Steuerreform auf Pump

(C.O.) Steuerreform, kompakt bewertet: Dass die Regierung die Lohn- und Einkommensteuern um 5 Milliarden pro Jahr senkt und damit wenigstens jenes Raubgut restituiert, das ihr seit 2009 im Wege der kalten Progression in den Schoß fiel, geht soweit in Ordnung. Ihre Hoffnung, das in erheblichem Ausmaß durch “Betrugsbekämpfung” gegenfinanzieren zu können, dürfte sich als Selbstbetrug erweisen (sonst hätte man das ja schon bisher so gemacht). Zu vermuten ist eher, dass diese “Steuerreform” zum Teil über neue Schulden finanziert werde wird, und das ist gar nicht gut so. Die Regierung handelt damit so, wie Mark Twain es beschrieben hat “Von jetzt an werde ich nur soviel ausgeben, wie ich einnehme – und wenn ich mir Geld dafür borgen muss!”

3 comments

  1. Fragolin

    Ach, man weiß schon, wo man sich was holt. Bei den Reichen, den G’stopft’n. Firmenwägen mit Privatnutzung werden höher besteuert. Wer sich sowas leistet wissen wir auch: Ein-Personen-Unternehmen, kleine Vertreter, mobile Friseure, Minitaxler. Also die Reichen und G’stopft’n der Gesellschaft, wie sie sich Lieschen Huber und ihr leberkranker Fredl so vorstellen…

  2. Thomas Holzer

    Eine Nebelgranate, mehr ist diese “Steuerreform” nicht.
    Alleine die vereinigten Jubelchöre aller Kammern, Parteien und des ORF bestätigen dies.

  3. Fragolin

    Besonders lecker, wie die Frau Glawischnig, ihres Zeichens Melone (außen grün, innen rot), mir gerade über meinen TV-Bildschirm ausrichtete, der Mittelstand würde mal wieder der Hauptprofiteur sein und die Superreichen geschont werden, während nur die Kleinen dazuzahlen müssten. Da fragt man sich, auf welchem Planeten diese Leute leben oder was sie so rauchen oder ob die überhaupt wissen, wovon die reden, wenn sie ihre Einheitsparolen abspulen.
    Der Mittelstand zahlt faktisch die komplette Rechnung, leicht profitieren können nur Leute, die gar keine Steuern zahlen und trotzdem eine “Rückzahlung” vom Finanzamt bekommen (Negativsteuer = Geldgeschenk an Teilzeitkräfte) oder Leute im unteren Einkommenssegment. Es sei ihnen vergönnt, aber so zu tun, als wären ausgerechnet jene, denen über Umwege das Doppelte dessen, was sie bekommen, wieder abgeknöpft wird, die “Profiteure”, beweist nur, dass die Melonen keine Ahnung haben, was “Profit” überhaupt bedeutet.
    Das erklärt allerdings auch ihre wirtschaftlichen Konzepte.

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