch dazu mit christlicher Mehrheit und zum Ausgleich mit einer großen muslimischen Minderhit 😉

  7. Mona Rieboldt

    @Thomas Holzer
    Da bin ich doch eher dafür, Nordkorea in die EU aufzunehmen. Eine gewisse Ähnlichkeit wie den Menschen was aufgezwungen wird, ist ja da. Außerdem kann der Westen dann in Nordkorea die Demokratie einführen, das wollten sie doch auch in Afghanistan und im Irak tun. Und wird sicher ebenso gut funktionieren 😉

  8. aneagle

    wenn Herr Himmelreich, sichtlich bemüht den Artikel blumig zu beenden, findet, die beste Verteidigung für Europa sei eine auf Freiheit und Wohlstand gegründete Gesellschaft, so scheint es, die EU-Politiker wissen nichts davon. Sie handeln mit ihren wenig transparenten gesellschaftlichen Veränderungen in Brüssel tagaus tagein gegen unsere Freiheit und unseren Wohlstand, also ganz im Sinne Wladimirs. So wird das nichts mit dem
    “unübertroffenen Hort von Freiheit und Wohlstand” in zartrosa Farben ! Und die von der EU angewandte Ukrainestrategie ist eine unfreiwillige Meisterleistung im Selbstschuss. Sogar die todestriebige ÖVP könnte noch neidisch werden 😉

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