Steuergeld für abgezockte Wörthersee-Schickeria

“Finanzminister Schelling beispielsweise bastelt gerade an einem Gesetz, das es ermöglichen wird, die Anlegerschäden aus dem Betrugsfall AvW dem gemeinen Steuerzahler umzuhängen. Zur Erinnerung: Im AvW-Skandal ist eine Reihe von betuchteren Anlegern mithilfe von überzogenen Renditeversprechen über den Tisch gezogen worden. Ein Mitglied der Wörthersee-Schickeria hat sozusagen die anderen ausgeplündert. Da ist es doch vollkommen logisch, dass der Schaden samt der überhöhten Zinsen (!) von der Allgemeinheit übernommen wird, oder?…” (hier)

8 comments

  1. sokrates9

    Einen riesigen irreparablen Schaden ( Putin hat inzwischen die russische Landwirtschaft restrukturiert ) haben Dank der EU – Sanktionen auch die österreichischen Bauern genommen!
    Was unternimmt man um die Sanktionen zu beenden? Gar nichts! Man nickt weiter ab was die EU /USA befiehlt!

  2. Fragolin

    Der Klingeling in den Fußstapfen des kleinen dicken Pröllchens. Woher kommt eigentlich das Märchen, die Schwarzen wären eine wirtschaftsliberale Partei? Außer Ganoven, die für andere Ganoven Staatsgeld ergaunern, scheint da nichts zu laufen.
    Zum Betrügen gehören immer zwei, ein gieriges A**loch und ein gieriger Dolm, und für beide ist die ÖVP da. Sonst für niemanden. Höchstens noch die Fisch’…

  3. Gerald Steinbach

    Sokrates@ Ganz genau, hat man wirklich geglaubt das der Putin nach einen halben Jahr die Krim zurückgibt aufgrund dieser Sanktionen, das alles fällt unter den Titel vorauseilender Gehorsam

  4. Falke

    Dass der “aus der Privatwirtschaft kommende” Finanzminister auch nur Ansätze eines wirtschaftsliberalen Hausverstandes haben würde, hat sich inzwischen ebenso mehrfach als Märchen erwiesen.

  5. Thomas Holzer

    @Falke
    Das Verhalten des Herrn Schelling euphemistisch formuliert: er unterliegt halt “Sachzwängen” 😉

  6. astuga

    Ein Wort zum Milchpreisverfall der im Artikel auch thematisiert wird.
    Das ist weniger die Schuld der einzelnen Landwirte, sondern des Landwirtschaftsministeriums (und der EU).
    Man dachte, dass man mit dem Ende der Produktionsmengenbegrenzung und dem zu erwartenden Preisverfall die verlorenen Erträge durch Überproduktion am Weltmarkt wieder ausgleichen könne.
    Aber wie man sich denken kann, sind andere in der EU (mit größeren Strukturen und Produktionsmengen) ebenfalls auf diese grandiose Idee gekommen.

    Das ist etwa so wie wenn ein Golf-Fahrer glaubt, nur weil er auf einer deutschen Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung fährt, hätte er auch schon das schnellste Auto.

  7. Johannes

    Wenn sie als Produzent Einbußen haben weil politische Entscheidungsträger ihnen verbieten Märkte zu beliefern sind sie dann aus Sicht ihres liberalen Weltbildes Opfer oder Schmarotzer? Wenn es Milchfabriken in Europa gibt wo die Produzenten nicht wissen wohin mit den tausenden Hektoliter Jauche ist das dann jene Landwirtschaft die wir auch in Österreich anstreben sollen um konkurrenzfähig zu sein?
    Schauen sie einmal bei der nächsten Hochwasserkatastrophe in ländlichen Gemeinden und Städten wie viele Traktoren mit Frontlader nicht eine Sekunde zögern und unentgeltlich ausrücken um Schlamm und Geröll zu entfernen.
    Die vom BM f. LdW. angestrebten Entlastungen sind nicht die Butter aufs Brot der Bauern sondern die einzige Möglichkeit in der jetzigen Situation nicht unterzugehen. Wenn sie diese Zahlungen nicht leisten können so müßten sie zusperren, einmal zugesperrt ist nie wieder aufgesperrt.
    Lebensmittel sind kein Spiel mein lieber Herr Ortner, sie sind auch kein Objekt für Spekulation und schon gar nicht für kleinliberales Wadelbeißen. Wenn es ev so kommt wie es ausschaut und wir einen wirtschaftlichen Tsunami entgegenschauen werden die Bauern Österreichs da sein und die Bevölkerung ernähren. Denn von den Billigproduzenten der Welt werden sie kaum etwas geschenkt bekommen.

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