„Steuergerechtigkeit“ ? Dann wird’s gefährlich…

Von | 25. April 2017

“……Gerechtigkeit“ à la Gewerkschaft, Caritas und Diakonie, ist daher nichts als Chimäre. Der Staat kann zwar – wenn er im Sinne der „sozialen Gerechtigkeit“ noch aggressiver gegen die Leistungsträger vorgeht, kurzfristig bei den „Reichen“ mehr Beute machen, gewiss. Aber die Freude darüber wird kurz währen, da produktive Arbeitsplätze nun einmal (siehe Exkurs weiter oben) nicht vom Staat, sondern von der Privatwirtschaft geschaffen werden. Von unter Wettbewerbsbedingungen agierenden Betrieben, die im Eigentum der „Reichen“ stehen. Diese durch noch höhere Steuern zu belasten, schädigt am Ende die Arbeitnehmer…..” (weiter hier)

9 Gedanken zu „„Steuergerechtigkeit“ ? Dann wird’s gefährlich…

  1. Thomas Holzer

    Immer wenn sich die Politikerdarsteller anbiedernd an das Wahlvolk wenden -und das geschieht eigentlich immer- wird es für alle!, vor allem aber für die wenig verbliebenen Zahler gefährlich und vor allem teuer

  2. Selbstdenker

    Es ist schon klar, dass ÖGB, Caritas und Diakonie kein Problem mit höheren Steuern haben.

    In dem Ausmaß (oder darüber) in dem die Steuern steigen, werden die Gehälter der Führungskräfte im staatlichen bzw. staatsnahen Bereich – dies umfasst auch sogenannte “NGOs” – angepasst. Die Rechnung muss eh der produktive Sektor zahlen. Damit eventuell steigende Gehälterdisparitäten gehen dann in den nächsten “Armutsbericht” der wiederum die “Basis” für Forderungen nach noch höheren Steuern ist.

    http://www.focus.de/finanzen/news/gehaltserhoehung-und-geburtstagsfeier-caritas-chef-laesst-feier-vom-arbeitgeber-zahlen_id_4911830.html

  3. Selbstdenker

    Die Kollegen von der Kommunistischen Internationale waren so nett und haben 2009 eine Auflistung der Spitzengehälter in AK und ÖGB erstellt:

    http://www.labournetaustria.at/AKOeGBSpitzengehaelter.pdf

    Es ist davon auszugehen, dass diese Gehälter – wie oben beschrieben – an das Steuerniveau und die Inflationsentwicklung “angepasst” wurden.

    Diese leistungslosen Einkommen muss natürlich irgendwer bezahlen. Wie gut, dass es die Klasse der Produktiven gibt, die so unerhört viel über dem Taschengeldniveu verdient.

  4. mariuslupus

    Herr Tögel hat fast, eigentlich immer Recht, in seiner Argumentation. Leider. Leider für die Zukunft. Die Aussage dass die Apparatschiks auch in tausend Jahren nicht kappieren werden, wie die Wirtschaft funktioniert, stimmt leider auch. Herr Tögel zeigt den Weg in den wirtschaftlichen Untergang, der mit guten Vorsätzen gepflastert ist.
    Kassandra hat auch vor der Katastrophe gewarnt, aber niemand hat ihr geglaubt.

  5. Zaungast

    @ Toegel

    “Unternehmenssteuern sind, wie übrigens alle gewaltsam eingetriebenen Steuern, deshalb ein Übel, weil das Geld, das der Fiskus Betrieben und Haushalten entzieht, nicht länger für wohlüberlegte Konsumausgaben, Investitionen und Betriebszwecke zur Verfügung steht.”

    Das ist leider falsch argumentiert. Steuern bewirken, daß der Verteilungsschlüssel sich ändert, daß also andere Gruppen als die Produzierenden ebenfalls Zugriff aufs Produzierte haben.

    Beispiel: Was der Pensionist konsumiert, muß der Erwerbstätige produzieren und abgeben. Für die Betriebsinvestition ist es zunächst neutral, weil es für das Unternehmen egal ist, ob ein Erwerbstätiger oder ein Pensionist der zahlende Kunde ist. Es wirkt sich allerdings insofern aus, weil Steuern die Preise erhöhen und dadurch der Betrieb tendenziell weniger konkurrenzfähig wird (im Vergleich zum Ausland oder bei Produkten, auf die leichter verzichtet werden kann).

  6. Selbstdenker

    @Zaungast:
    Ich glaube, da ist Ihnen ein Denkfehler passiert. Das was Sie beschreiben, würde auf die Lohn- bzw. Einkommensteuer natürlicher Personen zutreffen.

    Was die Unternehmenssteuern anlangt, muss ich Herrn Toegel recht geben. Unternehmenssteuern behindern den Aufbau von Eigenkapital und senken die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Damit werden in weiterer Folge auch die anderen “Stakeholder” der Volkswirtschaft geschädigt.

  7. Falke

    Für die links-grünen Sozialromantiker ist jeder Einkommens- und Vermögensunterschied “ungerecht”. “Gerechtigkeit” ist nur dann hergestellt, wenn alle gleich reich (oder eher arm) sind; natürlich außer den Parteifunktionären: die dürfen jede Menge Priviliegien und Vermögen anhäufen. Damit übernehmen sie 1:1 die Theorie der marxistisch-leninistischen Kommunisten. Daher auch die Forderung nach absurd hohen Einkommens-, Betriebs- und Vermögenssteuern. Dass sie damit am Ast sägen, auf dem sie (und wir alle) sitzen, übersteigt wohl ihren ökonomischen Horizont. Meiner Meinung nach gibt es nur eine Art der – halbwegs – gerechten Steuer: die sogenannte “flat tax”, also ein einheitlicher Steuersatz auf alle Einkommen (nicht aber auf Vermögen), eventuell mit einem Freibetrag, um sehr niedrige Einkommen zu entlasten.

  8. Zaungast

    @Selbstdenker

    Wenn ein Unternehmen in Summe 100 Euro ans Finanzamt überweist, ist es völlig egal, aus welchen einzelnen Steuern und in welchem Verhältnis sich diese Gesamtsumme zusammensetzt. Was zählt, ist die Gesamtsumme 100 Euro – diese muß kalkulatorisch in den Produktpreisen untergebracht werden.

    Wenn Sie als Konsument ein Kipferl für 1 Euro kaufen, ist es Ihnen auch egal (und wahrscheinlich unbekannt), mit welchen unterschiedlichen Einzelsteuern dieser Verkaufspreis belastet ist. Entscheidend ist nur die Gesamtbelastung und der Endpreis. Bedenken Sie dabei bitte, daß Sie über den ganzen Zyklus Erwerbstätiger + Konsument alle Steuern zahlen, egal wie sie heißen und welches Mascherl sie haben. Vereinfacht ausgedrückt: Ohne Steuern könnten Sie 2 Kipferln mampfen und mit Steuern nur eines – das zweite Kipferl mampft ein anderer.

  9. Johannes

    Ich denke in Europa passiert gerade das was die Amerikaner immer befürchtet haben wenn sie ihre freie Wirtschaft dem Sozialismus und seinen Vorstellungen überlassen würden.
    Wir sind in Europa gerade dabei soziales Denken zu pervertieren im lockeren Plauderton wird tatsächlich das uneingeschränkte Recht jedes Menschen dieser Welt auf ein Grundeinkommen in Europa wenn er es nur hierher schafft, was von deutschen Schleppern schon sehr professionell vorangetrieben wird, versprochen.
    Das kann nicht gut gehen der Zustrom wird nicht versiegen, die finanziellen Möglichkeiten schon bald, die Zukunft wird dauerhaft verbaut sein und irgendwann wird die gut ausgebildete Jugend in den angloamerikanischen Raum in Massen wechseln und dort willkommen sein.

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