Team Kurz statt ÖVP?

Von | 12. Mai 2017

“Schon die erste Hürde, die der ÖVP-Vorstand kommendes Wochenende bei einer eventuellen Kür von Sebastian Kurz zum XVII. Parteiobmann nehmen muss, ist hoch: Er will bei der Nationalratswahl nur unter “Liste Kurz/ÖVP” antreten. Das Akronym ÖVP in kleinstmöglicher Schriftgröße…..” (hier)

28 Gedanken zu „Team Kurz statt ÖVP?

  1. Thomas Holzer

    “Mitterlehner ging dann abends mit Kern zum Italiener,…”

    Ist das derselbe Italiener, für den Herr Kern den Pizzaboten spielte?!
    p.s.: Wo waren da eigentlich das Arbeitsinspektorat, die Finanzpolizei etc.?!

    zu Kurz:
    “Er will bei der Nationalratswahl nur unter „Liste Kurz/ÖVP“ antreten. Das Akronym ÖVP in kleinstmöglicher Schriftgröße”
    Also den versuch starten, den Wähler für dumm zu verkaufen

  2. wbeier

    Team oder Bewegung ist ja die neue Zauberformel (siehe F oder BP-Wahl) für inszenierte Politik auf dem Friedhof der alten Parteien. Wichtigstes Ziel dabei scheinen nicht konstruktive Umsetzungen sondern die Verhinderung diverser “Gottseibeiuns” bei maximalen Machterhalt der eigenen Cliquen. Manchmal beschleicht mich der Verdacht, Besucher einer nahezu perfekten Show zu sein.

  3. Marianne

    Wer dann tot ist wenn Kurz weiter pokert sei dahingestellt. Welche Alternativen haben die VP Granden? Kurz droht ja offensichtlich mit einer eigenen Partei anzutreten. Das Ende der ehemaligen 50% Partei dürfte unmittelbar bevorstehen.

  4. Josef

    Das vorletzte österreichische Politwunder war Karl Heinz Grasser.
    Ein fiskalisches Ausnahmetalent, Null-Verschuldungsfachmann, Budgetretter, Verteidiger in Brüssel. Ganz was besonderes: konnte sogar die Farbe wechseln! (Das hat – aber nicht so deutlich – nur Oskar Lafontaine gezeigt)

    Mit dem Lecken der Wunden der Betrogenen ist die örtliche Justiz noch beschäftigt.

    In Deutschland war der letzte Zampano Karl-Theodor zu Gutenberg. Ein Ausnahmetalent, eine Führungsfigur des Jahrzehnts, wenn nicht gar der Retter der Deutschen!

    Eine Sternschnuppe, die im schwarzen Nachthimmel verglüht ist.

    Na, jetzt haben wir halt wieder einen Wunderwuzzi. Wird net der letzte sein.

    Irgendwann, früher oder später, verglüht auch er. Die ÖVP wird er nicht retten. Und Österreich auch net, nur sich selbst.

  5. cmh

    Einen Spitzenkandidaten Sobotka würde ich sofort wählen.

    Der kann sich dann solange in die SPÖ verbeißen, bis der Kern zur Sektion ohne Namen weinen gehen muss. Derweilen kann Kurz die “Granden” (wie kann man eigentlich Grande einer Kleinpartei sein?) demontieren und bei der übernächsten Wahl als Spitzenkandidat ins Rennen gehen.

    Wieso glauben eigentlich immer alle, dass 46 Jahre Sozensaustall in 14 Tagen wieder ausgemistet sein kann? Einen längeren Atem, wenn ich bitten dürfte!

  6. Thomas Holzer

    angeblicher Weise tritt der Herr Kurz heute um 11.00h als Privatmann! vor die Presse……..vielleicht vertschüsst er sich ja in die USA und hält dort gemeinsam mit dem Herrn Gusenbauer “Vorlesungen” 😉

  7. KTMTreiber

    … sehr interessant auch die Überlegung wie “unser” Kopftuch- Fetischist in der Hofburg agieren wird, – sollte eine ihm nicht “genehme” (vom Volk gewählte) “Konstellation” im Herbst anzugeloben sein …

    Unter Umständen wäre es für die anzugelobende Regierung von sehr großem Vorteil, wenn sie (geschlossen und ganz solidarisch) mit Kopftuch antreten würden. Das könnte den alten Mann etwas milder stimmen …

  8. mariuslupus

    Richtige Entscheidung des weitsichtigen Herrn Kurz. Talented Mr.Short. Neue Verpackung kommt immer gut an. Der Inhalt, nebensächlich. Wie im Supermarkt. Die Verpackung darf erst nach dem Kauf aufgerissen werden.

  9. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “Ist das derselbe Italiener, für den Herr Kern den Pizzaboten spielte?!
    p.s.: Wo waren da eigentlich das Arbeitsinspektorat, die Finanzpolizei etc.?!”

    Verflixt. Jetzt sind Sie mir zuvor gekommen! 🙂

  10. Thomas F.

    Die schwarzen ‘Granden’ werden bald nach seiner Pfeife tanzen wie die blauen damals bei Haider. Denn ohne ihn würden sie untergehen. Soviel haben sie mittlerweile bereits kapiert.

  11. Christian Peter

    Seien wir ehrlich : Diese ÖVP ist am Ende. Alleine der Umstand, daß man es nötig hat, einen halbwüchsigen Studienabbrecher, der noch vor wenigen Monaten als Wahlhelfer der ÖVP Kondome verteilte, zeigt, wie verzweifelt diese Partei ist.

  12. Christian Peter

    ‘Alleine der Umstand, daß man es nötig hat, einen halbwüchsigen Studienabbrecher, der noch vor wenigen Monaten als Wahlhelfer der ÖVP Kondome verteilte an die Parteispitze zu setzen, zeigt, wie verzweifelt diese Partei ist,’ hätte es lauten sollen.

  13. Kluftinger

    Es ist in gewisser Weise faszinierend, wie manche Zeitgenossen über Herrn Kurz herfallen und ihn für zu jung, zu unqualifiziert, zu unerfahren etc… beurteilen.
    Aber das Langzeitgedächtnis zeigt, dass manche andere Politiker mit ähnlichen Kriterien nicht so beurteilt wurden: H.Androsch war 32 als er der jüngste Finanzminister wurde (und hochgejubelt). Faymann hat die Matura nur vorgetäuscht und Erfahrung in der Privatwirtschaft hatte er auch nicht…..
    Quid licet jovi non licet bovi?
    Aber wenn man sich die Mühe macht und sich von althergebrachten Sichtweisen trennt, nicht immer nur Wertungskriterien von anno dazumal (der letzten 50 Jahre ) hernimmt und sich der Tatsache stellt, dass die Komplexität, die Kompliziertheit und das Tempo der Veränderungen zugenommen haben, dass bisherige Lösungsmuster nicht mehr greifen, dann kann man nur sagen: lasst die Jugend arbeiten! Schlechter als die derzeitige Politik kann es wirklich nicht mehr werden (ausser man glaubt, dass Worthülsen, Unterstellungen und Intrigen notwendig sind um politische Lösungen umzusetzen).

  14. stiller Mitleser

    @ Christian Peter
    das ist bereits fast 10 Jahre her, und die Schweinsbratenministerin erwähnen Sie gar nicht!

    aber:
    natürlich wird Kurz lizitieren, in einer Minute ist es 11.00

  15. stiller Mitleser

    ok, erst in 8 Minuten,
    Zeit für noch eine story über die – angeblichen? – Abläufe

  16. GeBa

    Ich schätze Kurz klüger ein, als das er jetzt diese Amt übernimmt.
    Allerdings ist er mir nicht mehr sympathisch

  17. Selbstdenker

    An sich sollte es nicht um bestimmte Parteien, sondern um den Erfolg bestimmter Ideen und Prinzipien gehen. Eine Idee setzt sich durch, wenn sie entweder alle Parteien gleichzeitig übernehmen oder wenn konkurrierende Parteien bestimmte Inhalte schrittweise übernehmen um im jeweils gegnerischen Lager nach zusätzlichen Stimmen zu fischen.

    An sich sprechen die beiden Parteien SPÖ und FPÖ ein ähnliches Wählersegment an. Akzentuierungen gibt es primär beim Migrationsthema, wobei sich die SPÖ in der Vergangenheit einerseits von der FPÖ abgegrenzt und anderseits schrittweise deren Positionen unter anderen Bezeichnungen einverleibt hat.

    Ein großer Teil der NEOS, ein kleinerer Teil der FPÖ und der Grünen sowie ein erheblicher Teil der Nichtwähler wäre von den Ideen und Prinzipien durchwegs dem Lager zurechenbar, das von der ÖVP abgedeckt werden könnte, wenn sie sich nicht derart in ihrer bündischen Struktur verfangen hätte.

    Genau hier liegt die Crux: jene Prinzipien, die die ÖVP eingentlich vertreten sollte, stellt sie bereits intern zur Disposition, wodurch es für den politischen Gegner ein Leichtes ist mit Unterstützung vom ORF und instabilen Parteimitgliedern in die ÖVP hinein zu intrigieren.

    Wer ein bestimmtes Prinzip zertrümmern möchte, braucht sich nur als parteiexterner “Partner” an den passenden “Bund” zu wenden und diesen gegen die anderen Bünde auszuspielen. Damit werden die eigenen Positionen in die ÖVP hineingetragen und die ÖVP aufgrund ihrer internen Flügelkämpfe geschwächt. Enttäuschte Wähler wenden sich dann angewidert von der ÖVP ab – nicht zuletzt deshalb, weil sie jene Prinzipien, für die die ÖVP stehen sollte, als verraten sehen.

    Man denke an Maria Rauch-Kallat, die den Österreicherinnen und Österreichern zum Abschied die Verschandelung der österreichischen Bundeshymne hinterlassen hat. Oder Django’s Rache, die nicht an die SPÖ, sondern an die ÖVP gerichtet ist.

    Ich hoffe für Sebastian Kurz, dass er sich nicht verheizen lässt und sich eine Option B “Team Kurz” oder “CSU Austria” offen hält.

  18. Christian Peter

    @Selbsdenker

    Was gibt es bei einem Kandidaten wie Sebastian Kurz, der als Student im ersten Semester scheiterte und über keine Berufserfahrung in der Privatwirtschaft verfügt, zu ‘verheizen’ ?

  19. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Sehen Sie, das ist der Grund, warum ich Ihren “Beiträgen” nichts abgewinnen kann:

    Sie beurteilen die Menschen nicht anhand von dem was sie tun oder sagen, sondern anhand von dem was Sie – Ihrer höchst subjektiven Ansicht nach – sind.

    Gemäß Ihrer eigenen Logik wäre Ing. Norbert Hofer für das Bundespräsidentenamt völlig ungeeignet. Die gleichen Textbausteine, die Sie ihn jeden Artikel, die Sebastian Kurz betreffen, rein kopieren, haben Sie sich bei Ing. Norbert Hofer erspart.

    Sie sind ja nicht einmal in Bezug auf Ihre eigenen Aussagen konsistent.

  20. ethelred

    Die ÖVP ist redlich wie der Vatikan, Kurz wäre so handlungsfähig wie Franciscus. Aber, was bei Franciscus keinen Unterschied macht, welcher halbwegs vernünftige Mensch begibt sich freiwillig in so eine Situation? Noch trumpt Kurz die Republikaner, als Ihr Kanzler hängt er plötzlich an vielen Seilen. Österreich ist nicht Amerika, Kurz fehlt zum Erfolg Hausmacht, ein mittelständiges Hotelunternehmen und eine eigene Medienlandschaft. Und auch mit alledem, ist der Erfolg noch nicht in trockenen Tüchern. Aber ich denke, der junge Mann, der Herr sein will, kann jetzt nicht (mehr) zurück. G´tt stehe ihm bei, für Österreich.

  21. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Wenn man Kurz nach seinem Tun bewertet, kommt ebenfalls nichts raus. Schließlich gehört er seit 6 Jahren dieser Regierung an und hat auch als Staatssekretär für Integration nichts geleistet.

  22. Mona Rieboldt

    Ich wäre froh, wir hätten einen Politiker wie Kurz. Stattdessen haben wir nur Schrott wie Gabriel, Steinmeier, dazu Merkel und ihr Innenminister, von dem gruseligen Schulz nicht zu reden. Wenn Ihr also nur meckern könnt über Kurz, dann schickt ihn nach D. Ich schicke Euch dann den deutschen Politiker-Schrott.

  23. mariuslupus

    @Mona Riebold
    Politikertausch super Idee. Sofort dafür. Orban ur, nach Wien, Genosse Fandebelen in die Puszta, mit Ehrengarde Kern und seine Kumpane.

  24. Mona Rieboldt

    KTM Treiber
    Ihr habt doch oft Glück mit Euren Bundespräsidenten, starben nicht schon einige gleich nach ihrer Amtszeit? Bei uns werden die uralt und kosten nach ihrer Amtszeit noch sehr viel Geld. Und bei dem Alter von van Bellen ist er vielleicht gar nicht mehr da, wenn eine neue Regierung nach der Wahl antritt oder ihn trifft der Schlag bei einer starken FPÖ. Falls er aber eine neue Regierung mit FPÖ-Beteiligung anerkennen muss, sollte er selbst ein Kopftuch aufsetzen, dann sieht er auch nicht mehr so ungepflegt aus 😉

  25. Falke

    @Thomas Holzer
    “Den Wähler für dumm verkaufen”? Funktioniert doch tadellos! Hat man sowohl beim “unabhängigen” VdB als auch beim ebenso “unabhängigen” Macron gesehen. Warum also sollte es nicht auch Kurz versuchen?

  26. Rennziege

    12. Mai 2017 – 16:01 — Falke
    Klar, warum nicht? Außerdem: Falls die hoffnungslos komatösen ÖVP-Bünde Sebastian Kurz die carte blanche verweigern, ohne die er nicht in den Ring steigt, kann er gelassen an einer amerikanischen Ivy-League-Uni seinen LL.M. erwerben. (Denn die schmücken sich gern mit politischen Youngsters.) Und damit ständen ihm Jobs in den Führungsetagen zahlreicher Weltkonzerne offen: wesentlich lukrativer und bequemer als das tägliche Schlammbad in einer Kloake, die den Österreichern seit Jahrzehnten als Politik vorgegaukelt wird.

    Bleibt nur eine Frage: Wird der keineswegs ung’scheite Herr Kurz damit endlich den strengen Kriterien von Prof. DDr. Christian Peters genügen? 🙂

  27. Falke

    @Rennziege
    Nein, den strengen Kriterien von Christian Peter entspricht Kurz natürlich nicht. Dr. Peter findet ja, dass BK Kern großartige Erfahrungen und Leistungen in der Privatwirtschaft hat (wohl als Schlepper bei der ÖBB) und daher wohl als Bundeskanzler ideal geeignet ist.

  28. Selbstdenker

    Dass Christian Peter ein Fan von rot-blau ist, dürfte nicht neu sein.
    Mit Kurz könnte die ÖVP einen Teil der Wähler zurückholen, die als Protestwähler zur FPÖ abgewandert sind.
    Deshalb schiesst er sich auf die ÖVP und insbesondere Kurz so ein.

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