“Steuerpolitik zum Abgewöhnen”

“……Viele, die ihren Obolus nicht oder unzureichend entrichten, haben nicht das kleinste Fünkchen schlechten Gewissens dabei, sondern betrachten das als Akt der Notwehr gegenüber dem gefräßigen Steuerstaat. Und sie haben mit dieser Einstellung natürlich auch nicht ganz unrecht. Denn die Steuerbelastung hat ein absolut unmoralisches Niveau erreicht….” (hier)

17 comments

  1. Thomas Holzer

    Jede Steuer, welche mehr als 10, 15% beträgt, ist unmoralisch, obszön und auf das Schärfste zu bekämpfen, respektive, wo möglich zu umgehen und nicht abzuführen

  2. Christian Peter

    In anderen Ländern, wie etwa UK, ist Steuerhinterziehung kein strafbares Delikt – es droht lediglich die Nachzahlung der Steuerschuld. Statt um Steuerhinterziehung von Privatpersonen sollte sich die Politik besser um legale Steuervermeidung von Großunternehmen und multinationalen Konzernen kümmern – hier ist mit Abstand das Meiste zu holen. Aber es gilt wie in so vielen anderen Bereichen : Die Kleinen werden gehängt, die Großen lässt man laufen.

  3. gms

    Christian Peter,

    “Statt um Steuerhinterziehung von Privatpersonen sollte sich die Politik besser um legale Steuervermeidung von Großunternehmen und multinationalen Konzernen kümmern – hier ist mit Abstand das Meiste zu holen.”

    Wollen Sie in Ihrer Paraderolle als vollautomatische rotzgrüne Propagandaschleuder nicht noch die ominöse Euro-Billion hinterherschieben, die Ihnen bisher in diesem multinationalen Kontext so gerne als Begleittext ins Keyboard tropft und Leser Ihrer intellektuellen Gewichtsklasse zum Hyperventilieren animieren soll?
    Fußpilz wäre in Steuerdebatten genauso penetrant wie Sie, aber von dem kann eher noch vermutet werden, er würde irgendwann seine repetitiven und per Copy/Paste ventilierten Textbausteine wider den Volksfeind namens ‘Konzern’ mit einem Inhalt aufmöbeln, welcher der Erörterung lohnt.

  4. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    “………….sollte sich die Politik besser um legale Steuervermeidung von Großunternehmen und multinationalen Konzernen kümmern – hier ist mit Abstand das Meiste zu holen”

    Wie soll da etwas zu holen sein, wenn Unternehmen Gesetze einhalten?!

    Mit dem selben Furor, mit dem Sie Unternehmen vorwerfen, Gesetze einzuhalten, sollten Sie dann auch jedem Arbeitnehmer, welcher die jährliche Arbeitnehmerveranlagung in Anspruch nimmt, diese Form der legalen Steuervermeidung vorwerfen.

  5. Herr Karl jun.

    @ Christian Peter
    “…hier ist mit Abstand das Meiste zu holen” – so sprechen normalerweise nur Diebe. Deren Diktion dreht sich auch nur um zwei zentrale Fragen: Wo gib’s was zu holen, und wie verteilen wir es (=die Beute).
    Steuern sind ein formal legalisierter Diebstahl, aber deshalb noch lange nicht legitim. Es ist unmoralisch und Unrecht, einen unverhältnismäßig hohen Teil der Erträge der menschlichen Arbeitskraft unter Gewaltandrohung zu konfizieren. Die Leibeigenen in Galizien, im 19. Jahrhundert ökonomisch und politisch die ärmsten Teufel in Europas, hatte im Durschnitt 90-110 Tage Arbeitstage im Jahr für die Obrigkeit zu löhnen. Mit unserem Steuersatz von bis mehr als die Hälfte kommen wir da locker hin. Irgendwann haben die Galizier ihre “Obrigkeit” mit nassen Fetzen verjagt…

  6. gms

    Herr Karl jun.,

    [“…hier ist mit Abstand das Meiste zu holen” – so sprechen normalerweise nur Diebe.]

    Richtig. Darüber hinaus gibt es bei unveränderter Abgabenquote in der ganzen Debatte für den Bürger rein nichts zu gewinnen. Steuern sind aus Unternehmenssicht anfallende Kosten, und diese Kosten werden in Kundenpreise eingerechnet respektive von Löhnen oder von Aufwendungen für Zukäufe von Vorprodukten bei anderen Fimen abgezogen.
    Entweder stimmen unterm Strich die Margen, oder das Geschäftsfeld wird eingestampft. Wollten die Linken jeglicher Couleur dem entgegenwirken, bleibt nur die Zwangs- oder Subsistenzwirtschaft mit verdammt kurzen Wertschöpfungsketten und entsprechend geringer Forschungsquote.

    Das linke Gewäsch, es sei fürs Paradies auf Erden steuertechnisch bloß der Richtige (=Konzern) zu würgen, ignoriert mit Anlauf die Tatsache, daß mittelbar immer Konsumenten, Arbeitnehmer und Zulieferer gewürgt werden. Der phöse Kapitalist aber wird sein Eigenkapital abziehen und sich anderwärtig umsehen, wenn der Staat ihm auf die Pelle rückt und ihm jenes wieder abnehmen will, was der Konsument ihm zuvor aus freien Stücken zugesprochen hatte.

    Nachdem die Leser hier mutmaßlich vor einem Rechner sitzen: Man möge versuchsweise den Blick 360° umher wandern lassen und sich vergegenwärtigen, was vom Gesehenen _nicht_ vom Wirken länderübergreifender Firmen betroffen ist. Nun kann man entweder in linker Manier weiterhin Großunternehmen als Konkurrenten um den Steuerkuchen wahrnehmen, oder als jene, die auch und insbesondere mit ihren legalen Steuervermeidungen günstiges Einkaufen für Hinz und Kunz ermöglichen.

    Nicht “Kleine gegen Große” lautet der Name des Matches, wie Staatsgläubige uns immer wieder einreden wollen, sondern “Privat gegen den Staat”.

  7. Thomas Holzer

    @gms
    Ich erlaube mir eine kleine Korrektur 😉
    Ich denke, es sollte heißen: Privat gegen die Politik(er)

  8. Rennziege

    20. Mai 2014 – 16:27 Thomas Holzer
    Sie schreiben: Ich denke, es sollte heißen: Privat gegen die Politik(er).
    Stimmt nimmer. die Formulierung von gms, “Privat gegen den Staat”, trifft den Nagel auf den Kopf, seit ungebildete, von jeder eigenverantwortlichen Berufslaufbahn unbeleckte Politiker so gut wie alle Staaten usurpiert haben. (Oder in Geiselhaft genommen haben, whichever comes first.)
    Verglichen mit diesen geistig und charakterlich zu vernachlässigenden Wegelagerern waren die ach so pöhsen Lehensherren des Mittelalters die reinsten Sänger- oder Waisenknaben.

  9. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Wozu die “Aufregung”, ist doch alles demokratisch legitimiert 🙂

  10. gms

    Christian Peter,

    > Schluss mit Korruption und Steuergeschenke für Konzerne. [Link]

    Mehr als kurzatmige Sprüche hatten Sie ja noch nie drauf. Daß hinter dem nun schon wiederholt gebrachten Link kein Hinweis auf Steuergeschenke steht (Ihr O-Ton: “legale Steuervermeidung von Großunternehmen und multinationalen Konzernen”), beweist einmal mehr Ihre Vorliebe für drollige Eigentore. Darüber hinaus verweist der Link sogar noch Tugenden von Inhaberunternehmen.

    Die Pointe: Raten Sie mal, welche Namen expemplarisch hinter Google, Amazon, Facebook, Virgin und Oracle stehen. Von Brin, Besos, Zuckerberg, Branson oder Ellisson braucht ein brauner Sozialist aber nichts zu wissen, nicht wahr? Auch nicht, wer als Eigentümer etwa bei BMW, VW oder Hofer das Sagen hat, oder bei der österreichischen Prinzhorn-Holding oder dessen schweizer Gegenstück, der Model-Group.
    Falls Sie es weniger speziell wollen: Versuchen Sie herauszufinden, worin sich Stamm- und Vorzugsaktien unterscheiden, sowie was die Angabe “Steubesitz” im Kontext von Großunternehmen bedeutet und anschließend, ob und wie in der Regel gebündelter Aktienbesitz und Einfluß auf die jeweilige Firma korrelieren. Dann aber werden Sie bemerken, wonach Inhaberführung bei Konzernen verdammt häufig ist.

    Geben Sie’s doch zu — irgendwann ist Ihnen ein Ikea-Regal auf den Kopf gedonnert, und weil das erwiesenermaßen von einem Konzern stammt, zucken Sie jetzt konsequent aus, wenn irgendeine Firma mit mehr als 500 Mitarbeitern in Ihrem beschränkten Sehfeld auftaucht. Daß Kamprads Söhne nun den Konzern leiten, und dieses Großunternehmen daher laut der von Ihnen ins Rennen geschickten Quelle aus Niedersachsen zu den Anständigen gehört, wird einen faktenresistenten Gipsschädel wie Sie aber auch nicht mehr jucken.

    “Konzeane sind aba troztem uaböse”, werden Sie daher heute, morgen und übermorgen an jeder passenden und unpassenden Stelle hier ins Forum kippen, bis auch der Letzte kapiert hat, daß jeder beliebige Stein aus einer beliebigen Schottergrube stimmigere Debattenbeiträge beisteuern kann.

  11. Graf Berge von Grips

    (St)Euerstaat… gemeint sind natürlich nicht die Zahler…

  12. Reinhard

    Sorry, aber “Viele, die ihren Obolus nicht oder unzureichend entrichten, haben nicht das kleinste Fünkchen schlechten Gewissens dabei…” halte ich für genau die Denkweise des Fiskus, weshalb er auch jeden Steuerzahler vorauseilend als Steuerhinterzieher behandelt, der jährlich durch Beweisvorlage nachweisen muss, auch brav alles Geforderte abgeliefert zu haben, und der auch jeden, dem auch nur das klitzekleinste Fehlerchen um 3 Euro 70 passiert ist wie einen vorsätzlichen Schwerverbrecher behandelt.

  13. Reinhard

    Upps, hat ein Komma zuwenig, aber das habe ich hinterzogen und auf mein Schwarzkommakonto transferiert. Irgendwann bin ich Satzzeichenmillionär…

  14. Christian Peter

    @Reinhard

    bei kleinen Unternehmen spricht man von ‘Steuerhinterziehung’, bei Konzernen hingegen von ‘Steueroptimierung’.

  15. rider650

    Steuern sind Raub, Punkt. Wer andere zwint, gegen ihren Willen ihr rechtmäßiges Eigentum abzugeben ist ein Verbrecher, gegen den man sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen darf. Das gilt für die Polizisten, Finanzbeamten und Gerichtsvollzieher, die den Raub letzendlich ausführen genauso, wie für die Politiker, die die entsprechenden Fetzen Papier mit der Überschrift “Gesetz” schreiben und für die Wähler, die dieses aus der feigen Anonymität der Wahlkabine legitimieren und letztendlich in Auftrag geben. Steuerhinterzieher dagegen sind Helden!

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