Syrien: Der Preis der Untätigkeit

Von | 25. Februar 2013

“…Der Westen braucht eine andere Strategie als einfach nur zu warten, bis der Krieg in Syrien von selbst aufhört. In dieser zweijährigen “Ära des Zu- und Wegschauens” wurden 70.000 Menschen getötet….” (Presse)

13 Gedanken zu „Syrien: Der Preis der Untätigkeit

  1. apz

    Solange die EU – und mittendrinnen Österreich – nicht wirklich weiss was gewollt ist, oder welche Interessen man selbst hat, kann nicht gestaltet/intendiert werden.
    Und nicht zuletzt, ganz wesentliche Ursache der Probleme in Syrien sind naturgemäß die Syrer selbst, denn solange der Kampf auf der Strasse als erfolgversprechender/lukrativer als alle Alternativen angesehen wird und jede Seite für sich “religios” die “alleinig heilbringende Deutungshoheit” beansprucht, ist alles was da abgeht völlig schlüssig & unabänderlich. Und offenkudnig wird das auch breitest von ganz unten in der Bevölkerung akzeptiert/getragen, wer anderes “vermeint” rüttelt am dortigen Verstand – und vergisst/ignoriert nebstbei die sinnverwandten Wallungen in Österreich um 1934 … – oder?

  2. Thomas Holzer

    Wenn der “Westen” in Syrien militärisch eingreift, wird das ein noch größeres Fiasko als der Irakkrieg!

  3. Nashwin Fuller

    70.000 Tote in zwei Jahren.
    Das sind ca. drei Mal soviele Tote wie der angeblich so bedeutende und schlimme Palästina Konflikt seit 1948 gefordert hat.

    Das soll keine Aufrechnung von Toten sein, sondern ein Vergleich zur Intensität der beiden Konflikte und der medialen Darstellung.

  4. Samtpfote

    @Suwarin
    Aber die Russen wollen und können…
    Im übrigen ht “apz” es auf den Punkt gebracht.

  5. Roms

    Auf welcher Seite sollte der Westen dort eingreifen?
    Dort gibt es bei einer Intervention nichts zu gewinnen außer ein weiteres Anfachen des Dschihadismus.

  6. oeconomicus

    Das ganze ist zuerst einmal eine syrische, dann arabische Angelegenheit. Die EU sollte sich aus dem Konflikt heraushalten, bestenfalls vermitteln, wenn sie darum gebeten wird. Vielleicht noch humanitäre Hilfe, dann ist Schluss!

  7. Gerhard

    Die Russen sind die Hauptschuldigen für die bisher 70.000 Tote in den letzten 2 Jahren, denn sie fühlen sich immer noch als Schutzmacht des Despoten.
    Mich erinnert das ganze Desaster an den Völkermord in Afrika (Huti, Tutsis) vor ca. 20 Jahren, wo innerhalb von 100 Tagen fast eine Million Menschen abgeschlachtet wurden. Auch da hat die Welt nur zugesehen. Und in Sebrenica hat die UNO-Streitmacht aus Dänemark sogar “weggesehen”.
    Natürlich ist das “Zuschauen” eine elegantere Methode, um nicht in eine Auseinandersetzung hineingezogen zu werden. Man hat schon genug mit Irak und Afghanistan zu tun und will sich nicht noch woanders als Friedenstifter profilieren.
    Aber “halbe Hilfe” ist eben auch sinnlos – siehe z.B. Somalia, Jemen.
    Aus meiner Sicht ist nur ein einheotliches internationales Vorgehen zielführend – aber wenn Russland und China nicht mitmachen? Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Waffenlieferungen bessere “Geschäfte” sind und dort auch unter Praxisbedingungen neue Waffensysteme optimal getestet werden können.

  8. Mona Rieboldt

    @Gerhard
    In Sebrenica waren es keine dänischen, es waren niederländische! UNO-Soldaten.

  9. Mona Rieboldt

    @Gerhard
    Diese niederländischen UNO-Leute waren aber wohl zu wenige, um gegen die Serben etwas unternehmen zu können. Es fragt sich aber, warum die UNO so wenig Soldaten dort hatte.

  10. Thomas Holzer

    @Gerhard
    Woher haben dann Ihrer Meinung nach die “Aufständischen/Guten” in Syrien ihre Waffen?
    Am Bazar gekauft?

  11. Roms

    Mona Rieboldt :@GerhardDiese niederländischen UNO-Leute waren aber wohl zu wenige, um gegen die Serben etwas unternehmen zu können. Es fragt sich aber, warum die UNO so wenig Soldaten dort hatte.

    Die Niederländischen Soldaten waren aber offenbar zahlreich genug, um den Bosniern ihre paar Flinten gegen das Versprechen abzuschwatzen, die Bewohner der UN-Schutzzoneauch tatsächlich zu schützen.
    In diesem Video sieht man den niederländischen Kommandanten und andere Holländer mit General Mladic zuprosten währen vermutlich gerade die Bewohner der Schutzzone selektiert und ermordet werden. Es werden Geschenke ausgetauscht und die Holländer feiern eine Party.

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