Steinmeier und die Hohe Schule der Diplomatie

“…….Es ist noch nicht lange her, dass unser Präsident Frank-Walter Steinmeier den ehemaligen Vorsitzenden der palästinensischen Schwesterorganisation von „pax christi“, Yassir Arafat, mit einem Kranz geehrt hat. Nun ließ er es sich nicht nehmen, den iranischen Mullahs zum 40. Jahrestag der islamischen Revolution zu gratulieren. Wem wird er sich demnächst an den Hals werfen? Wir haben da einige Ideen./ mehr

7 comments

  1. Falke

    Dazu wurde ja bereits das meiste gestern, zum Artikel “Wenn Moralisten Mördern gratulieren”, gesagt.

  2. Johannes

    Steinmeier ist mir ein Rätsel. Oft denke ich mir ist er so oder stellt er sich nur so und was bezweckt er wirklich.
    So wie er, nur nach meiner Meinung, seine Polizei vor dem Kopf gestoßen hat indem er als “Promoter“ für die Fischfilets tätig war, so kommt mir vor stößt er die wichtigen Verbündeten Deutschlands vor den Kopf mit für mich völlig unlogischen Handlungen.

  3. Triumph Cruiser

    … Steinmeier, Gauck, Merkel, AKK, Roth, Nahles, Özdemir, Schulz, Göring-Eckhard, Schröder, Hofreiter, ect. – sym­p­to­ma­tisch für den Untergang ….

  4. LePenseur

    Ich bin nun ganz sicher kein Fan von Steinmeier, im Gegenteil! Aber der Artikel von Broder ist einfach seichtes Gewäsch — denn aus protokollarischen Routinegratulationen einen Hämeartikel zu drechseln, ist billig und platt. Die Regierung der Republik Irland (die im 2. Weltkrieg neutral war, aber dem Commonwealth noch angehörte. wobei dem britischen König Georg VI die außenpolitische Vertretung Irlands verblieben war — eine nicht “unpikante” verfassungsrechtliche Situation!) hat bspw. der Regierung des Deutschen Reichs zum Ableben Hitlers offiziell kondoliert, obwohl 1945 sicherlich die Herzen der irischen Regierung nicht für Nazideutschland schlugen. Das sind internationale protokollarische Usancen, an die man sich hält; so, wie man ja bei Tisch nicht rülpst, oder auf der Rolltreppe ein “Entschuldigung” murmelt, wenn man jemanden unabsichtlich berührt hat.

    Man kann Steinmeier ja durchaus vieles ankreiden. Diese Gratulationsbotschaft aber sicher nicht.

  5. aneagle

    @LePenseur
    Folgt man ihren Ausführungen, hätte Steinmeier sicher in protokollarischer Pflichterfüllung Präsident Trump zum Sieg im Präsidentschaftswahlkampf gratuliert. Ist mir etwa das Glückwunschtelegramm entgangen? Oder hat er das an Sawsan Chebli, bzw. einem anderen Unterläufel delegiert?

    Soweit mir bekannt, hat er ihn knapp davor nicht nur undiplomatisch sondern auch unbotmäßig, aber sicher nicht in protokollarischer Pflichterfüllung, auf das Übelste beschimpft. Schon damals war klar, das Herr Steinmeier, wie Sie es auszudrücken pflegen, “bei Tisch rülpst”. Als Präsident eines Staates, der sich immer noch als großteils demokratisch und der westlichen Zivilisation zugehörig begreift, hätte der Staatspräsident die verantwortungsvolle Wertung, zwischen Regierungen und Machthabern zu unterscheiden. Oder wird Steinmeier auch nur seine “Pflicht erfüllen” und Assad oder Maduro zum Aussitzen ihrer Regierungskrisen gratulieren ?

  6. LePenseur

    Cher “aneagle”,

    es wurde von Broder nicht das undiplomatische Verhalten Steinmeiers im Falle Trump kritisiert, sondern eben ein bloßer Protokoll-Glückwunsch an den Iran, insofern war das andere auch nicht Gegenstand meines Postings.

    Und nein, ich teile nicht Ihre Meinung, daß in derlei Protokollangelegenheiten zwischen »Regierungen und Machthabern zu unterscheiden« ist. Ich entschuldige mich ja auch bei einem Sandler, dem ich versehentlich auf den Fuß gestiegen bin, und nicht nur bei einem Bankdirektor oder Uniprofessor!

    Außerdem — was ist »Regierung« und was ist (bloßer) »Machthaber«? Moralisch gesehen gibt es nämlich weit mehr »Machthaber« als »Regierungen« in der Welt, womit es mit der Diplomatie bald vorbei wäre. Denken Sie bspw. daran, daß die Nation mit den in den letzten Jahrzehnten mit weitem Abstand häufigsten Völkerrechtsverletzungen( bis hin zu eklatanten Kriegsverbrechen — z.B. in Kosovo/Serbien) nicht etwa einer jener pöhsen »Schurkenstaaten« war, sondern die USA. So gesehen müßten Sie ja die Weigerung Steinmeiers, dem »Machthaber« eines derartigen Verbrecherregimes die protokollarische Höflichkeit zu verweigen, enthusiastisch gutheißen! 😉

    Was Maduro und Assad betrifft (die zwar außer dem Haß der Washingtoner Machtzirkel nicht viel gemeinsam haben), hoffe ich im Interesse des Überlebens der nicht-sunnitischen (und insbes. christlichen) Minderheiten in Syrien, daß ein deutscher Bundespräsident — es muß ja nicht gerade dieser Steinmeier sein — möglichst oft Gelegenheit hat, seine diplomatische Pflicht zu erfüllen, um Assad zu gratulieren!

    Oder wären Ihnen Gratulationen an den IS etwa lieber?

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