Standhafte Schönfärber

“…..Wenn also die Kanzlerin angesichts der Anschläge von Würzburg und Ansbach unter anderem feststellt, die Attentäter hätten das Land, die Helfer und alle anderen Flüchtlinge „verhöhnt“, dann verursacht sie damit keineswegs einen rhetorischen Unfall. Vielmehr folgt sie dem Prinzip, wonach nicht Tote, Verletzte, das Risiko einer Wiederholung und somit das eigentliche Problem, sondern die urdeutschen Kettenreaktionen in den Mittelpunkt gehören. Dass der IS die Willkommenskultur verhöhnt hat, werden wir ihm wohl nie verzeihen. Schwer Verletzte mutieren daneben zu einem bedauerlichen Kollateralschaden, den wir ihm vergleichsweise weniger übelnehmen…..” (achgut)

19 comments

  1. Kluftinger

    Bekämpfung der Symptome anstatt der Ursachen.
    Gestern in Köln: in Interview mit einem Mädchen, der Sprache nach eine in Deutschland geborene türkischstämmige Frau. Auf die Frage, warum sie für Erdogan demonstriert war die Antwort erhellend: “wir wollen von Deutschland aus unserem Land helfen”. Von Integration keine Spur.
    So lange diese Parallelgesellschaft besteht, sind alle Schönfärbereien à la “Wir schaffen das” eine Volksverdummung.

  2. Gerald Steinbach

    Ich denke Deutschland ist bereist gefallen, in 5,6,7 Jahren wird aus Toleranz die IRD ausgerufen, die Islamische Republik Deutschland, die Merkel wird ein Kopftuch tragen und wird die nicht Islamische Gesellschaft auffordern zu konvertieren um ihre eigene Sicherheit nicht auf das Spiel zu setzen, und auch keinen Bürgerkrieg “anzuzündeln”

  3. aneagle

    Die Politstrategie heißt durchgängig: Symptome bekämpfen, ja niemals an die Ursachen rühren. Lösen wir ein Problem, braucht man uns Politiker weniger. Deshalb: Zeichen setzen, ein starkes mutiges Signal senden und immer gleich ein neues Problem/Krise in die Welt setzen, das unsere Notwendigkeit zementiert. Vorbild: Gleicher Lohn für Mann und Frau. Forderung seit 50 Jahren ungelöst, trotz 50 Jahren Regierungen mit reihum denselben Parteien, welche die Forderung auf ihre Fahnen geschrieben hat.

    Milton Friedmann: “Die Lösung eines Problems durch eine Regierung ist generell schlimmer als das Problem selbst” In diesem Sinne ist “Wir schaffen das” die schwerste Drohung, mit der eine regierende Politikerin, vermeintlich demokratisch, ihr Wahlvolk einschüchtern kann.
    Wer sein Wahlverhalten nicht ändert , dem ist nicht zu helfen. Das war früher schon so und ist es jetzt ebenso.

  4. Falke

    O.T. zur Belustigung: Bemerkenswert mit welcher Empörung die deutschen Nachrichtensprecher (die eigentlich neutral berichten sollten) die Aussage Erdogans zitieren, wonach in Deutschland keine Meinungsfreiheit herrsche. Das in einem Land, wo der linksextreme Justizminister gerade eine eigene, staatlich finanzierte Meinungspolizei unter der Führung einer bewährten Stasi-Dame (einer sogenannten Blog-Wartin) eingerichtet hat, um nicht genehme Meinungen in den sozialen Medien zu verfolgen und anzuzeigen. Ich weiß schon, Erdogan hat damit etwas ganz anderes gemeint, aber die Aussage über die mangelnde oder zumindest stark eingeschränkte Meinungsfreiheit in Deutschland (und in Österreich, dank eines zwar schwarzen, aber nichtsdestoweniger kongenialen Justizministers, fast ebenso) kann man ruhig so stehen lassen.

  5. Gerald Steinbach

    Eine “hochintelligente” Aussage des Papstes,

    “”Ich mag nicht von islamistischer Gewalt sprechen“, sagte das Oberhaupt der Katholiken vor mitreisenden Journalisten. Auch Katholiken würden Verbrechen begehen””

    Ein Ausbruch der Dummheit dieses Statement

  6. Lisa

    zit.: “Lieber wartet man mutig und tiefentspannt ab, (…) wovor jetzt noch vollmundig gewarnt wird: nämlich die vollständige Polarisierung, in deren Folge vollends autoritäre Gruselgestalten die Bevölkerung auf den Weg in die Knechtschaft verweisen.” Freiheit oder Sicherheit – beides geht nicht. Was aber gehen kann, wenn die Bürger nicht total passiv und autoritätshörig sind, ist eine Sicherheit, die täglich neu diskutiert wird: Regeln aufstellen, die bei Nicht-mehr-Bedarf geändert/abgeschafft werden, Mitbestimmung jedes einzelnen Bürgers über Massnahmen, die der Sicherheit oder der Freiheit dienen, je nachdem, was die Lage erfordert. (Würde allerdings mehr direkt Demokratie und Mitbestimmung heissen – und dazu sind die meisten zu hedonistisch-triebbestimmt, zu faul und meist auch schlicht zu dumm…)

  7. Mona Rieboldt

    “Sicherheit jeden Tag neu aushandeln”. Was ist das denn für ein Unsinn. Nur auf einer dauerhaften Rechtssicherheit, persönlicher Sicherheit, lässt sich Eigentum, Wirtschaft aufbauen, aber ganz sicher nicht, wenn man diese Sicherheit täglich neu aushandeln muss.

    Und ich finde es immer interessant, wie allen anderen Menschen, außer einem selbst natürlich, Dummheit, Autoritätsgläubigkeit etc. unterstellt wird. Die meisten Leute, die den ganzen Tag arbeiten müssen, haben mit sich und ihren Familien genug zu tun, um sich noch groß für Politik und die vielen Informationen dazu zu kümmern. Was sie mitbekommen, ist die Dauerberieselung von Hetze gegen die AfD, Trump etc., die “armen Schutzsuchenden”. Sie sind zwar gegen die “Flüchtlings”-Politik von Merkel, aber sie werden irgendeine der anderen Parteien wählen, da sie dann doch Angst vor AfD haben.

    Und Lisa, Ihre Arroganz finde ich entbehrlich, die meisten anderen Leute als zu faul und zu dumm zu bezeichnen. Es ist auch dann nicht richtig, wenn das ebenfalls andere hier tun.

  8. Mona Rieboldt

    Gerald Steinbach
    Vor wenigen Jahren stand auf der Seite des Justizministeriums NRW, dass die Scharia mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
    Dass die meisten Migranten Deutsche als Weicheier sehen und daher verachten, sieht man ja jetzt an Erdogan, der sich darüber aufregt, dass er hier nicht zu den Demonstranten über eine Großleinwand sprechen durfte. Das würde er sich gegenüber Russland im gleichen Fall nie erlauben. Er fühlt sich ja jetzt schon als Chef von Merkel, die ihn auch nicht kritisiert, sondern sich nur Sorgen macht, wie sie sagt.

    Ich hätte hier gern ein Bild gepostet, ist mir aber nicht gelungen. Es zeigt die gestrige Demo der Türken mit den vielen türkischen Fahnen. Dazu die Überschrift “Freilandhühner demonstrieren für Käfighaltung”.

    Und was der Papst wieder mal “absondert”, kann man nicht ernst nehmen, so wenig wie sein Wille nach einer “armen” Kirche und seine Kapitalismus-Kritik. Mit seiner “armen” Kirche und ohne das Geld aus kapitalistischen Ländern könnte er seinen Lebensstil noch den Vatikan finanzieren. Dann müsste er betteln gehen wie buddhistische Mönche.

  9. gms

    Thomas Holzer,

    > [fluechtlingspolitik-eu-kommission-moechte]

    Der politisch unbeleckte, alternativ auch Zyniker und Hetzer genannte Beobachter, verkennt die weise Absicht, wonach die nachhaltigste Beseitigung aller Straftaten in der Abschaffung der Gesetze liegt. Weshalb will aktuell die EU legistisch ins Neuland hampeln? Antwort: “Denn derzeit würden Angehörige, die laut EU-Bestimmung noch nicht zur Kernfamilie zählen, untertauchen und sich auf eigene Faust illegal zu ihren Verwandten durchschlagen.”

    Geniale Überlegung, die man schleunigst extrapolieren sollte. Damit hat die Debatte über Sicherheit, die auf Takatuka “täglich neu diskutiert wird”, einen entscheidenden Schritt vorwärts gemacht.

  10. Gerald Steinbach

    Mona Riebolt@

    D`accord
    Man hat gemeint(wahrscheinlich gut gemeint) mit einer (überzogenen)toleranten Politik gegenüber den Flüchtlingen oder bereits hier beheimateten Migranten diese Leute ruhig zu stellen oder vielleicht auch für das westliche Gedankengut so weit zu begeistern das diese darauf freudig aufspringen, mit Thai, Taiwanesen, Chinesen,… wäre das auch kein Problem, obwohl Kulturell auch sehr fremd, allerdings handelt es sich hier um 99% Moslems
    Solange in Syrien, Irak, Lybien,…..starke Männer das Land hart regierten war zumindest Frieden und Ruhe gegeben, wie das nicht mehr der Fall war, wissen wir ja alle was passierte
    Moslems brauchen wahrscheinlich einen Diktator, sei es jetzt ein Erdogan, früher ein Gaddafi oder Saddam, Toleranz , Empathie wird als Schwäche ausgelegt und unweigerlich ausgenützt und durch Gewalt nachgebessert

    Eine die das nicht verstanden hat oder verstehen will, ist die..

  11. Thomas Holzer

    Schon alle resigniert?!
    Mich wundert, daß die Resonanz auf diesen link, gerade auf dieser Seite, so gering ist……..

  12. MM

    @Thomas Holzer: War arbeiten 😉
    Außerdem find ich den Artikel nicht gut. Frau Pyka wirbt im Prinzip dafür, dass die Nato in Syrien einmarschiert, um die “moderaten Rebellen” zu unterstützen in der Hoffnung, dass dann keine “Flüchtlinge” mehr kommen und die, die schon da sind, keine Anschläge mehr begehen. Das überzeugt mich nicht. Und ich habe auch keine Lust, mit einzumarschieren, während sich die syrischen Wehrpflichtigen hier einen faulen Lenz machen. (bzw. ja schon weit länger als nur einen Lenz da sind)

  13. mariuslupus

    Schönfärber und Heuchler. Man schaue sich nur die Gedenkfeier für die Opfer von München, an. Merkel, Gauck, ein fast überzeugender theatralischer Auftritt. Die Täter schreiten hinter den Opfern. Eine absurde Situation, die Ursache folgt den Folgen. Ganz im Sinne Raskolnikows.

  14. Wanderer

    @Holzer
    Hat es denn Sinn tagtäglich Bedenken und Unmut über Merkels Migrationspolitik zu äußern? Die Argumente werden durchs Wiederholen nicht besser. Geschächtete Christen werden nach den standardmäßigen Betroffenheitsritualen ohne viel Aufbegehren allgemein hingenommen. Dass täglich 1000 bis 3000 Schutzsuchende aus Schlauchbooten übernommen werden, wird kaum wahrgenommen. Die Grapscher und Vergewaltiger schaffens nur mehr in die Lokalzeitungen.30.000 Osmanen in Köln regen niemanden ernsthaft auf, aber Gabaliers Auftritt in München wird zum Eklat hochstilisiert. Merkel sitzt trotz ihres Dauerversagens unangefochten im Sattel. Wen kümmert da ein erboster Poster? Klingt momentan tatsächlich nach Resignation. Ich bin gespannt, ab welcher Eskalationsstufe nicht mehr zur Tagesordnung übergegangen werden kann.

  15. Hanna

    Schon lange kein Priester mehr niedergestochen worden … ups, doch, heute: “Am Sonntagnachmittag klingelte es beim 65-jährigen katholischen Priester Jos Vanderlee in seinem Zuhause in Lanaken in Belgien. Als der für acht Gemeinden zuständige und seit 40 Jahren tätige Priester die Tür aufmachte, bat ein Asylant, ob man ihm helfen könnte und er eine Dusche nehmen dürfte. Der Priester sagte ja. Als der Asylant eintrat verlangte er plötzlich Geld vom Priester, der aber keins aushändigen wollte – da Stach der Mann mit einem Messer zu. Dabei erlitt Jos Vanderlee bei der Abwehr des Täters schwere Stichwunden an den Händen und Armen. Der Asylant flüchtete nach dem Angriff. Der Priester wurde nach der Messerattacke eiligst ins Spital gebracht, wo er laut Ärzten in keinem kritischen Zustand liegt.” Brr, ich muss langsam wirklich in Erwägung ziehen, was ich bislang nicht tun wollte, aber die meisten dieser jungen Araber sind wirklich durchgeknallte Neandertaler. Sie sollen alle verschwinden. Wohin, egal. Irgendwo muss sich das “Wir sind alle gleich” aufhören! Sind wir nämlich nicht. (Quelle: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/08/priester-in-belgien-von-asylbewerber.html)

  16. Mona Rieboldt

    MM
    Ich sehe das wie Sie. Frau Pyka macht auch Propaganda für US-Politik. Assad der Böse soll weg. Frau Pykas “moderate Rebellen” haben gerade einem 12jährigen den Kopf abgeschnitten. Was wurde denn besser in Libyen, nachdem die USA Gaddafi weg gebombt haben? Mit Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak wurde Saddam weg gebombt. Dann entstand der IS, viele Militärs unter Saddam sind heute bei der IS. Und was wäre in Syrien nach Assad? Ebenfalls ein failed state wie Libyen und Irak. Und was haben die Nato-Truppen denn in Afganistan erreicht? Die Taliban sind stark wie eh und je.

  17. Lisa

    @Gerald Steinbach: nicht nur Moslems brauchen einen Diktator: jeder Mensch, der autoritär erzogen wurde, hat das Bedürfnis nach Führung, Leitung, Schutz usw. Die Religion erfüllt diese Bedürfnisse zwar auch, aber da es immer wieder machtgierige Menschen gibt, die sich selbst an Gottes Stelle setzen (Hybris) und genügend Leichtgläubige (oder eben mit Angst Erzogene) finden, die ihnen das abnehmen, gibt es eben auch immer wieder Despoten, Diktatoren, Terroristen und Sandkastentyrannen… Dass es genetisch ist, glaube ich eher nicht, aber auch das ist möglich…
    @Mon Rieboldt: Die „meisten“ was? Haben Sie genau gelesen? Fühlten Sie sich denn angesprochen? Sie werden in Ihren Beiträgen oft sehr persönlich statt sich auf die Sache, das Thema, das Problem zu konzentrieren. Das ist einer fruchtbaren Diskussion nicht förderlich. Ich meinte, die meisten Menschen, die eine direkte Demokratie ablehnen – und das sind gar nicht wenige! – sind tatsächlich faul, politisch uninteressiert und egoistisch. Und leider, leider eben auch zu dumm. „Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“. Ich arbeite und arbeitete auch immer ganztags, habe und hatte familiäre Verpflichtungen – trotzdem ist mir politische Teilnahme und Diskussion manchmal wichtiger als der Grillabend oder chatten oder gamen oder meine Hobbies… Wie vielen andern übrigens auch – und wenns auch nur der Stammtisch ist. Allzu oft höre ich – als Dauerbelauscherin von Gesprächen in der Öffentlichkeit 😉 – : „Ach, hör auf mit dem Thema, Politik interessiert mich nicht, die da oben machen ja doch, was sie wollen.“

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .