Strache wünscht sich österreichische Botschaft in Jerusalem

“FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wünscht sich eine Verlegung der österreichischen Botschaft nach Jerusalem, will aber wegen der Neutralität keinen Alleingang unternehmen. „Ich kann dem Wunsch Israels etwas abgewinnen, weil viele politische Vertreter sagen: Unsere Hauptstadt ist Jerusalem, dort ist der Sitz der Knesset“, sagte Strache dem „Kurier“ (hier)

30 comments

  1. Thomas Holzer

    Gerade wegen der Neutralität könnte Österreich einen Alleingang wagen.
    Aber, da sich der Staat schon vor diesen Demonstranten fürchtet,
    http://derstandard.at/2000069885869/Demonstration-gegen-Jerusalem-Entscheidung-in-Wien
    wird das mit der Verlegung nichts werden.
    Jeder antimuslimische Rülpser wird vor Gericht gezerrt, aber antisemitische Ausfälle, vor allem “unserer” Neubürger, sind natürlich nicht verfolgenswert, da gilt die freie Meinungsäußerung anscheinend noch

  2. Gerald Steinbach

    Beim ORF schwindet ja noch nicht die Hoffnung das die brennende Synagoge vielleicht doch noch von strammen rechten in Brand gesetzt worden ist,

  3. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer

    Gerne würde ich eine Rüge/Mahnung unseren geschätzten BP hören,

  4. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Bei dem eigenartigen Verständnis von Toleranz dieses Mannes werden Sie lange warten dürfen/müssen

  5. Christian Peter

    Der Rattenfänger Strache sollte zuallererst die Hausaufgaben erledigen und in Österreich die Wahlversprechen umsetzen, wie z.B. ‘Asyl auf Zeit’, welches bereits von ÖVP und SPÖ eingeführt wurde und nun auf Umsetzung wartet : Etwa 100.000 ehemals subsidiär Schutzberechtigte mit befristetem Aufenthaltstitel leben in Österreich, obwohl es keinen Asylgrund mehr gibt, der Krieg in Syrien und im Irak ist beendet.

  6. Gerald Steinbach

    Christian Peter

    Der Strache ist ja noch nicht einmal in der Regierung, etwas Zeit sollten sie ihn zugestehen,

  7. Thomas Holzer

    @CP
    Subsidiär Schutzberechtigte haben eben keinen Anspruch auf Asyl. Und, wie Sie hier wiederholt zurecht festgestellt haben, stellt Krieg keinen Anspruch auf Asyl dar, entsprechend der Genfer Flüchtlingskonvention

  8. Falke

    Da wäre ich durchaus dafür, geht aber sicherlich nur auf gemeinsamen Beschluss der EU. Die wird sich allerdings hüten, so etwas zu tun, die meisten EU-Regierungen, einschließlich der Kommission, haben panische Angst vor den (in- und ausländischen) Moslems. Außerdem müssten sie dann ja zugeben, dass Trump etwas Richtiges und Logisches getan hat (nämlich das, was von Clinton über Bush bis zu Obama alle US-Präsidenten schon angekündigt haben) – das geht auf keinen Fall. Da müsste sich Österreich schon mit den Visegrad-Staaten verbünden – die haben keine Angst (und auch keinen Grund dazu, weil dort eben kaum Moslems leben).

  9. Mona Rieboldt

    Falke
    Die EU will aber Ungarn,Polen, Tschechei an der Kriminalität und Terror durch Asylis teilhaben lassen. Es geht wirklich nicht, dass deren Weihnachtsmärkte ohne Bunker auskommen müssen, die Bevölkerung dort keine moslemischen Attacken erlebt. Und weil die Visegrad-Staaten uneinsichtig sind, werden sie jetzt von der EU verklagt, Asylis aufzunehmen.
    Die Slowakei hat ein paar Asylanten aufgenommen, daher werden sie nicht von der EU angeklagt.

  10. Rennziege

    10. DEZEMBER 2017 – 14:53 — Mona Rieboldt
    Falke
    EU-Klagen werden eh zusehends zu Papiertigern, außerhalb der gefügigen Presse kaum noch beachtet, im Rest der Welt nicht mal als Fußnote. Die Visegrád-Staaten werden den Deibel tun, sich den Diktaten aus Brüssel oder gar den zaghaft angekündigten Strafzahlungen zu fügen. Daran werden Juncker sich die Zähne ausbeißen und Merkelowa sich die Fingernägel vollends abkauen. 🙂

  11. Thomas Holzer

    Wenn der Herr Schulz seine EU-Visionen durchsetzt, wird die EU eh nur mehr aus F und D und den Südländern bestehen, weil irgendwen müssen die Deutschen ja finanzieren, zusätzlich zu ihren Neubürgern 😉
    Ob Österreich sich dem Druck der Deutschen entziehen kann/wird, bleibt abzuwarten

  12. Thomas Holzer

    Man beachte auch, daß es dem Herrn Arafat erst 1988 einfiel, die Forderung aufzustellen, daß Jerusalem Hauptstadt eines zu schaffenden palästinensischen Staates werden soll.
    Ausgerechnet Arafat, in Ägypten geboren, der sich selbst zum Führer der “Palästinenser” auserkoren hat.
    10 Jahre nach Camp David!

  13. astuga

    Wo sagen eigentlich unsere Gutmenschen, Grüne, Pinke, SPÖ und vor allem Van der Bellen dazu, dass in Wien bei einer Demo dazu aufgerufen wird Juden zu schlachten?

    Sind wohl alle schmähstadt oder im Winterschlaf…

  14. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    ‘Subsidiär Schutzberechtigte haben keinen Anspruch auf Asyl’

    Das ist richtig. Lassen wir uns überraschen, was die neue Regierung mit den etwa 100.000 ehemals subsidiär Schutzberechtigten machen wird (der Krieg in Syrien und im Irak ist beendet und auch nach Afghanistan wird wieder abgeschoben), nachdem sowohl ÖVP als auch FPÖ mit ‘Asyl auf Zeit’ massiven Stimmenfang betrieben.

  15. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    ‘Herrn Arafat fiel erst 1988 ein, Jerusalem als Hauptstadt eines palästinensischen Staates zu machen’

    Jerusalem wurde im Verlauf seiner 10.000 – jährigen Geschichte weit länger von Arabern als von Juden besiedelt. Der Anspruch der Palästinenser auf Jerusalem ist daher mehr als gerechtfertigt.

  16. Christian Peter

    Aus rechtlicher Sicht ist das natürlich völliger Humbug, denn rechtlich steht ganz Jerusalem nach wie vor unter internationaler Kontrolle, wie es der UN – Teilungsplan der Resolution 181 aus 1947 vorsah. Daran hat sich bis heute nichts geändert, alle späteren UN – Resolutionen verwiesen auf Resolution 181, in bilateralen Verhandlungen wurde das Thema Jerusalem ausgeklammert. Das bedeutet : Alle administrativen und legislativen Handlungen Israels in Jerusalem (im Westen und im Osten) sind rechtswidrig.

  17. dna1

    Jerusalem sollte eine “neutrale” Stadt bleiben, keiner der beiden Parteien darf sie nur für sich beanspruchen, das ergibt sich aus der Historie, sofern man sie nicht nur ausschnittsweise betrachtet, und ist der einzige Weg einer friedlichen und gerechten Lösung. Seien wir doch ehrlich, anders geht es nicht, außer man freut sich, wenn sich die Parteien gegenseitig die Köpfe einschlagen und ihren Frust und Zorn auch in andere Länder tragen.

  18. Christian Peter

    @dna

    Erst gegen Ende des 19. Jahrhundert wurden die ersten Juden in Palästina angesiedelt. Als der Plan gefasst wurde, in Palästina einen jüdischen Staat zu errichten (Anfang der 20-er Jahre) gab es in Palästina nach wie vor kaum Juden. Diese wurden erst nach und nach in Palästina angesiedelt, somit es ist kein Wunder, dass Juden von Arabern in Palästina als Eindringlinge wahrgenommen werden, die Landraub begehen.

  19. Christian Peter

    @dna1

    Stellen Sie sich vor, eingewanderte Türken würden in Österreich Land erwerben und dieses danach als türkisches Hoheitsgebiet ausrufen und dem Rechtssystems der Türkei unterwerfen. Absurd, aber genau das ist seit Jahrzehnten gängige Praxis in Palästina.

  20. dna1

    @Christian Peter
    Einverstanden, die Israelis sollten sich an die entsprechenden UN-Resolutionen betreffend Siedlungsbau halten, aber das ist ein anderes Thema als Jerusalem.
    Jerusalem taugt nicht als Hauptstadt für Israel (das macht der Trump doch nur, um sich bei der jüdischen Lobby einzuschleimen), sondern muss neutral und beiden, Arabern und Israelis, gleichermaßen zugänglich bleiben. Ich sehe nur diese Lösung, alles andere führt zu nichts.

  21. Rado

    @Christian Peter 12:34
    Die Türken machen sowas lieber heute als morgen, wenn man sie lässt. Gerade geht es ja wieder los, diesmal in Griechenland.
    Abgesehen davon finde ich die Idee mit der ö. Botschaft in Jerusalem nicht so schlecht. Sie muss ja nicht direkt in der Altstadt liegen. Wenn man es im Sinne der UN-Resolution aus dem Jahre Schnee vorsichtig angehen will, könnte man eine Liegenschaft im Israel von 1947 möglichst in der Nähe der Stadt suchen. Sind ja alles keine Entfernungen dort.

  22. dna1

    @Rado
    Warum finden sie “die Idee einer österr. Botschaft in Jerusalem nicht so schlecht”, was gefällt ihnen daran?

    Vielen Dank für ihre Antwort.

  23. Rado

    @dna1
    Es ist eine Geste. Nämlich dass man auf keine Äquidistanz zwischen Despoten und der einzigen funktionierenden Demokratie der Region setzt, sonderen eindeutig Position bezieht, wo man steht.
    Diese Leute sind nämlich bei genauer Betrachtung neben den Feinden Israels auch die Unseren.

  24. dna1

    @Rado
    Vielen Dank für eine ehrliche Antwort, auch wenn sie mich erschüttert und fassungslos zurück lässt.

  25. Christian Peter

    @dna1

    Die Teilung von Jerusalem ist das Allermindeste, was man den Arabern anbieten muss, nachdem Israelis seit Jahrzehnten Landraub im großen Stil in Palästina betreiben.

  26. Falke

    @Christian Peter
    Man “muss” den Arabern (Palästinensern) gar nichts anbieten. Verhandlungen mit ihnen haben seit 70 Jahren nichts gebracht. Die einzige Sprache, die sie verstehen, ist sie vor vollendete Tatsachen zu stellen, und den so geschaffenen Status militärisch zu verteidigen. So ungefähr (bisher teilweise noch etwas zögerlich, jetzt, mit voller Unterstützung durch Trump, hoffentlich schneller und geradliniger) geht Israel vor, und nur so kann Israel etwas erreichen. Die Palästinenser (jedenfalls ihre Führung) will ohnedies nichts erreichen, außer ewigen Terror.

  27. Rado

    @dna1
    War keine Absicht, hier Fassungslosigkeit zu verbreiten. Wenn man nicht gerade zu dieser diese Art Diskutanten gehört, wie sie in progressiven Zirkeln Wiens anzutreffen sind, bin ich durchaus auch Argumenten zugänglich. (Hatte ich heute schon)
    https://www.youtube.com/watch?v=PFudSHn2XwI
    Abschließend erlaube ich mir anzumerken, dass ich mir meine Meinung über die Damen und Herren Palästinensische Freiheitskämpfer beginnend mit München 1972 und einigen anderen Vorfällen einigermaßen abschließend gebildet habe. Wer mit dieser blutrünstigen Barbarenhorde, die heute Fatach und Hamas heißt, früher Gruppe Abu Nidal, Volksfront von Schießmichtot oder was immer, sein Heil in Verhandlungen über was immer sucht, lässt mich fassungslos zurück. Soweit können wir hier dennoch einen Konsens herstellen.

  28. Rennziege

    11. DEZEMBER 2017 – 16:57 — Rado
    Einen Konsens mit Steigbügelhaltern (oder sogar Fans) von heimtückischen Mördern wehrloser Menschen kann ich mir nicht vorstellen. Also auch nicht mit Postern wie dna1 und Christian Peter.
    Freilich genießen auch diese unbunten Vögel ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Was aber nicht heißt, dass man ihnen zustimmen muss; der Antisemitismus hat viele Federkleider und Schnäbel. Aus letzteren schrillt aber immer das gleiche untote Gezwitscher, das so alt ist wie die Welt — eigene Trägheit und eigenes Versagen einer tüchtigen, intelligenten Minderheit in die Schuhe zu schieben.

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