Streit um Gebetspausen: 190 Muslime entlassen

Von | 8. Januar 2017

“190 muslimische Mitarbeiter eines Fleischverpackungsbetriebes sorgen in Fort Morgan im US-Bundesstaat Colorado seit mehr als zwei Wochen für Gesprächsstoff: Die Männer traten in einen mehrtägigen Streik, weil sie der Ansicht waren, nicht genug Zeit für Gebetspausen bekommen zu haben. Einen Tag vor Weihnachten griff das Unternehmen hart durch und feuerte die Gläubigen” (hier)

8 Gedanken zu „Streit um Gebetspausen: 190 Muslime entlassen

  1. Fragolin

    Wow, in Amerika darf man das?
    Bei uns könnte der Laden dicht machen und die Geschäftsführung stünde vor dem Kadi.

  2. Fragolin

    “Für diese Menschen ist es schlimmer, ein Gebet zu verpassen, als ihre Arbeit zu verlieren.”
    Na dann, Tschüss mit ü oder Baba und fallt’s net. Aber vergsst nicht, mit der Arbeit verliert ihr auch das Geld, also jeder, der wegen solcher Lächerlichkeit lieber daheim bleibt, hat vom Staat genau Null Knete zu bekommen. Hobbysalafismus muss vom Steuerzahler nicht finanziert werden.
    Übrigens gibt es Fatwas, die beschreiben, dass Gebete, die während der Arbeit nicht verrichtet werden können, zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden können (also in der Freizeit, wo sie hingehören) und es somit keine Notwendigkeit von Extrapausen und Gebetsräumen gibt – das Unternehmen ist offensichtlich den Muslimen schon sehr weit entgegengekommen, was Teile von diesen wieder einmal als Zeichen für genug Schwäche gedeutet haben, um mehr zu fordern, mehr, mehr, MEHR!!! – das Üblich also.
    Es hat weder etwas mit der Gnade ihres Gottes noch mit Forderungen ihrer religiösen Schriften zu tun sondern ist einzig und allein das permanente freche Fordern nach Sonderrechten aus der Position des armen Diskriminierten, das wir schon bis zum Erbrechen erleben und dem einige unserer politischen Vereine mit vorauseilendem Andienen begegnen.
    Gratulation an die Firma. Der Missbrauch der Werkzeuge des Arbeitskampfes zum Fordern religiöser Sonderrechte ist eine Dreistigkeit und verdient alle Härte.

  3. Thomas Holzer

    Ob das Fleisch, welches dort verpackt wird, wohl halal ist?! 😉
    Abgesehen davon, ich denke nicht, daß diese Muslime gezwungen wurden, in diesem Betrieb zu arbeiten; in Österreich würde die AK sofort einen Musterprozess anstreben, auf Kosten aller anderen AK-Beitragszahler (aber das entspricht halt dem ach so hoch gelobten Solidarprinzip 🙂 )

  4. waldsee

    müssen sie in der hölle schmoren,wenn sie nicht beten?was ist mit den ungläubigen,die zwischenzeitlich ,ohne gebet, sozialgelder erwirtschaften?darf der muslim ein solches geld überhaupt nehmen?
    verdienen sich ,nicht rechtgläubige , rot grüne menschen das paradies,wenn sie gläubigen helfen?
    gehts noch dümmer?

  5. Fragolin

    @waldsee
    Es geht um Religion und die Forderung, in der heutigen Zeit nach den Vorgaben von vor 1500 Jahren wortgetreu zu leben – nein, dümmer geht’s nicht. 😉

  6. mariuslupus

    Die Gebete sind für einen Moslem nur relativ wichtig. Für einen Moslim der für einen Christen arbeitet, sehr wichtig. Für einen Moslim gerade seinen Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen führt, nicht wichtig. Die verpassten Gebete werden nach dem Krieg, bzw. nach dem Endsieg nachgeholt.

  7. Astrid G.

    Es gab diesen Fall schon einmal, wenn man ein bisschen googelt findet man auch mehr dazu. Die Meldungen jetzt erinnern mich fast woertlich an die von damals.

    Zur Lektuere sei ans Herz gelegt:
    Gebetspausen am Arbeitsplatz – Erwartungen geflüchteter Muslime: Basiswissen für Arbeitgeber, von
    Rainer M. Wolski

    In dem Buch wird erklaert, dass es in Deutschland bereits jetzt de facto einen Rechtsanspruch auf bezahlte Gebetspausen gibt, und zwar wegen eines einschlaegigen Urteils. Ein Unternehmer darf in .de beim Vorstellungsgespraech aber nicht nach Religion oder religioeser Praxis fragen.
    Den Anspruch auf bezahlte Gebetspausen gibt es in Oesterreich nicht.

    Ich empfehle wirklich die Lektuere, es ist kurz, laesst wohltuend die rechtliche Situation fuer sich selbst sprechen, und kann auch fuer Nicht-Juristen neue Erkenntnisse bringen.

  8. Falke

    Mit Trump als Präsidenten werden wir – hoffentlich – noch mehr solcher Meldungen hören.

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