Substanz pflegen statt verzehren

Von | 23. Dezember 2020

Eine angemessene Besteuerung orientiert sich am Leistungsfähigkeitsprinzip. Vermögens- und Substanzsteuern stellen ­dieses auf den Kopf. Ein Kommentar von Christian Keuschnigg, hier

Ein Gedanke zu „Substanz pflegen statt verzehren

  1. Selbstdenker

    Die AK hat gerade wieder eine „hochseriöse“ Studie veröffentlicht:
    https://orf.at/stories/3194698/

    „Bisher ging man auf Basis der Vermögenserhebungen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) davon aus, dass rund 23 Prozent auf das reichste Prozent entfallen. Allerdings wurden laut AK dabei die superreichen Haushalte nicht ausreichend berücksichtigt, weil diese in der Stichprobe nicht enthalten waren, keine Angaben gemacht hatten oder ihre Vermögenswerte zu niedrig veranschlagt hatten.

    Um diese Lücke zu füllen, wurde der Sozioökonom Jakob Kapeller damit beauftragt, die reichsten Österreicherinnen und Österreicher – darunter auch Personen mit einem Milliardenvermögen – in diese Gesamterhebung hineinzurechnen und die Werte mittels statistischer Schätzung anzupassen. Dazu wurde auf die jährlich veröffentlichte „Trend“-Liste der Superreichen zurückgegriffen. Sämtliche Firmenvermögen sowie Kapital- und Immobilieneigentum wurden einberechnet, Schulden hingegen ausgenommen.

    „Bei einem Freibetrag von einer Million Euro ergäbe schon eine Besteuerung mit einem Prozent Steuersatz einen Ertrag von rund fünf Milliarden Euro. Auch bei einer angenommenen Steuerflucht bzw. Ausweicheffekten blieben noch 3,8 Milliarden Euro übrig, rund ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).“

    Wenn es so etwas wie eine Fake-News Abgabe gäbe, würden sämtliche Budgetlöcher bereits durch die AK gestopft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.