3 Gedanken zu „“Starke Einkommensunerschiede sind ganz normal”

  1. FDominicus

    In der Beschreibung des Buches steht:”The book argues that the underlying mechanisms of capitalism tend towards massive inequality.”

    Was schlicht und einfach so nicht stimmt.

    dazu kommt:
    ” a global depression and the government’s actions in the aftermath of those events: strong policies raising taxes and increasing regulation. ”

    Ok, und wo bitte wird weniger reguliert? Wie kann es trotz massiver Ausdehnung der Regulierung dann wieder mehr “Ungleichheit” geben?

  2. gms

    Aus dem Kommentarbereich eine m.E. zutreffende Einschätzung: “Ironically, the story is all about the commerce of the book rather than the content.”
    Derselbe Kommentar schließt mit der Bemerkung: “The disparity in wealth and income is a function of public policy.”

    Damit steht mal eine nicht unplausible Gegenthese im Raum.

    Zitiert wird Piketty mit den Worten: “That period of economic growth [..] was the result of unusual circumstances like World War II, a global depression and the government’s actions in the aftermath of those events: strong policies raising taxes and increasing regulation. But now, with many of those policies rolled back, societies are reverting back to extreme inequality.”

    Den in den Raum gestellten Rückgang staatlichen Einflusses kann man auch gegenteilig beurteilen, insbesondere wenn man sich den Einfluß der Notenbanken seit den 70ern vergegenwärtigt (Cantillon-Effekt) und sonstige politische Kopfstände angesichts der sog. Finanzkrise beginnend mit 2008.

    Worauf Pikettys “Capital” letztendlich hinausläuft, wird aus nachfolgender Einschätzung deutlich:
    “Nor is it clear, as Piketty asserts, that the only way to avoid a future of slow growth and extreme inequality is through confiscatory taxation. His prescription is an annual global wealth tax of up to 2 percent combined with progressive income tax rates as high as 80 percent.”

    Vermutlich gibt es weniger erkennbar schlagseitenbehaftete Schwarten, sich dem Thema zu nähern.

    Worauf man sich trivial einigen kann: Korruption und Rechtsunsicherheit — beides ist erkennbar Gift für Kapitalimus — ist charakteristisch für sog. Failed States. Deren Gini-Koeffizienten wiederum zeigen die höchstmöglichen Ungleichverteilungen. Daumen mal läßt sich festhalten, wonach einmal mehr für wirklich großes Leid auch eine wirksame Macht verantwortlich sein muß, und in dieser Hinsicht sind Staaten definitiv unschlagbar.

    Last not least leiden die meisten “Verteilungsdebatten” daran, Absolutes geringzuschätzen, demzufolge selbst flächendeckender Wohlstand für alle unbefriedigend wäre, wenn ein geringer Anteil der Bevölkerung einen ~Superwohlstand zum Quadrat~ genösse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.