Studie: Immer mehr junge Araber pfeifen auf Religion

Die Umfrage wird seit 2012 durchgeführt und in der diesjährigen fällt auf, dass seit das Kalifat geschlagen wurde die Bedrohung durch den Islamischen Staat nicht mehr auf Platz eins rangiert. Dafür wünschen sich immer mehr Jugendliche in der arabischen Welt, dass Religion eine geringere Rolle im öffentlichen Leben spielen soll und fordern eine Reformierung religiöser Institutionen. mehr hier

9 comments

  1. sokrates9

    Leider hat so etwas in (/Religions-.)Diktaturen wenig Bedeutung! Wie viel der 40 Mio Iraner und der Tschadorträgerinnen würden gerne auf Religion pfeifen??

  2. Rizzo C.

    Mourir pour Mohammed?

    Welcher junge Iraner oder Araber oder Türke steht schon drauf? Nur die grössten Dumpfbacken sprengen sich gerne selbst in die Luft (und vermindern dadurch den Pool an Idioten).

  3. Falke

    Das muss man doch etwas relativieren: Vor 30-40 Jahren hatten kopftuchtragende Frauen in der Türkei eher Seltenheitswert, jedenfalls in größeren Städten und Touristenorten.

  4. astuga

    @Falke
    Das ist leider korrekt.
    Ägypten 1966, der damalige Staatschef Nasser macht sich über die Forderung lustig, dass Frauen einen Hijab (also Kopftuch) tragen sollen. Wenn man weiß wie es in Ägypten damit heute aussieht, vergeht einem das lachen…

  5. astuga

    Solche Studien, zumal wenn sie aus Dubai kommen, sind immer mit Vorsicht zu genießen.
    Im Artikel von mena-watch wird das deshalb auch angesprochen.

    Erstmal war das nur eine Frage von mehreren, und was wurde eigentlich konkret gefragt und von wem?
    Noch dazu in Arabisch, wo Formulierungen in der Übersetzung bzw Rückübersetzung dann eine deutlich andere Bedeutung bekommen können.
    Waren die Befragungen anonym, wer war der Fragesteller?
    Für die Studie wurden 3.300 Personen in 15 arab.-isl. Ländern befragt, das ergibt für jedes Land 220 Jugendliche.
    Das ist in Wahrheit nicht besonders viel bei teilweise sehr bevölkerungsreichen Ländern, wo noch dazu genau diese befragte Gruppe (unter 30-jährige) eine absolute Mehrheit stellt.
    Ich bin ja kein Experte, aber ab wann wird eine solche Studie dann repräsentativ und aussagekräftig?
    Wenn ich vergleichsweise 5 oder 10 Jugendliche auf der Mahü oder Uni Wien frage???

    Es wurden zur Hälfte junge Männer und Frauen befragt, das lässt darauf schließen, dass man wohl eher keine ausgesprochen orthodoxen Muslimas befragt hat, oder nicht viele davon.
    Da diese an solchen Umfragen eher nicht teilnehmen würden, oder nicht unbegleitet und deshalb auch nicht anonym.
    https://www.arabyouthsurvey.com/index.html

    Laut eigener Webseite handelt es sich bei der Organisation welche die Studie durchgeführt hat (ASDA’A BCW) übrigens um eine arabische Werbeagentur: “We have won more industry awards than any other PR agency in the Middle East”
    https : //asdaa-bcw . com/en/

  6. GeBa

    @Falke
    Atatürk hatte das Kopftuch sogar verboten.
    Vor einer Dekade? Eine Dekade berechnet man mit 10 Jahren, ich glaube dass sich die Zahl der Kopftuchträgerinnen erst vor weniger als 10 Jahren vergrößtert hat. Sollte sie jetzt wieder im Abflauen sein, wäre es sehr positiv. Und sollte der Religionswahnsinn ein Ende finden, hätte die Menschheit eine Chance zu überleben. Sonst? Gute Nacht…
    @astuga
    Ich bin Umfragen gegenüber auch sehr misstrauisch, erst recht, wenn so wenig für so viele befragt wurden.

  7. jaguar

    Als Folge von Atatürk wollten fast alle Türken/innen “westlich” leben. Seit Jahren läuft aber nun die Gegenoffensive der Imame und der Politik (Türkei, Saudis, Iran etc.), und zwar auch in Westeuropa. Die Folgen sind u.a. in sich islamisierenden Wiener Bezirken deutlich zu sehen. Dort siedeln die Einheimischen als Folge politikverdrossen ab und eröffnet sich die Möglichkeit einer Parallelkultur der Zugezogenen. Multikulti Fans findet man in diesen Bezirken aber nicht.
    Fr. Pamela Rendi – Wagner wohnt in 1010 Wollzeile.

  8. Gerald Steinbach

    jaguar
    Und zur Sicherheit hat sie ihre Kinder in Privatschulen gegeben,….

  9. astuga

    @Gerald Steinbach
    Das ist wie mit dem bekannten “Philanthropen” Bill Gates.
    Dessen Stiftung hat ein Curriculum für Schüler an öffentlichen Schulen erarbeitet (K-12 Education), damit sie “lebensnah” ausgebildet werden.
    Seine eigenen lässt er aber nach elitär-altmodischen Standards in einer Privatschule unterrichten.

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