Stimmungsmache statt Berichterstattung

Angesichts der Flüchtlingswelle haben die Medien, besonders in Deutschland, die kritische Distanz verloren. Die Berichterstattung geriet zur Kampagne, urteilt völlig zu Recht die NZZ, hier.

13 comments

  1. Pickaball

    Die Reise nach Jerusalem

    Jedes Land wird jetzt genau beobachten was der andere macht –

    – wenn Deutschland auf einmal entscheidet nicht mehr jeden Flüchtling aufzunehmen –

    – kann es passieren, dass Nachbarstaaten auf tausenden Menschen “sitzenbleiben”

    Jeder kündigt daher sicherheitshalber die Anwendung der Dublin-Regel an – Abschiebung.

  2. caruso

    Stimmungsmacherei – das können die Medien sehr gut, auch die NZZ wenn es um Israel
    geht. Nun, wo es ans Eingemachte geht oder gehen könnte, dann wird dieses Verhalten zum Thema. So viel zum Thema Redlichkeit.
    lg
    caruso

  3. Mourawetz

    angesichts der Beschleunigung des Islamisierungsverfahrens durch Merkel “Der Islam gehört unzweifelshaft zu Deutschland” bei dem die üblichen verdächtigen Medienstrolche eifrig mitmachen, muss man sich ernsthaft überlegen, in welchen Teil Europas man auswandern will. wenn man nicht gleich den Kontinent verlassen will.

  4. wbeier

    Immerhin bringen die bewegten Bilder der Fernsehanstalten – obwohl selektiv – einen interessanten Aspekt. Da Bilder nach einer alten Redewendung mehr als tausend Worte sagen können stößt einiges doch recht sauer auf:
    Nach 5000km Flucht wohlgenährte Leute mit sauberer und moderner Kleidung , teuren Sportschuhen, neuestem Smartphone nebst offensichtlich Dutzenden geladenen Akkus oder Powerpacks. Die wenigen Frauen geschminkt mit gepflegter Frisur unter der Kopfwindel und das nach so vielen Kilometern Kind auf dem Arm tragen??? Naja, verarschen kann ich mich auch selbst…..

  5. waldsee

    tote und leidende kinder als bildmotiv sind eine beliebte palästinens./muslim. angelegenheit.
    was die deutschen medien können bringen die österr. schreiber und ansager auch zustande.hier herrscht
    dumm-gleichheit.gibt es vielleicht sogar geheime absprachen?oder erpressung und bedrohung?wieviele tausend geheimdienstleute aus dem muslim./arab./türkischen raum treiben in europa ihr unwesen?
    ich glaube nicht an die” spontane völkerwanderung”,es gibt eine
    organisierende und zahlende kraft
    im hintergrund.

  6. H.Trickler

    @caruso:

    Die NZZ macht täglich in den unterschiedlichsten Themen Stimmung, und beileibe nicht nur in Kommentaren. Es bleibt offen, wie lange sie noch vom ausgezeichneten Ruf vergangener Zeiten profitieren kann.

    Dasselbe gilt übrigens auch für viele deutsche “Qualitätsmedien”.

  7. Pickaball

    .
    Politik – meist überschätzt – nicht zuletzt von den Politikern selbst
    .

    Läuft die Wirtschaft gut – so ist das nicht wegen der Politik, sondern TROTZ.

    Politiker wollen großartig sein – und was ist großartiger als die Welt zu retten.

    Hierbei können Sie ablenken, dass sie zuhause nichts zusammenbringen –

    – beim Welt retten scheitern – IST KEINE SCHANDE.

    Wenige Politiker haben politischen Weitblick – vielmehr werden sie von einem Tunnelblick getrieben –

    – verursacht von Medien, die eine Facebook-vertrottelte Gesellschaft nur all zu leicht instrumentalisieren kann –

    – SCHWARMINTELLIGENZ – also Affekt getrieben.

    Dieser Feedback-Loop dreht sich solange nach oben, bis eben ein EXTREM erreicht wird und langsam der Dümmste die Zusammenhänge begreift.

  8. Thomas Holzer

    @wbeier
    Dies hatte ich mir gestern auch gedacht, nachdem im ORF ein Flüchtling an der serbisch-kroatischen Grenze sein statement abgeben durfte: ca. 50,55 Jahre alt, sauberstes! Gewand, perfekt rasiert etc. ;
    kann natürlich sein, daß er für das Interview (ca. 2 Minuten) vorher in die “Maske” geschickt wurde 😉

  9. Hanna

    Ich muss ehrlich sagen, dass mein Stresslevel – und ich bin eine sehr gefasste, berufsbezogen “stress-resistente” Person – so steigt, wenn ich lese, dass über 10.000 Flüchtlinge an einem Tag nach Österreich kamen, und “Im Innenministerium rechnet man damit, dass es die nächsten Wochen so weitergehen wird.” (Kurier) Eine solche Aussage ist für mich unfassbar geworden. Ich selber musste mich selbständig machen, um überhaupt in Ö überleben zu können, bin nicht krankenversichert, komme derzeit nicht aufs Minimaleinkommen (aber ich weigere mich, um Mindestsicherung anzusuchen), besitze praktisch nichts und finde keinen “regulären” Job (zu hoch qualifiziert, zu alt, zu teuer) … und dann muss ich ständig lesen, dass ich dreißig Jahre lang Steuer gezahlt habe, um jetzt vor dem Nichts zu stehen … denn das tue ich, eingedenk dessen, was da passiert. Deutschland wird die Grenzen dicht machen. Wir werden binnen kurzem über hunderttausend Einwanderer hier haben. Ich war heute dabei, wie eine Flüchtlingsgruppe aus einem Taxi gestiegen ist. Wo? Auf der Baumgartner Höhe (Steinhof), wo sicher niemand zuschaut. Im Ernst. Ich ertrage diese Meldung nicht mehr. Und ich habe FreundInnen, die mir allen Ernstes sagen “Dann beschäftige dich halt nicht damit, wenn’s dich so aufregt”. Auch das meine ich mit “vor dem Nichts stehen”. Sorry, falls das jetzt nach Selbstmitleid klingt – aber ich bin Hundebesitzerin, und wir reden von nichts Anderen auf den diversen Hundewiesen, wo wir brav die Kacke aufsammeln und in Mülleimer werfen … während neben uns Leute schlafen, rasten, ruhen und alles liegen lassen, wo sie stehen – MigrantInnen mit Kindern. Und das nicht nur “Neue”. Die Wesensart dieser “Exoten” (mir wurscht, ob das politisch korrekt ist), verträgt sich nicht mit meiner. Nicht, dass ICH rassistisch werde. Nein, ich hab’s satt, provokant ohne Sinn für Dezenz angegafft und von Männern abschätzig grimassiert zu werden. Und die Aggressionsbereitschaft von Ausländern (ja, verallgemeinernd, bewusst, siehe oben “wurscht …”) hat weder Deckel noch Knebel. Es ist alles sehr erschreckend. Die Medien, die Propaganda betreiben sollten allesamt wegen “Beihilfe” verklagt werden. “Beihilfe” wozu? Das wissen wohl alle, die hier lesen/posten.

  10. Erich

    Auf Facebook wurde, offenbar um unsere Hilfsbereitschaft zu erhöhen, ein Video geteilt. So kam ich auch in den Genuss von
    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=RvOnXh3NN9w
    Wer’s glaubt, wird selig – wäre ich so zynisch, wie manche leider angesichts meines Kritisierens von mir behaupten, dann würde ich sagen “Goebbels hätt’s nicht besser machen können”. Hier werden Tatsachen und Seitenhiebe auf Saudi-Arabien (!) mit übelster Agitation und völlig unzulässigen Schlussfolgerungen vermischt. Leider ist es nur auf englisch, kann also vom ORF nicht gesendet werden.

  11. mario wolf

    Auch ein überwiegend blindes Huhn wie die NZZ erkennt ein Problem und beschreibt es zutreffend. Interessant auch die Kommentare zum Artikel in der NZZ selbst. Überwiegend aus Deutschland und fast ausnahmslos zustimmend. die Leser der NZZ in Deutschland sind sicher keine Nazis und auch kein brauner Abschaum. Diese Leute gehören zu gebildeten Mittelschicht, mit einer liberal-kritischen Einstellung zu Politik ihrer Regierung. Aber diese Mittelschicht wird von der Linksregierung übergangen, totgeschwiegen. Lieber wartet die Merkelsche Despotie auf den Zulauf von weiteren unkritischen, zurechtgerichteten, zur eigenen Meinung unfähigen, zukünftigen mt deutschen Pass und mit sog. Migrationshintergrund

  12. Rennziege

    20. September 2015 – 18:34 Hanna
    Liebe Hanna, ich lese Ihr Posting erst jetzt, aus einstweilen sicherer Entfernung. Ich kann Sie gut verstehen, denn mir ginge es genauso, wäre ich samt Familie noch in Österreich oder einem anderen EU-Land, das UK ausgenommen, wo nun eine gesunde Ernüchterung bezüglich der EU gedeiht.
    Diese Ernüchterung wird auch in Österreich stattfinden, hoffe ich, denn die verordnete Einbürgerungs-Euphorie wird den unausweichlichen Folgen nicht mehr lange standhalten; ihre wohlfeile Verlogenheit könnte auch ein grundlegendes politisches, wirtschaftliches und damit fiskalisches Umdenken zur Folge haben. Dazu muss allerdings auch ein nahender Staatsbankrott beitragen.
    Schade, dass wir uns dergleichen schon wünschen müssen, um ein gesundes Österreich zurückzukriegen.

  13. Christian Weiss

    Ich masse mir nicht an, beurteilen zu können, was für Menschen da kommen und aus welchen Motiven. Ich halte mich an zwei Grundüberlegungen, wobei eine zwei Unteraspekte hat:

    1. Fragen darf man immer und versuchen darf man immer:
    Es ist ein elementares Grundrecht, es an einem anderen Ort zu versuchen, wenn man sich davon bessere Lebensbedingungen verspricht. Darum hege ich keinen grundsätzlichen Groll gegen all die Menschen, die jetzt nach Europa einwandern. Die Idioten sind jene Politiker, Journalisten und alle anderen vermeintlichen Meinungsführer, die “Refugees are welcome” und “Wir schaffen das” rausposaunen, obwohl das offensichtlich nicht der Wahrheit entspricht.

    2. Eine erfolgreiche Gesellschaft darf, kann bzw. muss Zuwanderer aufnehmen, wenn diese
    a) verfolgt werden und an Leib und Leben bedroht sind.
    b) die neue Gastgesellschaft Kraft ihrer Innovation, ihres Fleisses und ihrer übrigen Fähigkeiten verbessern oder ihr zumindest nicht schaden können.

    Sind Punkt 2a und/oder 2b nicht erfüllt, schickt man die Leute besser wieder heim. Denn irgendwann ist die Gastgesellschaft am selben Punkt wie die Herkunftsgesellschaft und dann hat absolut nirgend jemand etwas gewonnen.
    Weder brauchen wir in unseren durchaus gelungenen westeuropäischen Gesellschaften barbarische Kulte, archaische Gewohnheiten und andere Hinterwäldlerei, noch die daraus folgenden Probleme wie wirtschaftlichen Niedergang und Bürgerkrieg.
    Es geht mir mehr als nur ein bisschen auf den Sack, wenn ein verfolgter Flüchtling nach Europa kommt und in einem Aufangzentrum landet und dort vom gleichen Pack bedroht wird wie zuhause. Es geht mir mehr als nur ein bisschen auf den Sack, wenn ethnische Gruppen bei uns die selben Konflikte austragen wie zuhause. Und ich ertrage es auch schlecht, wenn “Flüchtlinge” eine Anspruchshaltung an den Tag legen, die jemandem, der wirklich an Leib und Leben bedroht ist, völlig fremd wäre.

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