Steuern: Für wie blöd hält uns die Regierung eigentlich?

“…..Denn für die Verwaltung des Stillstands, wie wir sie erleben, haben wir diese Regierung eigentlich nicht gewählt. Die Dinge einfach weiterlaufen zu lassen und zu hoffen, dass die „Steueresel“ nicht merken, wie sie ausgenommen werden – wie das offenbar geplant ist –, sieht leider nicht nach zukunftsträchtiger Strategie aus….” (Josef Urschitz in der “Presse“)

20 comments

  1. Menschmaschine

    urschitz wie immer brillant, aber leider: alles, was einem landeskaiser oder kammerapparatschik nicht genehm ist, wird in österreich nicht umgesetzt werden. niemals. dazu bräuchte es keinen steuerstreik, dazu bräuchte es schon bürgerkrieg.

  2. Josef Roth

    Für wie blöd hält uns die Regierung? Für wie blöd soll man jemand halten, der diese Parteien (und damit die Regierung) gewählt hat?

  3. Christian Peter

    ‘für die Verwaltung des Stillstands haben wir die Regierung nicht gewählt’

    da sind wir beim Kernpunkt des Problems : Bürger, die ÖVP und SPÖ trotz untragbarer Zustände und politischen Stillstands seit mehreren Jahrzehnten weiterhin wählen. Warum sollten diese Parteien Reformen einleiten, wenn Sie sich darauf verlassen können, bei Wahlen niemals abgestraft zu werden ?

  4. Thomas Holzer

    Es braucht keine Expertenrunden/Kommissionen; die tagten schon zur Genüge in den vergangenen Jahren.
    Es braucht endlich eine Person, die einfach rechnen kann! und auch willens ist, das 1×1 umzusetzen.

    Ersatzloses Streichen aller Subventionen
    Ersatzloses Streichen aller Ausnahmeregelungen
    Ersatzloses Streichen allerArbeitsmarktmaßnahmen
    Ersatzloses Streichen aller Parteienförderungen
    Ersatzloses Streichen aller Inserate/Werbemaßnahmen staatlicher Institutionen

  5. Reinhard

    “…für die Verwaltung des Stillstands haben wir die Regierung nicht gewählt…”

    Für was denn sonst? Die gleichen Pappnasen haben vorher 5 Jahre lang nichts anderes getan, es war auch nach der Wiederwahl nichts anderes von ihnen zu erwarten. Trotzdem wurden sie wiedergewählt. Oder gerade deswegen.
    Der Mehrheit der Österreicher ist die Zukunft Österreichs scheißegal, wenn nur ihre eigenen Bezüge aus dem System gesichert sind. So gesehen sind unsere ganzen raubritternden Obertanen nur ein Spiegel der Gesellschaft und genau das, was Österreich verdient hat. So funktioniert Stellvertreterdemokratie eben; das Herrschaftssystem für Verantwortungsscheue und Denkfaule.

    Für wie blöd uns die Regierung hält? Für so blöd, wie wir sind. Wären wir es nicht, wäre diese Regierung ja nicht im Amt.

  6. Reinhard

    @Thomas Holzer

    Der müsste aber schon mit einem Heer im Rücken einmarschieren. Aus unserem bestehenden System heraus wird niemals so jemand an die Macht kommen und genug Macht besitzen, um sich gegen den Meinungsterror der propagandaverseuchten Systemmedien und den Beton der systembewahrenden Verwaltungsbeamtenschaft durchzusetzen.
    Und freiwillig werden die Katzen nicht aufhören zu Mausen.
    Wir wissen ja, wie die Lösung aussehen könnte, aber wie sollen wir sie herbeiführen ohne brennende Häuser und abgeschnittene Hälse?

  7. Thomas Holzer

    @Reinhard
    Sie schreiben es; deswegen wird sich in diesem Land erst dann etwas ändern, wenn der Karren vollends an die Wand gekracht wurde.

    Alleine, daß Politiker Beraterverträge für die HAA in der Höhe von -angeblicher Weise- ca. € 300 Millionen vergeben durften, ohne
    1.) dadurch die Kosten für die Steuerzahler zu reduzieren, sondern vielmehr zu erhöhen!
    2.) dafür straf- und zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden
    zeigt, wie korrupt und verkommen diese Kaste ist.

    “Bestes” Beispiel: ein gewisser Herr Krakow; zu BAWAG-Prozess Zeiten Staatsanwalt, dann mit einer gewissen Frau Bandion-Ortner, welche Richterin in diesen Prozessen war, der “Aufstieg” ins Justizministerium, und jetzt plötzlich bei der HAA und einem privaten Beratungsunternehmen (welches auch die Fimbag etc. “berät”) ein “Hans Dampf” in allen Gassen…………

  8. Thomas Holzer

    Nachtrag:
    Und natürlich! Abschaffung aller Zwangsmitgliedschaften in diesem Land und der Zwangsgebühr für den ORF

  9. herbert manninger

    Die Reichen sollen zahlen – eine Forderung, die auch beim noch vorhandenen Mittelstand, der modisch angepasst auf links macht, gut ankommt. Erst langsam merken diese Neidgenossen, dass genau SIE gemeint sind.

  10. FDominicus

    Nicht gut, mir fällt gerade ein bei meiner Rezension auf Amazon für “Capital in the 21 st century” tauchen ganz viele von den begeisterten Umverteilern auf. Muß wohl entweder genetisch bedingt sein oder den Neid ganz hervorragend bedienen.

  11. Nimbus59

    @Thomas Holzer:
    Abgeschnittene Hälse sind zu blutig. 183 Kälberstricke erfüllen den selben Zweck! 😉

  12. Rennziege

    7. Mai 2014 – 16:14 Nimbus59 @Thomas Holzer: “Abgeschnittene Hälse sind zu blutig. 183 Kälberstricke erfüllen denselben Zweck!” – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=28675#comments
    Provokantes Statement, aber ökologisch so wertvoll wie nachhaltig. Chapeau! Denn die Kälberstricke können anschließend wieder ihrem angestammten Zweck zugeführt werden, und auch die jungen Viecher werden erleichtert aufatmen. 🙂

  13. Sybille Stoa

    Wir brauchen eine EU-Troika Regierung, die 5 Jahre lang, da alles ausmistet.
    Österreich ist schon wie Griechenland geworden. Überfall zu viel Beamte und zu viel verwalten von Pfründen!

  14. Mäsi

    @Sybille Stoa
    Sie wollen allen Ernstes eine ausufernde österreichische Bürokratie durch eine ausufernde EU-Bürokratie ersetzen? Gerade Griechenland ist ein Fanal des gänzlichen Versagens der EU-Behörden. Gibt es in der menschlichen Kulturgeschichte auch nur einen einzigen Präzedenzfall, bei dem eine expandierende Bürokratie erfolgreich durch bürokratische Massnahmen gestoppt oder gar vermindert werden konnte?

    Da kommt mir unwillkürlich Baldric aus der Fernsehserie Black Adder in den Sinn. Der hatte auch immer ‘a cunning plan’, einen schlauen Plan, der sich stets als undurchführbare Schnapsidee entpuppte, sobald er ihn näher erläuterte.

  15. Thomas Holzer

    @Nimbus59
    Ich bin weder für abgeschnittene Hälse noch für Kälberstricke!
    Nasse Fetzen sollten für diese Politikerdarsteller und Apparatschiks vollkommen reichen!
    Und natürlich Aberkennung aller finanziellen Übergangsregelungen und Sonderpensionszahlungen; die Mindestpension für “unter Mindestleister” würde vollkommen reichen 😉

  16. Thomas Holzer

    Und ich höre soeben in einer Kurzmeldung des ORF:
    Das Budget des Parlamentes wurde heute erhöht!
    Natürlich wurde nicht mitgeteilt, um wie viele Cent…………. 🙂

    Was wollen wir mehr; das nennt man sparen! 🙂
    Weiter so………

  17. Wettbewerber

    Über 183 Stricke zu lesen, ist zwar amüsant, aber weder realitisch noch zielführend. Angenommen, wir könnten diese Baggage (denn das sind sie: unnötiger Ballast, sorry) wirkllich davonjagen – schon morgen hätten wir die nächsten 183, die “der Mehrheit” irgendwas versprechen, zu dessen Einhaltung sie niemals in Teufels Ewigkeit gezwungen werden können. Aber WIR, wir Lebenslang-Sklaven, wir werden gezwungen, all diesen unsäglichen Schwachsinn zu finanzieren und mitzutragen, und wer das im Grundsatz anzweifelt, dem wird schon mal nahegelegt, doch das Land zu verlassen (zum Thema gelebte Solidarität…).

    183 Stricke auszuteilen, ist verdammt hart umzusetzen (da will ich persönlich auch nicht Hand anlegen – wer ist dazu bereit?). HIngegen: Einfach nur “Nein” zu sagen (zu ALL dem), scheint jein Ding der unendlichen Unmöglichkeit. Wie man als Sklave eben denkt – zu denken erzogen und gelehrt wurde. Die einzige echte Lösung des Problems ist zugleich auch die unblutigste, bei weitem. Aber nicht auf dieser Welt, nicht mit dieser Spezies. So hat es den Anschein.

  18. gms

    Nebenan auf Eifrei [1] beschreibt Hans-Joachim Radisch plausibel, wie es zu Gewaltausbrüchen in Demokratien kommen kann. Der Kernsatz dabei: “Wenn es ohnehin Krach gibt, dann gleich richtig.”

    Die Herleitung hierfür: Wenn die friedliche Unterordnung unter die Verhältnisse dieselben schlechten Resultate zeitigt wie ein Aufbegehren, gibt es keinen guten Grund für Gewaltverzicht.

    [1] ef-magazin.de/2014/05/06/5305-demokratie-ueberforderung-einer-genialen-erfindung

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